Der SV Bannewitz kommt gut aus der Winterpause und rückt durch einen 6:0-Kantersieg gegen Coswig auf den 5. Tabellenplatz

Das Nachholspiel Coswiger SV gegen den SV Bannewitz war gleichzeitig das Einweihungsspiel für den neuen Kunstrasenplatz des Coswiger SV und hätte sicherlich eine größere Zuschauerkulisse als die spärlichen 55 Zuschauer verdient gehabt. Aber die Kälte, trotz Sonne, hat wohl doch einige Zuschauer abgehalten. Die Bannewitzer konnten aufgrund von Krankheit, Verletzungen und Urlaub nur mit 14 Spielern anreisen, aber die waren voll motiviert und das über 90 Minuten. Die Bannewitzer übernahmen sofort das Kommando und dominierten das Spiel. Zwar gelang zu Beginn noch nicht alles, und die Bannewitzer Angreifer liefen häufig ins Abseits, aber das sollte bald besser werden. Bannewitz versuchte verstärkt, über die Außen hinter die Coswiger Abwehr zu kommen, und das sah gut aus, auch wenn noch nicht alles klappte und zählbare Erfolge erstmal ausblieben. In der 8. Minute war es dann aber schon so weit. Die Bannewitzer fingen einen Coswiger Einwurf in deren Spielhälfte ab, der Ball wurde Markus Stephan in den Lauf gespielt, der souverän von der linken Seite zur Bannewitzer 1:0-Führung verwandelte. Dieses Tor gab den Bannewitzern Sicherheit und spornte sie noch mehr an. Die Angriffe der Coswiger wurden bereits im Mittelfeld abgefangen und in eigene Angriffe umgepolt, doch immer wieder kam die Abseitsfahne. Die Bannewitzer bauten ihre Angriffe in aller Ruhe von hinten auf und im Mittelfeld wussten sich die Coswiger häufig nur durch kleinere Fouls zu helfen. Die daraus resultierenden Freistöße waren ein gefundenes Fressen für Kevin Moraweck und brachten immer große Gefahr fürs Coswiger Tor. So auch in der 15. Minute, als ein Freistoß hoch in die linke Strafraumseite segelte, per Kopfball abgelegt wurde, Jakob Schulz verpasste den Ball, doch Paul Szuppa war zur Stelle und schlug den Ball aufs Tor, aber der Coswiger Keeper fischte sich den Ball mit einer guten Parade. Den Coswigern fehlte es an Mumm und Ballsicherheit und so blieben echte Chancen Fehlanzeige. Daniel Scheuermann musste durch seine Mitspieler warm gehalten werden, die ihn immer wieder in den Spielaufbau einbanden. In der 18. Minute hätte eigentlich nach einem kurz ausgeführten Bannewitzer Eckball und Flanke von Michel Böhme in den Coswiger Strafraum das 0:2 fallen müssen, aber gleich drei Bannewitzer verpassten im Fünfmeterraum. Nach einem Foul an Paul Szuppa auf der linken Seite zog Kevin Moraweck den Freistoß in den Coswiger Strafraum, der Ball tickte vor dem Coswiger Torhüter im Fünfer auf und landete zur Überraschung aller am Pfosten – Glück für Coswig. Nach einer Flanke von Martin Neubert von der linken Seite konnte der Coswiger Keeper in der 38. Minute den Ball gerade noch per Faustabwehr vor dem heranrauschenden Markus Stephan klären. Doch nur eine halbe Minute später war er machtlos, als nach einer Schulz-Flanke in den Coswiger Strafraum Bruno Schneider plötzlich an der Fünfmeterraumlinie völlig alleine gelassen vor ihm auftauchte und den Ball problemlos zum 2:0 für Bannewitz ins Netz schob. Nun ging es für die Coswiger deutlich zu schnell. In der 40. Minute bediente Kevin Moraweck den mitgelaufenen Markus Stephan im Strafraum mit einer flachen Hereingabe von der linken Seite, und der konnte völlig unbedrängt den Fuß hinhalten, und es stand 3:0 für Bannewitz. Mit diesem Stand ging es dann zum dringend notwendigen Aufwärmen in die Halbzeitpause.

Eine gute 2. Halbzeit bringt nochmals drei Bannewitz-Tore

Bannewitz machte nach Wiederanpfiff sofort deutlich, dass man mit dem 3:0 noch nicht zufrieden war und mehr wollte. Coswig war völlig überfordert und als Martin Neubert dann in der 47. Minute mit einer Kopfballverlängerung von Paul Szuppa kurz vor dem Coswiger Strafraum angespielt wurde, mit dem Ball in den Strafraum lief und vom Coswiger Torhüter nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte, gab es Elfmeter für Bannewitz. Jakob Schulz legte sich den Ball zurecht und ließ dem Coswiger Keeper keine Chance – 4:0 für Bannewitz. In der 50. Minute bekam dann Daniel Scheuermann nach einem Coswiger Freistoss mal etwas zu tun, aber er konnte den Ball in Kooperation mit seinen Abwehrspielern entschärfen. In der 50. Minute gab es dann erneut einen Strafstoß für Bannewitz, auf Hinweis des Linienrichters, der ein Foul an Markus Stephan gesehen hatte, das der Schiedsrichter wohl übersehen hatte. Dieses Mal legte sich Michal Musil den Ball auf den Punkt und verwandelte in der 53. Minute souverän zum 5:0 für Bannewitz. Bannewitz hatte das Spiel voll und ganz im Griff und schaltete nun einen Gang zurück, ohne aber an Gefährlichkeit zu verlieren; von Coswig kaum nun fast gar nicht mehr. Fast zwangsläufig zog Paul Szuppa seinen Gegenspielern in der 62. Minute davon, legte im Strafraum auf den mitgelaufenen Patrick Wolf quer, und der kam zu seinem ersten Tor für die 1. Mannschaft des SV Bannewitz. Markus Stephan hatte in der 66. Minute nach Pass des inzwischen eingewechselten Maximilian Baldus von links das 7:0 auf dem Fuß, als er frei vor dem Torhüter auftauchte, aber am Coswiger Keeper scheiterte. Dieser konnte auch einen gut geschossenen Moraweck-Freistoß in der 70. Minute glänzend parieren. Das Spiel war nun durch und es passierte spielerisch nicht mehr viel. Dumm für Bannewitz war allerdings, dass sich Michel Böhme in der 85. Minute noch eine Gelb-Rote Karte einhandelte und somit im Spitzen-Spiel gegen Mittweida in zwei Wochen fehlen wird.

Die Bannewitzer haben sich mit diesem Kantersieg gegen den Tabellenletzten auf Platz 5 der Tabelle vorgeschoben. Das macht das Spiel gegen Mittweida in zwei Wochen noch einen Tick interessanter. Allerdings sollten die Bannewitzer nicht vergessen, dass Mittweida der Tabellenführer und Coswig der Tabellenletzte ist und sie somit in zwei Wochen ein ganz anderes Kaliber an Mannschaft erwartet.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Daniel Scheuermann (TW), Paul Szuppa, Michel Böhme, Michal Musil, Kai Mittag, Martin Neubert (51. Maximilian Baldus), Jakob Schulz, Bruno Schneider, Oliver Werner (56. Patrick Wolf), Kevin Moraweck, Markus Stephan; Auswechselspieler: Patrick Richter (ETE), Patrick Wolf, Maximilian Baldus

Karl-Heinz van Pée