Nach gefühlten 100 vergebenen Torchancen in der ersten Halbzeit verliert der SV Bannewitz in Gröditz mit 0:3

Durch die Siege in den letzten beiden Spielen gegen Sebnitz und Striesen hatten die Bannewitzer Selbstvertrauen getankt und reisten mit gutem Gefühl zum Tabellen Nachbarn nach Gröditz, wo man eigentlich auch immer ganz gut ausgesehen hatte. Entsprechend spielten die Bannewitzer auch und diktierten von Anfang an das Spiel. Bei Gröditz lief nicht viel zusammen und ein Bannewitzer Angriff nach dem anderen brachte Gröditz mächtig in Bedrängnis. Die Bannewitzer kamen viel über beide Flügel, hatten eine gute Raumaufteilung und waren auch spielerisch hoch überlegen. Patrick Richter musste in der 10. Minute zwar einen Gröditzer Schuss per Faustabwehr klären, aber ansonsten blieben die Gröditzer äußerst harmlos. Selbst Bannewitzer Geschenke, wie unnötige Fehlpässe beim Spielaufbau im Mittelfeld, konnten sie nicht nutzten und ließen sich von den Bannewitzern den Ball gleich wieder abnehmen. So entwickelte sich ein sehr einseitiges Spiel und die Bannewitzer Führung lag förmlich in der Luft. In der 21. Minute kam Bannewitz gleich zu einer Doppelchance, bezeichnenderweise aus einem Gröditzer Einwurf auf Höhe des Strafraums heraus. Der Einwurf ging zum Gröditzer Torhüter, aber ein Bannewitzer zwang diesen sofort zu einem hastigen Abspiel, das bei Martin Neubert landete, der spielte in den Strafraum zu Paul Szuppa, der sofort abzog, aber der Gröditzer Torhüter konnte gerade noch abwehren. Der Ball landete aber erneut bei Paul Szuppa, der wieder sofort schoss, aber der Gröditzer Keeper brachte irgendwie die Hände noch an den Ball und klärte zur Ecke. Als der Ball nach der kurz gespielten Ecke in den Strafraum kam, war Niko Biljesko mit dem Kopf dran, aber der Ball landete nur am linken Pfosten. In der 32. Minute zog Kevin Moraweck mal aus 30 Metern ab, aber der Gröditzer Torhüter konnte den gut geschossen Ball halten. Die Bannewitzer Chancen häuften sich, aber der Ball wollte nicht über die Linie. Im Gröditzer Strafraum war ständig Vollversammlung, und es war schwer, irgendwie den Ball durch diese vielen Beine über die Torlinie zu bugsieren. Den Bannewitzern gelang es einfach nicht. In der 44. Minute hatten die Bannewitzer die Führung mal wieder auf dem Fuß, als ein Eckball von Kevin Moraweck gefährlich nahe vors Tor kam, der Gröditzer Torhüter den halbhohen Ball verfehlte, aber die Bannewitzer den Ball einfach nicht ins Tor bekamen. So ging es mit einem für die Gröditzer mehr als schmeichelhaften 0:0 in die Halbzeitpause; es hätte auch 3:0 oder 4:0 für Bannewitz stehen können, ja eigentlich müssen. Irgendwie kam so klammheimlich das Gefühl auf, dass sich das mit den vergebenen Chancen noch rächen könnte.

Gröditz geht in Führung und alle reiben sich verwundert die Augen

Eigentlich begann die 2. Halbzeit, wie die 1. aufgehört hatte, nämlich mit Bannewitzer Angriffsspiel. Aber dann passierte in der 59. Minute das, was keiner erwartet hätte: Gröditz ging in Führung. Ein Freistoß von kurz hinter der Mittellinie in der Bannewitzer Hälfte segelte eigentlich harmlos in den Bannewitzer Strafraum und hätte problemlos von Michael Brückner abgewehrt werden können, aber der rutschte aus, der Ball tickte auf und landete genau auf dem Kopf eines Gröditzers, der vor Überraschung nicht mehr ausweichen konnte und so landete der Ball zur völlig unverdienten Gröditzer 1:0-Führung im Bannewitzer Kasten. Die Bannewitzer haderten mit der Ungerechtigkeit der Welt und des Fußballs im Besonderen. Die Gröditzer witterten plötzlich Morgenluft und versuchten nachzulegen. Aber so richtig wollte dies nicht gelingen und Bannewitz kam wieder besser ins Spiel, allerdings gelang es nicht mehr, den enormen Druck aus der 1. Halbzeit wieder aufzubauen. Kevin Morawecks Schuss aus 25 Metern in der 65. Minute konnte der Gröditzer Keeper gerade noch mit den Fäusten abwehren, aber ansonsten gab es kaum noch zwingende Torchancen für Bannewitz. Der Genickbruch für Bannewitz kam dann in der 73. Minute. Ein eigentlich harmloser Eckball landete auf Höhe des Fünfmeterraums bei einem Gröditzer, der den Ball irgendwie Richtung Tor weiterleitete, wo ein anderer Gröditzer nur noch den Kopf hinhalten musste, und es stand 2:0 für Gröditz dank eines Bannewitzer Sekundenschlafs in der Abwehr. Jetzt noch das nachzuholen, was in der ganzen 1. Halbzeit schon nicht geklappt hatte, daran glaubte eigentlich kein Bannewitzer mehr, aber sie ließen sich trotzdem nicht hängen und versuchten, zum Anschlusstreffer zu kommen. Das schuf natürlich Räume für Gröditzer Konter und die Bannewitzer gerieten nun doch des Öfteren in Bedrängnis und des führte dann auch zu einer zweiten Gelben Karte und damit zu Gelb-Rot für Kai Mittag, den die Bannewitzer im nächsten Spiel schmerzlich vermissen werden. Ein Gröditzer Konter in der 88. Minute besiegelte dann die bittere Bannewitzer 3:0-Niederlage. Nach dem Spiel fragten sich die Bannewitzer, wie sie ein solches Spiel nur verlieren konnten, und die Gröditzer wollten es kaum glauben, dass sie nicht die Verlierer waren – Fußball kann manchmal grausam sein!

Für die Bannewitzer gilt es nun, dieses Spiel schnell abzuhaken und sich voll und ganz auf das schwere Heimspiel gegen Hainsberg am kommenden Sonntag zu konzentrieren.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Paul Szuppa, Michael Brückner, Michel Böhme Michal Musil, Kai Mittag (C), Martin Neubert (56. Oliver Werner), Jakob Schulz, Bruno Schneider (56. William Brüggemann), Kevin Moraweck, Niko Biljesko (68. Toni Sanbar); Auswechselspieler: Daniel Scheuermann (ETW), William Brüggemann, Patrick Wolf, Paul Müller, John Rabe, Toni Sanbar, Oliver Werner

 

Die 2. Mannschaft des SV Bannewitz gewinnt das Auswärtsspiel gegen die 2. Mannschaft von Pesterwitz  verdient mit 4:2

Besser als die 1. Mannschaft des SV Bannewitz hat es an diesem Wochenende die 2. Mannschaft gemacht. Sie besiegte Pesterwitz 2 Im letzten Spiel der Saison 2016/17 war man in Pesterwitz gegen die damalige 3. Mannschaft von Pesterwitz noch mit 5:0 untergangen. Aus der damaligen Bannewitzer Mannschaft waren standen noch sechs Spieler auf dem Feld, die aber dieses Mal auch ein deutlich besseres Spiel zeigten. Toni Sanbar, der vom FC Dresden gekommen war, führte sich gleich mit drei Toren in der 1. Halbzeit ein und dürfte auch für die 1. Mannschaft eine Verstärkung darstellen, wenn er sich konditionell verbessert. Edison Cakoli besorgte den vierten Treffer für Bannewitz mit einem satten Schuss. In der 2. Halbzeit, in de Bannewitz nichts mehr anbrennen ließ. Der neue Bannewitzer Übungsleiter der 2. Mannschaft, Markus Stephan kann mi seinen Jungs zufrieden sein, die, wenn sie auch noch trainieren würden, sicherlich noch um einiges besser spielen könnten.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz 2: Christian Scheffler (TW, C), Stephan Salzmann, Adilah Mizwar Utomo, Rico Dietze, Toni Sanbar, Paul Müller, Moritz Löhmann (78. Ronny Dietze), Edison Cakoli, Felix Augustin, Bruno Schneider, Patrick Wolf (32. Erik Löchel); Auswechselspieler: Erik Löchel, Ronny Dietze

Karl-Heinz van Pée