Der SV Bannewitz schlägt Gröditz verdient mit 5:2

Die Bannewitzer haben an das Hinspiel in Gröditz keine guten Erinnerungen. Dort hätte man zur Halbzeit gut und gerne 3:0 oder 4:0 führen müssen, aber am Ende ging das Spiel mit 0:3 verloren. Da galt es für die Bannewitzer also eine Scharte auszuwetzen.

Beide Mannschaften versuchten, das Spiel in den Griff zu bekommen, aber sowohl den Bannewitzern als auch den Gröditzern unterliefen im Angriff zu viele Abspielfehler bzw. die Bälle in die Spitze kamen zu ungenau. Aber eins wurde schnell klar: für Florian Schmieder würde es ein schmerzhafter Nachmittag werden, denn die Gröditzer hatten ihn rasch als das Ziel ihrer Wünsche ausgemacht und holten ihn immer wieder unsanft von den Beinen. Es dauerte bis zur 12. Minute, bis es die erste Torchance gab. Eine Gröditzer Ecke landete im Fünfmeterraum auf dem Kopf eines Gröditzer Angreifers, der den Ball Richtung Tor köpfte, aber Bruno Schneider, der die kurze Ecke abgedeckt hatte, stand goldrichtig und schlug den Ball von der Linie. Es schien, wie wenn die Bannewitzer nur darauf gewartet hätten, denn von nun an waren sie die klar spielbestimmende Mannschaft. Paul Szuppas Kopfball, nach starker Flanke von Oliver Werner, zwang den Gröditzer Torhüter zu einer tollen Parade, sonst hätte es 1:0 für den SV Bannewitz gestanden. Die nächste Bannewitzer Chance hatte Bruno Schneider in der 21. Minute, als er sich gut durchsetzte aber der Winkel wurde dann doch etwas zu spitz und sein Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei. Markus Stephan scheiterte in der 26. Minute am Gröditzer Keeper, der seinen Schuss gerade noch mit den Fingerspitzen abwehren konnte. In der 31. Minute war es dann aber so weit. Ein Eckball von links und Markus Stephan war in Uwe-Seeler-Manier mit dem Kopf zur Stelle und es stand 1:0 für den SV Bannewitz. Ein Freistoß von Kevin Moraweck brachte den Gröditzer Keeper ziemlich in Schwierigkeiten und Martin Neubert hatte in der 33. und 44. Minute noch zwei Chancen, aber es blieb bis zur Halbzeitpause beim 1:0.

Vier weitere Bannewitzer Tore besiegeln das Gröditzer Schicksal

Es dauerte nur bis zur 4. Minuten der zweiten Halbzeit, als Florian Schmieder wieder einmal nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, nur war es dieses Mal im Strafraum und so gab es Elfmeter für Bannewitz. Jakob Schulz lies dem Gröditzer Torhüter keine Chance und verwandelte in der 49. Minute sicher zum 2:0 für den SVB. Nur eine Minute später erhöhte Paul Szuppa zum 3:0. Jetzt spielte nur noch Bannewitz, aber Tore wollten erst einmal keine mehr fallen. Gröditz gelang nicht viel, umso überraschender war das 1:3, das aus einem abgefangenen Bannewitzer Angriff heraus in der 62. Minute fiel. Die Bannewitzer zeigten sich wenig beeindruckt und kamen immer wieder zu guten Chancen. In der 70 Minute waren es derer gleich drei, darunter ein Eckball von Florian Schmieder, der am Pfosten landete. In diesem Zeitraum gab es nur einen nennenswerten Gröditzer Angriff in der 71. Minute. Trotz der vielen Bannewitzer Chancen dauerte es bis zur 86. Minute, bis Paul Szuppa nach einem Postenschuss von Jakob Schulz gekonnt zum 4:1 abstaubt. Das 5:1 ging ganz einfach: Michel Böhme lief auf links bis fast zur Grundlinie, passte nach innen, wo Florian Schmieder völlig unbehindert einschieben konnte; die Gröditzer hatten in diesem Moment das Fußballspielen praktisch eingestellt. Einer Bannewitzer Unachtsamkeit verdanken die Gröditzer dann das 2:5 in der 1. Minute der Nachspielzeit. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch. Dieser Sieg brachte den Bannewitzern erstmal den 4. Tabellenplatz ein, aber Hainsberg hat ein Spiel weniger als die Bannewitzer, die am Gründonnerstag um 19:30 Uhr ihr Nachholspiel in Sebnitz bestreiten. Dieses Spiel dürfte um einiges schwerer werden, obwohl Sebnitz am Samstag in Weinböhla 1:3 verloren hat, aber das wohl auch nur, weil die Chancenausbeute der Sebnitzer unterirdisch schlecht war.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Daniel Scheuermann (TW), Paul Szuppa, Florian Schmieder, Michel Böhme, Kai Mittag, Martin Neubert (63. Maximilian Genschmar), Jakob Schulz, Bruno Schneider (76. John Rabe), Oliver Werner, Kevin Moraweck, Markus Stephan (C; 88. Alexander Hildebrandt); Auswechselspieler: Patrick Richter (ETW), William Brüggemann, Maximilian Genschmar, Paul Müller, John Rabe, Alexander Hildebrandt

Karl-Heinz van Pée