Der SV Bannewitz gewinnt das Pokalspiel gegen Striesen dank drei gehaltener Elfmeter mit 3:0

Es war Pokal angesagt, an der Rosentitzer Straße. Mit Striesen kam ein Gegner, gegen den Bannewitz vor einigen Wochen in einem Vorbereitungsspiel unentschieden gespielt hatte. Voraussagen waren schwer, Favoriten gab es keinen und somit konnte ein spannendes Spiel erwartet werden. Es entwickelte sich ein Spiel, das von den Abwehrreihen dominiert wurde. Beide Teams standen hinten gut, taten sich aber schwer, einen geordneten Spielaufbau hin zu bekommen und Bälle in die Spitze funktionierten nicht so richtig. So gab es in der 1. Halbzeit eigentlich keine zwingenden Chancen und selbst Standards brachten keine Gefahr fürs gegnerische Tor. Das Spiel war ein Abnutzungskampf und gegen Ende der 1. Halbzeit schien es, als ob die Striesener schon etwas abgenutzter als die Bannewitzer waren. Die 1. Halbzeit ging so mit einem leichten Vorteil für die Bannewitzer zu Ende und man durfte gespannt sein, ob in der 2. Halbzeit bei einer der beiden Mannschaften der Knoten platzen würde, denn Eines war klar, ein grober Fehler wäre tödlich.

Auch in der 2. Halbzeit blieben zwingende Chancen Mangelware

Gefahr gab es in der 2. Halbzeit durch Standards, aber die Abwehrreihen waren zu vielbeinig und die Stürmer hatten wohl kein Zielwasser getrunken. Spannend blieb es aber allemal. Die größte Chance für Striesen gab es in der 32. Minute. Als ein Striesener plötzlich durch war und im Strafraum vor dem Bannewitzer Torhüter auftauchte, der ihm aber den Ball vom Fuß nehmen konnte. In der 88. Minute erzielte Bannewitz ein Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter vorher abgepfiffen, denn er hatte ein Foulspiel am Striesener Torhüter gesehen - eine Fehlentscheidung. So blieb es beim 0:0 und es ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung gab es mehr Krämpfe als Torchancen

Die Partie hatte beide Mannschaften enorm viel Kraft gekostet und es war klar, dass ein Fehler die Entscheidung bringen würde. Aber keines der beiden Teams konnte die sich bietenden Chancen nutzen und auch die Verlängerung spiegelte das gesamte Spiel wider: die Abwehrreigen dominierten, die Angreifer waren eher harmlos. Ergebnis: Elfmeterschießen.

Patrick Richter hält drei Elfmeter

Die Spannung war auf dem Höhepunkt und es war die Bannewitzer, die den ersten Schuss hatten. Maximilian Genschmar eröffnete das Elfmeterschießen und er erledigte mit seinen 18. Jahren seine Aufgabe souverän und ließ dem Striesener Keeper keine Chance. Das nächste Duell hieß Patrick Richter im Bannewitzer Tor gegen Horst Rau. Patrick Richter blieb lange, sehr lange, unbeweglich stehen und dann war er blitzschnell da, wo der von Horst Rau geschossenen Ball ins Tor sollte, aber eben nicht hineinkam, da Patrick Richter ihn toll abwehrte. Michal Musli, der zweite Elfmeterschütze für Bannewitz, verwandelte seinen Elfer gewohnt sicher und so stand es 2:0 für Bannewitz. Der nächste Striesener legte sich den Ball zurecht, aber auch er scheiterte an Patrick Richter. Michel Böhme legte sich als dritter Bannewitzer Schütze den Ball auf den Punkt und auch er ließ dem Striesener Torhüter keine Chance und Bannewitz führte 3:0. Damit lag die ganze Last auf dem vierten Striesener, denn wenn er nicht verwandelt, wäre Bannewitz im Pokal weiter. Es knisterte – würde Patrick Richter auch den dritten Elfer halten? Ja, auch den dritten Elfmeter hielt er und dann wurde er das Opfer seiner Bannewitzer Mitspieler, die 1,97 Meter einfach unter sich begruben und ihrem Jubel freien Lauf ließen. Man darf nun gespannt sein, wer den Bannewitzern am 7.9. als Gegner zugelost wird.

Eins ist aber auch eindeutig: Die Bannewitzer haben sich gegenüber den ersten beiden Meisterschaftsspielen eindeutig verbessert und der Pokalsieger sollte den Bannewitzern Selbstvertrauen für das Spiel am nächsten Samstag in Gröditz geben.

Mannschaftsaufstellung Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Michael Brückner, Michel Böhme, Michal Musil, Kai Mittag (C), Jakob Schulz, Bruno Schneider (75. Martin Neubert), Oliver Werner (97. William Brüggemann), Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Maximilian Elske, William Brüggemann, Martin Neubert, John Rabe, Patrick Wolf

Karl-Heinz van Pée