1. Mannschaft

Fussball 1. Mannschaft

Nach der Saison ist vor der Saison: die Vorbereitungsspiele der 1. Mannschaft

Kaum ist die Saison 2016/17 vorbei, beginnt die Vorbereitung auf die Saison 2017/18. Nach nur drei Wochen Pause beginnt bereits am 7.7.2017 wieder das Training und vom 14.-16. Juli geht's ins Trainingslager. In der darauf folgenden Woche steht schon das erste Vorbereitungsspiel an und dann geht es Schlag auf Schlag bis zum Landespokalspiel am ersten Augustwochenende und am darauffolgenden Wochenende beginnen die Punktspiele.

Hier die Termine der Vorbereitungsspiele:

22.07., 15:00 Uhr, Heimspiel gegen Laubegast

27.07., 18:45 Uhr, Heimspiel gegen Wacker Leuben

30.07., 13:00 Uhr, Auswärtsspiel gegen Striesen

01.08., 19:00 Uhr, Auswärtsspiel gegen Borea

Wir würden uns über zahlreiche Zuschauer sehr freuen.

Karl-Heinz van Pée

Keine der beiden Mannschaften hatte aufgrund der verschneiten Plätze eine befriedigende Saisonvorbereitung und Jens Hieckmann, als neuer Trainer des SV Bannewitz hatte einen Großteil seiner Spieler noch nie in einem Spiel gesehen. – für keine der beiden Mannschaften gute Voraussetzungen für das prestigeträchtige Bannewitzer Ortsderby. Ein positives Signal auf Bannewitzer Seite war, dass Bannewitz mit 21 Spielern anreiste, da auch Spieler der 2. Mannschaft mit angereist waren, um, wenn notwendig, dankenswerter Weise einzuspringen. Weshalb nur 95 Zuschauer das Spiel sehen wollten, ist unklar, aber die, die nicht kamen, haben auf jeden Fall etwas verpasst, denn es entwickelte sich ein gutes und spannendes Spiel. Possendorf kam in der 5. Minute bereits zum ersten Eckball, aber nur eine Minute später kamen die Bannewitzer nach einem tollen Spielzug zur 1:0-Führung durch Florian Schmieder. Die Possendorfer Abwehr wirkte unsortiert und sehr überrascht, und das hatte sich auch bis zur 12. Minute noch nicht geändert, denn da gelang Florian Schmieder das 2:0. In der 17. Minute hätte der Bannewitzer Kapitän, Michal Musil, fast noch auf 3:0 erhöht, da die Possendorfer Abwehr immer noch nicht so recht im Bilde war. Dies galt auch für die 18. Minute, als ein Bannewitzer frei zum Kopfball kam, aber diesen neben das Tor setzte. Aber dann nahm Possendorf das Heft in die Hand und die Bannewitzer verloren etwas die Kontrolle. So kam der 1:2-Anschlußtreffer für Possendorf in der 25. Minute nicht ganz unerwartet. In der Folgezeit agierte Possendorf mit langen Bällen und das Bannewitzer Mittelfeld bekam keinen Zugriff auf das Spiel; die Bälle wurden zu früh verloren und der Angriffsschwung war unterbrochen. Doch diese Phase dauerte nicht allzu lange und in der 35. Minute kamen die Bannewitzer wieder zu einer hervorragenden Torchance, aber der Possendorfer Keeper kratzte den Kopfball mit einer tollen Parade gerade noch von der Torlinie. Nur vier Minuten später war es erneut Florian Schmieder, der sich nach einer Possendorfer Ecke den Ball eroberte und Richtung Possendorfer Tor marschierte, das völlig verweist war, da der Possendorfer Torhüter weit davor stand, aber Florian Schmieder hat das wohl nicht erkannt. Er zog vor dem Strafraum in die Mitte, aber sein Schuss wurde abgeblockt. Die 41. Spielminute brachte dann schon die nächste Bannewitzer Chance, aber der Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Daniel Scheuermann musste in der 45. Minute alles aufbieten, um den Possendorfer Ausgleich zu verhindern, aber aus dieser Possendorfer Chance entwickelte sich dann erneut eine hochkarätige Chance für Florian Schmieder, aber dessen Heber über den erneut sehr weit vor seinem Tor stehenden Possendorfer Keeper konnte von diesem gerade noch über seinen Kasten gelenkt werden. So blieb es zur Halbzeit bei der hochverdienten Bannewitzer 2:1-Führung.

Die erste erwähnenswerte Chance in der 2. Halbzeit hatten die Bannewitzer. In der 57. Minute setzte sich Florian Schmieder sehr schön auf der rechten Seite durch, lief fast bis auf die Torauslinie, aber sein Pass in die Mitte auf den mitgelaufenen Martin Neubert konnte gerade noch von einem Possendorfer Spieler abgewehrt werden. Die 62. Minute brachte dann eine gute Possendorfer Chance, die aber nichts Zählbares einbrachte. Markus Stephan setzte sich in der 74. Minute auf der linken Seite durch und lief allein auf den Possendorfer Torwart zu, aber dieser fischte sich den Flachschuss gekonnt. Die 78. Minute brachte dann wieder einmal Gefahr für das Bannewitzer Tor, aber der Kopfball ging über den Bannewitzer Kasten. Daniel Scheuermann bewahrte dann in der 87. Minute die Bannewitzer mit einer Fußabwehr vor dem Ausgleich und in der 90. Minute hatten die Bannewitzer das Glück des Tüchtigen, als gleich zwei Possendorfer den Ball aus aussichtsreichen Positionen nicht im Bannewitzer Kasten unterbringen konnten. So blieb es beim alles in allem verdienten Bannewitzer 2:1-Erfolg, der den Bannewitzern Selbstvertrauen für das Spiel am kommenden Sonntag gegen den Tabellenführer aus Großenhain geben sollte.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Daniel Scheuermann (TW), Sebastian Kramer, Florian Schmieder(78. Bruno Schneider), Marc Straßberger (85. Christian Rose), Michal Musil (C), Kai Mittag, Martin Neubert, Felix Augustin, Jakob Schulz, Oliver Werner, Markus Stephan (89. Florian Werner); Auswechselspieler: Enrico Dietze (ETW), Florian Werner, Moritz Löhmann, Christian Rose, Marius Nath, Bruno Schneider, Alexander Hildebrandt

Zusätzliche Spieler, die nicht mehr auf das Spielformular durften: Rico Dietze, Florian Hensel

Videoclips vom Spiel gibt’s wie üblich auf Fussball.de

Karl-Heinz van Pée

Die bisherige Rückrunde lief für die Bannewitzer sehr gut und man wollte sich unbedingt für die Hinrundenniederlage, bei der den Bannewitzern nur wenige Stammspieler zur Verfügung gestanden hatten, revanchieren. Da der Abstieg der Heidenauer aber bereits feststand, ging es in dem Spiel allerdings nicht mehr so richtig um etwas. Dies war dem Spiel dann auch anzumerken. Die Bannewitzer taten sich zu Anfang schwer, ins Spiel zu kommen und ließen etwas den Biss vermissen. Andererseits rissen die Heidenauer auch keine Bäume aus, so dass die Bannewitzer so nach 20 Minuten langsam ins Spiel kamen. Die erste echte Bannewitzer Chance entwickelte sich aus einem von Marc Straßberger in den Heidenauer Strafraum geschlagenen Freistoß und einer Unsicherheit des Heidenauer Torhüters, aber Jakob Schulz kam nicht richtig an den Ball. Die nächste Bannewitzer Chance gab es nur zwei Minuten später, als Paul Szuppa versuchte einen von Marc Straßberger geschlagenen Eckball mit einem Seitfallzieher aufs Heidenauer Tor zu bringen, aber der Ball landete an der Brust eines Heidenauers und der Nachschussversuch von  Jakob Schulz wurde abgeblockt und dann vom Heidenauer Torhüter gehalten. Die Heidenauer verzeichneten in der 24. Minute eine gute Chance nach einem schnellen Angriff über die linke Seite. Der Schuss aus etwas spitzem Winkel konnte von Daniel Scheuermann nur in die Strafraummitte abgewehrt werden und Bannewitz konnte von Glück sagen, dass kein Heidenauer zur Stelle war. In der 31. Minute hatten die Heidenauer eine Kopfballchance nach einem Freistoß, aber der Ball ging doch deutlich über das Bannewitzer Gehäuse. Marc Straßberger kam in der 37. Minute aus 25 Metern und zentraler Position zum Abschluss, aber sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Daniel Scheuermann musste in der 39. Minute nach einem unnötigen Bannewitzer Ballverlust in der eigenen Spielhälfte erneut eingreifen, konnte den Ball aber sicher parieren. Ein schneller Bannewitzer Angriff in der 39. Minute über Markus Stephan, der einen langen Pass in den Lauf von Paul Szuppa spielte, brachte das 1:0 für den SVB. In der 43. Minute wäre fast noch das 2:0 für Bannewitz gefallen, als die Bannewitzer drückten und ein von Florian Werner von rechts in den Strafraum gespielter Ball gerade noch vor dem lauernden Paul Szuppa von einem Heidenauer Verteidiger zur Ecke abgewehrt werden konnte. So ging es mit der Bannewitzer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Die Bannewitzer dominierten die 2. Halbzeit, kamen aber erst ganz zum Schluss zum zweiten Tor

Es dauerte ziemlich lange, bis in der 2. Halbzeit etwas Berichtenswertes passierte. In der 61. Minute trugen Paul Szuppa und Markus Stephan einen schnellen Konter über die linke Seite vor, Paul Szuppa kam zwar bis zur Grundlinie durch, aber dort rutschte ihm dann der Ball über die Torauslinie – trotzdem war’s ein schöner Angriff. Die 69. Minute brachte einen Heidenauer Angriff, aber der Kopfball von der Strafraumitte ging ohne Gefahr fürs Bannewitzer Tor zu bringen, vorbei. Die sehenswerte Bannewitzer Angriffsaktion in der 76. Minute hätte mehr verdient gehabt: Der inzwischen für Bruno Schneider ins Spiel gekommene Edison Cakoli fing in der Mitte der Heidenauer Spielhälfte einen Heidenauer Pass ab und lupfte den Ball gefühlvoll über die Heidenauer Abwehrspieler hinweg in den Lauf von Paul Szuppa, aber ein Heidenauer Abwehrspieler hatte Lunte gerochen und war vor Paul Szuppa am Ball. Beim 2:0 für den SVB in der 90. Minute hatte Edison Cakoli erneut seine Füße im Spiel, als er mit Kai Mittag zusammen mit einem Doppelpass die Heidenauer Abwehr ausspielte und Kai Mittag mustergültig bediente, so dass dieser freie Bahn hatte und sicher zum 2:0 einschoss.

Dieser 2:0 Sieg sicherte den Bannewitzern den 8. Tabellenplatz nach einer Saison, die sehr stark begann, dann ein enormes Tief aufzuweisen hatte und dann nach etwas Anlaufschwierigkeiten in einer insgesamt sehr starken Rückrunde endete. Bannewitz stand nach dem 7. Spieltag auf Platz zwei. Ob es an zu viel Träumerei lag, dass dann eine Phase mit sechs Niederlagen und einem Unentschieden folgte ist zumindest diskussionswürdig, aber Tatsache ist, dass die Mannschaft in der zweiten Hälfte der Hinrunde völlig von der Rolle und ohne Selbstvertrauen war. Dies führte zu einem Trainerwechsel, wobei der neue /alte Trainer, Jens Hieckmann, erst sehr spät gefunden wurde. Dies resultierte trotz enormen Engagements vieler Spieler in einer alles anderen als optimalen Vorbereitung auf die Rückrunde. Dass dann das Derby in Possendorf gewonnen wurde, lag wohl eher daran, dass Possendorf die Bannewitzer völlig unterschätzt hatten und die Bannewitzer hochmotiviert waren. Die nachfolgenden Spiele gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, wie Großenhain, Mittweida, Stahl Freital und Hainsberg verliefen durchwachsen, wobei man der Mannschaft anmerkte, dass sie immer besser ins Spiel kam, auch konditionell zulegte und hoch konzentriert wie in den Spielen gegen Stahl Freital und Hainsberg zu Werke gehen konnte. Einen kurzen, aber höchst gefährlichen Tiefpunkt gab es dann im Spiel gegen Hartmannsdorf, einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Dieser Einbruch brachte den SVB zum ersten Mal in dieser Saison sogar auf einen Abstiegsplatz, hinter Heidenau und Hartmannsdorf. Doch dann kamen die Spiele gegen die hinter dem SVB positionierten Mannschaften Meißen und Kreinitz, die beide souverän gewonnen wurden, wobei die Bannewitzer auch gleich etwas für das echt miese Torverhältnis taten. Die Bannewitzer Siegesserie setzte sich noch in den Spielen gegen Sebnitz und Coswig fort und wurde dann durch die Heimniederlage gegen Gröditz gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt war Bannewitz die Abstiegssorgen noch nicht zu 100% los, aber eigentlich konnte nichts mehr passieren. Alles klar machten die Bannewitzer dann durch den tollen Auswärtssieg in Wilsdruff, der die Bannewitzer auch noch auf den 8. Tabellenplatz hob und somit war das Spiel gegen Heidenau eigentlich nur noch ein Muster ohne Wert, aber die Bannewitzer Spieler wollten sich im letzten Heimspiel der Saison mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden, was auch gelang.

Als Fazit bleibt: stark begonnen, mehr als stark nachgelassen, sich aufgerappelt und einen starken Abgang hingelegt- Gratulation, insbesondere für die sehr starke Rückrunde! Dies hätte allerdings ohne unser engagiertes Trainerteam mit Jens Hieckmann, Jens Hildebrandt und Jörg Schutz und der Unterstützung durch den Abteilungsleiter Fußball Bernd Lindner und die ganzen Fans nicht funktioniert. Ihnen allen möchte ich hiermit herzlich danken. Die Mannschaft wird das Training am 7.7.2017 wieder aufnehmen und vom 14.-16.7. geht’s ins Trainingslager nach Tschechien; den Sponsoren des Trainingslagers möchte ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls herzlich danken.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Daniel Scheuermann (TW; 46. Christian Scheffler), Felix Augustin, Florian Werner, Paul Szuppa, Michael Brückner, Kai Mittag, Jakob Schulz, Bruno Schneider (74. Edison Cakoli), Marc Straßberger (58. Martin Neubert), Oliver Werner, Markus Stephan (C); Auswechselspieler: Christian Scheffler (ETW), Edison Cakoli, Martin Neubert

Karl-Heinz van Pée

Zu allererst möchte ich mich bei all denen entschuldigen, die schon sehnsüchtig auf diesen Spielbericht und die Videos gewartet haben, aber es ging dieses Mal eben nicht schneller.

Eigentlich war ja für den SV Bannewitz vor dem Spiel schon alles klar, absteigen konnte man nicht mehr. Aber das mit dem „eigentlich“ ist so eine Sache, denn einige werden sich noch erinnern: vor ein paar Jahren brauchte Bannewitz auch nur noch einen Punkt, um punktemäßig sicher zu sein, und das Torverhältnis war auch um einiges besser, als das von Lichtenberg – aber wie das damals ausging ist ja bekannt. So etwas durfte nicht noch einmal passieren. Deshalb musste gegen Wilsdruff ein Punkt her, auch wenn das Torverhältnis dieses Mal noch sehr viel stärker für Bannewitz sprach, aber sicher ist sicher und auf das letzte Spiel wollte man es nicht ankommen lassen.

Bei beiden Mannschaften fehlten einige Stammspieler, aber das ist nun mal so und damit mussten beide Mannschaften zurechtkommen: Jammern gilt nicht!

Wilsdruff begann sehr ruhig, sein Spiel aufzuziehen, bei dem man den Eindruck gewann, dass sie die Bannewitzer einschläfern wollten, um sobald der erste Bannewitzer die Augen zumacht zuzuschlagen. Aber den Bannewitzern war’s zu warm zum Einschlafen und sie blieben wach und fingen die Wilsdruffer Angriffe, die sich dann doch so nach und nach über die Außen entwickelten, ganz gut ab. Wenn die Wilsdruffer dann doch mal in den Strafraum oder zu einem Eckball kamen, war Daniel Scheuermann zur Stelle, bevor es wirklich gefährlich werden konnte. So ging es gut 10 Minuten, bis dann die Bannewitzer anfingen, eigene Angriffe zu starten. Sie taten das aber ganz anders als die Wilsdruffer, nämlich schnell und mit steilen Pässen. Das klappte anfangs zwar noch nicht optimal, weil entweder der Pass oder der angespielte Spieler zu schnell und dann im Abseits war, aber die Bannewitzer deuteten ihre Gefährlichkeit an. In der 19. Minute waren die Bannewitzer bei einem Wilsdruffer Einwurf allerdings doch nicht ganz wach und plötzlich stand ein Wilsdruffer völlig frei, aber ein Bannewitzer war dann doch schnell zur Stelle und konnte den Schuss abblocken. Der Freistoß von Marc Straßberger in der 22. Minute sah eigentlich gar nicht so gefährlich aus; er kam zwar schön in den Strafraum gesegelt, aber der Gegenspieler von Jakob Schulz sah die Gefahr offenbar nicht so recht kommen, und Jakob Schulz bedankte sich mit dem 1:0 für Bannewitz. Wilsdruff versuchte es weiter, aber so richtig zwingende Aktionen, wie in der 34. Minute, gab es wenige. Wilsdruff griff nach einem abgefangenen Bannewitzer Angriff mal schnell über die rechte Seite an, kam bis zur Torauslinie durch, der Pass in die Mitte landete bei einem Wilsdruffer, dessen Schuss konnte aber abgeblockt werden und den Nachschuss aus spitzem Winkel parierte Daniel Scheuermann; das hätte für den SVB ins Auge gehen können. Nur vier Minuten später machte es Bannewitz besser. Ein schneller Konter, eingeleitet von Marc Straßberger, der den Ball kurz hinter der Mittellinie auf den weiter vorne postierten Markus Stephan spielte, der drehte sich sofort Richtung Tor, spielt gleich zwischen zwei Wilsdruffer Abwehrspielern hindurch in den Lauf von Paul Szuppa und der hatte plötzlich nur noch den Wilsdruffer Torhüter vor sich und chippte den Ball unerreichbar für diesen über ihn zum 2:0 für den SVB ins Wilsdruffer Gehäuse. Ein sehenswerter Spielzug und ein ebensolcher Abschluss! Mit 2:0 für Bannewitz ging es in die Halbzeitpause.

Wilsdruff ging mit Schwung in die 2. Halbzeit, verlor ihn dann aber schnell wieder

Die erste Chance in der 2. Halbzeit eröffnete sich den Bannewitzern, als Paul Szuppa in der 47. Minute kurz vor der Strafraumgrenze gefoult wurde, aber der Freistoß von Marc Straßberger konnte von der Wilsdruffer Mauer abgefangen werden, Dann aber übernahm Wilsdruff das Spielgeschehen und drückte auf den Anschlusstreffer, aber die Bannewitzer standen gut und ließen nichts anbrennen. Nach etwa 10 Minuten ließ dann der Wilsdruffer Druck wieder nach und Bannewitz gewann wieder die Oberhand. Die 76. Minute brachte dann die Entscheidung. Paul Szuppa legte kurz hinter der Mittellinie den Ball gekonnt an seinem Gegenspieler vorbei, hat dann freie Bahn Richtung Wilsdruffer Tor und schoss den Ball am Wilsdruffer Torwart vorbei zum 3:0 für den SVB ins linke untere Eck. Wilsdruff kam noch zu einer halben Chance durch einen Schuss, aber der stellte kein Problem für Daniel Scheuermann dar. So blieb es beim hochverdienten 3:0-Sieg für den SVB. Damit war der Abstieg endgültig abgewendet und aufgrund der anderen Spielausgänge schob sich Bannewitz sogar zwei Plätze nach vorne und steht nun auf dem 8. Tabellenplatz.

Nun kann am kommenden Samstag, nach dem Heimspiel gegen Heidenau, in aller Ruhe gefeiert werden. Als Highlight wird im Rahmen dieses Spiels auch die F2-Jugendmannschaft des SVB als Staffelsieger geehrt. Es wäre schön, wenn dies vor einer großen Zuschauerkulisse geschehen würde und viele Fans mit den Bannewitzer Mannschaften dann nach dem Spiel der 1. Mannschaft feiern würden.

Mannschaftsaustellung SVB: Daniel Scheuermann (TW), Florian Werner, Paul Szuppa, Michael Brückner, Marc Straßberger, Michal Musil (C), Kai Mittag (81. Stephan Salzmann), Maximilian Elske (79. Marius Nath), Felix Augustin, Jakob Schulz, Markus Stephan; Auswechselspieler: Jens Hildebrandt (ETW), Stephan Salzmann, Marius Nath

Karl-Heinz van Pée

Bannewitz benötigte noch einen Punkt, um auch theoretisch gesichert zu sein, und den wollte man gegen Gröditz holen. Bannewitz begann gleich schwungvoll und Paul Szuppa hatte bereits in der 1. Minute eine Chance. Dann aber zeigten die Bannewitzer in den nächsten Minuten Nerven und agierten sehr nervös, insbesondere die linke Abwehrseite kam unter Druck und tat sich recht schwer. Ein dummes Foul im Mittelfeld brachte einen Freistoß für Gröditz, den Daniel Scheuermann aber mit einer Faustabwehr klären konnte. Die Bannewitzer Abwehr benötigte noch einige Zeit, um sattelfest zu werden, aber so ab der 12. Minute kam Ruhe ins Bannewitzer Spiel und Bannewitz bekam das Spiel so langsam in den Griff. Wie in den vorausgegangenen Spielen dauerte es etwas, bis das Spiel in die Spitze klappte. Anfangs waren die Bannewitzer Pässe in die Spitze entweder zu steil, oder der finale Pass blieb hängen oder die Abschlüsse waren zu schwach. Aber es wurde immer deutlicher: Bannewitz bekam das Spiel in den Griff, aber die Gröditzer waren durch lange Bälle immer wieder gefährlich. Die 29. Minute brachte dann aber die 1:0 Führung für Bannewitz: Bannewitz fing einen Gröditzer Angriff ab, ein langer Pass durch die gesamte Gröditzer Abwehr auf Markus Stephan, den der Gröditzer Torhüter eigentlich schon abgefangen zu haben schien, aber der Ball rutschte ihm am Boden liegend durch, Paul Szuppa hatte den Braten gerochen und konnte problemlos zum 1:0 für Bannewitz versenken. In der Folgezeit drehte Gröditz wieder etwas auf und die Bannewitzer Abwehr begann wieder zu schwimmen und die eigenen Angriffe waren zwar im Ansatz gut, aber mit dem Abschluss haperte es. Irgendwie kam der Gröditzer Ausgleich in der 41. Minute daher nicht völlig überraschend. Michal Musil verlor den Ball in der Gröditzer Hälfte und dann ging es ganz schnell: ein langer hoher Ball in den Lauf von Tim Zeller, der lief seinem Gegenspieler davon und spielte den Ball an dem herauslaufenden Daniel Scheuermann vorbei und konnte dann aus spitzem Winkel zum 1:1 einschieben. Dann begann die große Zeit der Fehlentscheidungen des Herrn Rich. Fast vom Anstoß weg startetet Bannewitz einen Angriff, Markus Stephan versetzte einige Gröditzer, passte nach rechts auf Florian Werner, der setzte sich schön durch, passte in die Mitte, der Gröditzer Torhüter verpasste und Paul Szuppa läuft in den Ball hinein und schiebt den Ball ins Tor, aber Herr Rich, der hervorragende Sicht auf die Szene hatte, pfiff Abseits, obwohl ein Gröditzer Abwehrspieler beim den Pass spielenden Florian Werner weit vor Paul Szuppa war – eine krasse, spielentscheidende Fehlentscheidung (siehe Video)! Somit ging es mit 1:1 in die Halbzeitpause.

Herr Rich bringt völlig unnötig Hektik ins Spiel

Die 2. Halbzeit ist gekennzeichnet durch Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, die die Spieler zu Recht aufregen und völlig unnötig aus einem ruhig und fair geführten Spiel plötzlich ein schwieriges Spiel machten. Halten wurde nicht geahndet und taktische Fouls nicht korrekt geahndet und ganz schnell wurde das Spiel hitzig, aber Gott sei Dank gab es keine groben Fouls. Spielerisch hatte der SV Bannewitz das Ganze ganz gut im Griff und kam zu einigen sehr guten Chancen. Markus Stephan hatte in der 60. Minute eine 100%ige, als er einem Gröditzer Abwehrspieler kurz vor dem Strafraum den Ball abluchste, alleine auf den Torhüter lief, aber sein Versuch, den Ball an diesem vorbei zu schieben, landete nur am Pfosten. In der 72. startete Gröditz einen schnellen Angriff über links, ein Pass in die Strafraummitte wo Alexander Hildebrandt vor einem hinter ihm laufenden Gröditzer zu klären versucht, aber dabei versenkt er den Ball unglücklich im eigenen Kasten: 2:1 für Gröditz. Zwei Minuten später forderten die Bannewitzer Elfmeter, als Markus Stephan im Gröditzer Strafraum zu Fall kam, aber die Interpretation der Situation von Herrn Rich überraschte alle: Abstoß, was schlicht und einfach nun völlig falsch war. Für Alexander Hildebrandt wurde der Tag dann auch noch zu einem völlig verbrauchten, als er für das wegstoßen eines Gröditzers die Rote Karte sah. In der 89. Minute verweigerte Herr Rich den Bannewitzern dann auch noch einen klaren Elfmeter, als ein Gröditzer an der Grundlinie im Strafraum Markus Stephan ohne eine Chance, an den Ball zu kommen, foulte. Bannewitz versuchte alles nach vorne zu werfen, um den entscheidenden Punkt zu holen, aber es blieb beim 2:1 für Gröditz, die zugaben, dass sie von der katastrophalen Schiedsrichterleistung profitiert hatten, aber dafür ja auch nichts könnten – leider wenig tröstlich für den SV Bannewitz.

Nachdem Herr Rich nun innerhalb von zwei Wochen Grund zu heftiger Klage von Vereinen gab, wäre es sicherlich klug vom Verband, sich diese Klagen zu Herzen zu nehmen, und Herrn Rich eine Pause zu gönnen, denn leider sind es die Spieler, die sich abrackern und völlig hilflos unter der schlechten Schiedsrichterleistung zu leiden haben, was sie absolut nicht verdient haben. Hoffen in den letzten beiden Spielen auf bessere Schiedsrichter, von denen es ja viele gibt.

An Pfingsten ist spielfrei und am Samstag, den 10. Juni, tritt der SV Bannewitz bei der SG Motor Wilsdruff an und hofft, dort den letzten noch fehlenden Punkt zu holen.

Mannschaftaufstellung SV Bannewitz: Daniel Scheuermann (TW), Florian Werner (76. Felix Augustin), Paul Szuppa, Michael Brückner, Michal Musil, Martin Neubert, Jakob Schulz, Alexander Hildebrandt, Oliver Werner, Marc Straßberger (55. Bruno Schneider), Markus Stephan; Auswechselspieler: Christian Scheffler, Florian Schmieder, Felix Augustin, Bruno Schneider

 Karl-Heinz van Pée