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Startseite ›Obwohl wir in dieser Saison nicht gerade vom Erfolg verwöhnt wurden, haben wir dennoch die Endrunde in Pirna-Copitz erreicht. Mit uns, bis auf Hainsberg, alles Mannschaften aus der oberen Hälfte unserer Kreisliga. In der Vergangenheit hatten wir einige Erfolge in der Halle aufzuweisen und so gingen wir mit gemischten Gefühlen in das Turnier. Beim Abschlusstraining am Donnerstag verletzte sich Paul Steute schmerzhaft am Sprunggelenk. Mit ihm war eigentlich nicht zu rechnen. Dank der Fürsorge, dem medizinischen Geschick und einer guten Bandage, konnte er dennoch dabei sein. Nach dem Aufwärmen gab er mir das Signal für einen Einsatz, wenn auch nicht von Anfang an. Auch mit halber Kraft spielt er immer noch besser als manch daheim Gebliebener – Leider! Also Paul dafür Chapeau, was so viel bedeutet wie: „ Ich ziehe meinen Hut“. Mit einem Platz zwischen vier und acht war zu rechnen. Es hätte am Ende fast für das Halbfinale gereicht. Dazu später…
Im ersten Spiel waren unsere Freunde aus Freital die Gegner. Sie teilten mit uns die Kabine, aber nicht die Punkte. Und das kam so. Mit einem Klassetreffer gingen wir in Führung. In der Halle mit Bande sollte man diese auch einsetzen. Beim Warm up hatten wir das noch geprobt und nun spielt Dominik Kästner mit der Bande zu Erik Beisiegel und dieser vollendet zum 1:0. Da kam Freude auf, wenn auch nur kurz. Mittlerweile besann sich Freital seiner Mittel und spielte Fußball. Wir sonnten uns mit dem schönen Tor und vernachlässigten die Deckungsarbeit. Es kam wie es kommen musste, Freital schenkte uns drei Treffer ein und gewann. Es flossen Tränen und es fielen harte Worte des Trainers. Wollten wir hier nicht sang und klaglos untergehen, dann mussten wir ab jetzt anfangen zu kämpfen und gegen Hainsberg gewinnen. Diese hatten im ersten Spiel gegen den hohen Favoriten erst 10 Sekunden vor den Schluss mit 1:0 verloren. Wir waren also gewarnt. Am Ende blieben wir nach einem Rückstand noch mit 2:1 siegreich. Dominik Kästner erzielte unsere beiden Treffer.
Nun war Copitz an der Reihe. Die „Platzhirsche“ mussten mit drei Toren Unterschied geschlagen werden, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu haben. Am Ende war es das Skandalspiel des gesamten Turniers. Was war geschehen? Erst einmal spielten wir sehr konzentriert aus einer sicheren Abwehr. Copitz hatte sicherlich Respekt vor uns. Plötzlich reklamierten unsere Jungs Handspiel vor dem Pirnaer Tor. - Keine Reaktion des stoisch wirkenden Schieris. Dann der emotionale Höhepunkt des Turniers. - Freistoß für Bannewitz. Im Vorfeld haben wir bis zum Erbrechen diese Situation besprochen und geprobt. Leon läuft an und schießt entgegen unserer Absprache direkt auf Tor. Er hat Glück, dass der Copitzer Keeper den Ball noch berührt ehe er die Linie überschreitet. Große Freude – wir führen 1:0 und die Zeit für zwei weitere Tore ist noch da. Der Schieri zeigt zum Anstoß und dann das Unfassbare … - Wie von der Tarantel gestochen reklamiert der Pirnaer Trainer, wild gestikulierend und immer lauter werdend. Das machte natürlich Eindruck auf unseren „Unparteiischen“ und hinterließ plötzlich Wirkung. Zum Entsetzen, zumindest aller Bannewitzer in der Halle und zur Verwunderung fast aller anderen Teilnehmer entschied plötzlich besagter Herr auf Abstoß. Nach dem Spiel beschwerten wir uns beim Kampfgericht. Dort bestätigte Staffelleiter Jänicke und sogar Präsident Marx vom KVF Sächs. Schweiz / Osterzgebirge sowie fast alle Trainerkollegen, eine Zwischenberührung gesehen zu haben. Wir hatten keine Chance – Tatsachenentscheidung – nennt man das. Unsere Jungs fühlten sich betrogen und die Halle brodelte. Das Verhalten des Pfeifenmannes war inkonsequent und ohne Charakter. Ihm fehlte auch der Mut sich für seine Aktion bei uns zu entschuldigen – Schade. Übrigens wechselte der ansonsten sehr redselige Pirnaer Trainer kein Wort mehr mit mir. Bei allem Erfolgsdruck hatte er das alles eigentlich nicht nötig.
Das Unentschieden brachte uns in das Endspiel um Platz 5 und 6. Gegen Heidenau mussten wir zum letzten Mal antreten. Alle unsere Spieler bekamen ihre Einsatzzeiten und wir gingen mit einer 2:4 Niederlage vom Parkett. Nicolas Pfeiffer und Paul Steute schossen die Tore. Das Endspiel gewann Neustadt verdient gegen Copitz. Fast die gesamte Halle stand auf der Seite der Neustädter Warum wohl?
Mein Dank gilt allen Spielern sowie den mitgereisten Eltern, Verwandten und Fans unserer Bannewitzer E-Jugend.
14.01.2011 Horst Heymann




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