Der SV Bannewitz verliert im Landespokal gegen Stahl Freital durch zwei späte Tore

In der 2. Runde des Landespokals hatte der SV Bannewitz am Sonntag Stahl Freital zu Gast. Für die Freitaler war es erst das 2. Spiel in dieser Saison, wohingegen die Bannewitzer bereits ein Pokal- und zwei Meisterschaftsspiele hinter sich hatten. Allerdings fehlte bei den Bannewitzern immer noch nahezu der komplette Sturm und beim Aufwärmen verletzte sich auch noch Michal Brückner, so dass die Bannewitzer bereits vor Spielbeginn die Abwehr umstellen mussten.

Immerhin 125 Zuschauer hatten den Weg an die Rosentitzer Straße gefunden und sie sollten ein interessantes Spiel zu sehen bekommen.

Beide Mannschaften legten gleich richtig los und bereits in der 6. Minute kam Freital nach einem Eckball von rechts zu einer Riesenchance, als ein heranstürmender Freitaler zum Kopfball kam, diesen aber an den rechten Pfosten des Bannewitzer Gehäuses setzte. In der 10. Minute gab es dann die erste echte Bannewitzer Chance. Bruno Schneider setzte einen Freistoß von kurz vor der linken Ecke des Strafraums knapp über das Freitaler Tor. Ein Schuss von Maik Kretzschmar in der 21. Minute strich nur knapp am rechten Pfosten des Freitaler Tors vorbei. Ansonsten waren Torchancen beider Mannschaften eher selten. Das Spiel fand hauptsächlich im Mittelfeld statt und ging es dann mal bis in Strafraumnähe, waren beide Abwehrreihen zur Stelle und ließen wirklich gefährliche Situation erst gar nicht aufkommen. So waren es meist Standards, die Gefahr brachten, wie in der 23. Minute, als Jakob Schulz einen Kopfball nach einer Ecke von rechts nur knapp am linken Pfosten vorbei setzte. Glück hatten die Bannewitzer in der 25. Minute, als Kevin Moraweck als letzter Mann mittig angespielt wurde und ihm der Ball versprang, so dass ein heranstürmender Freitaler an den Ball kam und aufs Bannewitzer Tor zulaufen konnte. Patrick Richter kam aus dem Tor und verkürzte den Winkel und Kevin Moraweck bedrängte den Freitaler Angreifer, der seinen Schuss aus 15 Metern verzog und deutlich neben das Tor setzte. Ein Freistoß von Kevin Moraweck in der 38. Minute von kurz hinter der Mittellinie zwang den Freitaler Keeper zum Eingreifen, aber dieser pflückte den Ball ohne große Probleme herunter. In der 41. Minute zogen die Bannewitzer ein Powerplay vor dem Freitaler Strafraum auf, aber immer wieder brachte ein Freitaler Abwehrspieler einen Fuß dazwischen. Bruno Schneider konnte sich dann aber bis zur Torauslinie durchspielen, flankte in den Strafraum, aber der Kopfball von Michel Böhme landete genau in den Armen des Freitaler Torhüters. Die letzte Chance vor der Halbzeitpause hatte Freital, aber Patrick Richter konnte den Eckball von links mit dem Fuß parieren. So ging es torlos in die Halbzeit.

Die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten

Die erste Chance in der 2. Halbzeit hatten die Bannewitzer. In der 47. Minute stürmte Michel Böhme auf der rechten Seite davon, wurde gelbwürdig von hinten von den Beinen geholt, die Bannewitzer blieben aber in Ballbesitz und durch einen Flankenwechsel nach links landete der Ball bei John Rabe, der zog in den Strafraum und lupfte den Ball hoch auf die Fünfmeterraumgrenze, aber ein Freitaler rutschte in den Ball hinein und klärte zum Einwurf. Drei Minuten später wäre der Freistoß von Kevin Moraweck im linken Winkel des Freitaler Tors gelandet, aber der Keeper brachte gerade noch die Faust dazwischen und lenkte den Ball übers Tor. Dann passierte längere Zeit nichts sonderlich Aufregendes, bis dann in der 68.Minute Patrick Richter einen Schuss aus 17 Metern über die Latte lenken musste. In der 70. Minute war es erneut ein Freistoß von Kevin Moraweck, dieses Mal von der rechten Seite, der den Freitaler Torhüter zum Eingreifen zwang, aber dieser konnte erneute zur Ecke abwehren. Vier Minuten später war es wieder ein Freistoß von Kevin Moraweck aus zentraler Position, den der Freitaler Keeper per Faustabwehr aus der unmittelbaren Gefahrenzone brachte. Ein weiterer Freistoß der Bannewitzer in der 82. Minute ließ es im Freitaler Strafraum lichterloh brennen. Der Freistoß landete rechts vom Tor bei Michel Böhme, der in die Strafraum Mitte zurück köpfte. Dort schlug der heranstürmende Martin Neubert am Elfmeterpunkt über den Ball, den dann ein Freitaler aus dem Strafraum schlug. Aber das war’s noch nicht, denn der Ball landete bei John Rabe, der den Ball hoch in den Strafraum schlug, aber jetzt war der Freitaler Torhüter zur Stelle und holte sich den Ball. Aber dann passierte es. Die Bannewitzer Konzentration hatte etwas nachgelassen und Freital gelang in der 86. Minute ein guter Angriff über rechts. Die Flanke in den Strafraum wurde nicht verhindert und landete auf dem Kopf von Eric Zimmermann, der den Ball zum 1:0 für Freital versenkt – bitter für die Bannewitzer. In der 89.Minute kam ein Freitaler erneut auf der rechten Seite aus 20 Metern zu einer Flanke in den Strafraum und dort war Eric Zimmermann vor Patrick Richter am Ball und nickte zum 2:0 für Freital ein – die Entscheidung. Bannewitz kämpfte zwar weiter und kam noch zu zwei guten Chancen, aber es blieb letztendlich beim glücklichen 2:0 Sieg für die Freitaler.

Wenn man von den letzten fünf Minuten, in denen die Bannewitzer nicht konzentriert genug waren, absieht, kann man mit der gezeigten Leistung der Bannewitzer zufrieden sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass fünf Stammspieler, darunter der gesamte etatmäßige Sturm, fehlten.

Am nächsten Sonntag geht es dann gegen die 2. Mannschaft von Pirna-Copitz und auch hier stehen die Bannewitzer bestimmt vor keiner leichten Aufgabe.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Markus Walther (65. Nico Barnasiow), Jakob Schulz, Maximilian Genschmar, John Rabe, Bruno Schneider, Michel Böhme, Kai Mittag (C), Martin Neubert, Maik Kretzschmar, Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Michael Brückner, Alexander Hildebrandt, Nico Barnasiow

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz holt trotz 66 Minuten in Unterzahl in Wilsdruff einen verdienten Punkt

Nach dem gewonnen Spiel gegen den Titelanwärter Hainsberg musste der SV Bannewitz am vergangenen Samstag bei der ebenfalls hoch gehandelten SG Motor Wilsdruff antreten. Da den Bannewitzern immer noch die etatmäßigen Stürmer fehlten, bot der Bannewitzer Trainer Jens Hieckmann die gleiche Besetzung auf,  die gegen Hainsberg den Sieg eingefahren hatte, getreu dem Motto: „Spiele werden in der Abwehr gewonnen“.

Die Wilsdruffer begannen sehr verhalten und versuchten, das Spiel langsam aufzubauen und es dauert bis zur 10. Minute, bis die Wilsdruffer Patrick Richter dank eines Eckballs zum Eingreifen zwangen. Drei Minuten später kam Wilsdruff zu einem Freistoß, aber auch dieser stellte Patrick Richter vor kein Problem. Bannewitz kam in der 14. Minute zu einem Konter, der die Wilsdruffer Abwehr gewaltig ins Schwitzen brachte. In der 17. Minute kamen die Wilsdruffer dem Bannewitzer Tor schon recht nahe, aber der Schuss ging am linken Pfosten des Bannewitzer Gehäuses vorbei. Richtig gefährlich wurde es zwei Minuten später, aber Patrick Richter konnte retten. Der Wilsdruffer Druck wurde jetzt immer stärker, aber die Bannewitzer ließen nichts anbrennen. In der 25. Minute kam Bannewitz zu einem guten Angriff über rechts, den die Wilsdruffer aber zur Ecke abwehren konnte, die dann nichts einbrachte. Bruno Schneider legte sich in der 28. Minute auf der rechten Seite, kurz vor der Mittellinie, den Ball vor, aber ein Wilsdruffer griff heftig zu, als Bruno Schneider an ihm vorbei laufen wollte. Dieser „Zugriff“ kostete die Bannewitzer ein Trikot und brachte Bruno Schneider eine Wunde am Unterarm ein. Leider hatte sich Bruno Schneider ob dieser Attacke nicht im Griff und stellte dem ihn nun überholenden Wilsdruffer ein Bein. Resultat der Aktion: Gelb für den Wilsdruffer Grapscher und Rot für Bruno Schneider. Den Bannewitzern standen nun mindestens 61 schwere Minuten in Unterzahl bevor. Aber die Bannewitzer bissen auf die Zähne und schüttelten den Wilsdruffer Druck ab. In der 33. Minute starteten sie einen gelungenen Angriff und der Schuss von Maximilian Genschmar streichelte das linke Lattenkreuz des Wilsdruffer Kastens. Dass sich Einsatz lohnt, bewies Maik Kretzschmar in der 36. Minute, als er auf der rechten Seite im Mittelfeld einem Wilsdruffer Abwehrspieler den Ball abluchste, Richtung Strafraum lief und dann das Ding von der Strafraumlinie aus einfach unhaltbar in die Maschen knallte – 1:0 für Bannewitz. Wilsdruff hatte vor der Halbzeitpause noch zwei Chancen, aber so richtige Gefahr fürs Bannewitzer Tor kam nicht zustande.

Die 2. Halbzeit wurde zur Bewährungsprobe für die Bannewitzer Abwehr

Der Beginn der 2. Halbzeit gehörte ganz den Wilsdruffern, die gleich reihenweise zu guten Chancen kamen, diese aber vergaben. In der 56. Minute verhinderte Patrick Richter den Wilsdruffer Ausgleich, als er einen Kopfball nach einer Ecke von links abwehrte. Die Bannewitzer Abwehr, einschließlich des Torhüters, rückte jetzt immer mehr in den Mittelpunkt, konnten den Wilsdruffer Ausgleich aber immer wieder verhindern. Allerdings klappte das in der 67. Minute nicht mehr. Patrick Richter kam an einen Ball der von rechts hoch in den Bannewitzer Strafraum geschlagen worden war nicht heran, da er mit einem Bannewitzer Abwehrspieler kollidiert. Er rappelte sich zwar schnell wieder auf, konnte aber nicht verhindern, dass ein Wilsdruffer Spieler die Pille zwischen ihm und einem am linken Pfosten postierten Abwehrspieler aus sechs Metern zum 1:1-Ausgleich ins kurze Eck knallte. Der Wilsdruffer Druck nahm jetzt immer mehr zu, und Bannewitz kam nur noch selten zu Entlastungsangriffen, wie in der 73. Minute, als ein Wilsdruffer Abwehrspieler knapp vor Marc Straßberger im Strafraum mit einer Kopfballrückgabe Schlimmeres verhindern konnte. Ein sehenswertes Solo von Kai Mittag in der 77. Minute brachte nochmals etwas Entlastung für die Bannewitzer Abwehr. Die Wilsdruffer erarbeiteten sich in den letzten 15 Minuten eine ganze Reihe von guten Chancen, aber entweder scheiterten sie an der Bannewitzer Abwehr, Patrick Richter oder an sich selbst. Die Bannewitzer kämpften aufopferungsvoll und konnten sich nach 95 Minuten über einen aufgrund einer hervorragenden kämpferischen Leistung in Unterzahl verdient gewonnenen Auswärtspunkt freuen.

Am kommenden Sonntag, 15:00 Uhr, steht das Heimspiel in der 2. Runde des Sachsenpokals gegen Stahl Freital an. Die Bannewitzer können aufgrund der in den drei vergangenen Spielen gezeigten starken Leistungen mit einer guten Portion Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Michael Brückner, Michel Böhme (75. Patrick Wolf), Kai Mittag (C), Marti Neubert (68. Marc Straßberger), John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider, Maik Kretzschmar (81. Nico Barnasiow), Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Marc Straßberger, Paul Müller, Nico Barnasiow, Alexander Hildebrandt, Patrick Wolf

Karl-Heinz van Pée

Gelungener Start in die Meisterschaft – der SV Bannewitz bezwingt den Hainsberger SV mit 2:1

Am Sonntag begann für den SV Bannewitz mit dem Heimspiel gegen den Hainsberger SV die Meisterschaftssaison 2018/19. Mit Hainsberg kam gleich einer der hoch gehandelten Teams. Hainsberg wird von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt, wobei man mit diesem Begriff inzwischen sehr vorsichtig sein muss, denn die Frage, wer überhaupt aufsteigen will oder darauf verzichtet, muss ja bekanntlich bis zum 30.4.2019 beantwortet werden.

Die Bannewitzer hatten den verletzungsbedingten Ausfall ihrer etatmäßigen Torschützen zu beklagen und man durfte gespannt sein, wie die Bannewitzer dies kompensieren wollten. Die Bannewitzer überraschten dann auch mit der Aufstellung von Michel Böhme als zentralen Stürmer, der normalerweise ja in der Abwehr spielt.

Bannewitz legte auch gleich richtig los und kam bereits in der 2. Minute zu einem vielversprechenden Angriff. Michel Böhme wurde auf der linken Seite von Patrick Richter mit einem langen Abschlag geschickt, ging bis zur Torauslinie durch, passte flach nach innen, aber der Ball blieb in der Hainsberger Abwehr hängen. Dann war Hainsberg dran. Eine Bannewitzer Kopfballabwehr landete zentral bei einem Hainsberger, der fackelte nicht lang und zog aus gut 25 Metern ab, aber der Ball ging am Tor vorbei. In der 16. Minute setzte sich der Hainsberger  Kevin Schur auf rechts durch, flankte hoch in den Strafraum, aber ein Bannewitzer Abwehrspieler kam gerade noch vor einem Hainsberger Stürmer an den Ball. Zwei Minuten später stürmte Michael Brückner auf der linken Seite los, passte kurz auf Höhe des Elfmeterpunkts auf Martin Neubert, der spielte auf Bruno Schneider in den Strafraum, der ließ den Ball auf den heranlaufenden Maik Kretzschmar durch, der freie Schussbahn hatte und aus 14 Metern abzog, aber der Ball ging doch deutlich übers Tor. Da war mehr drin! Ein Hainsberger Einwurf in den Strafraum brachte in der 23. Minute höchste Gefahr für den Bannewitzer Kasten. Der Einwurf landete am Fünfmeterraum bei einem Hainsberger, der zog sofort ab, aber der Ball ging knapp rechts am Tor vorbei – Glück für Bannewitz. In der 26. Minute war es ein Bannewitzer Angriff über rechts, der Gefahr für den Hainsberger Kasten brachte. Ein langer, hoher Ball in den Lauf von Maik Kretzschmar zwang den Hainsberger Torwart zum Herauslaufen und der kam gerade noch vor Maik Kretzschmar an den Ball. Die Bannewitzer Abwehr klärte in der 28. Minute nicht konsequent, so dass die Hainsberger von rechts in den Strafraum flanken konnten, ein Hainsberger verfehlte den Ball im Strafraum, konnte ihn dann aber doch noch erreichen und flankte von links zentral auf die Fünfmeterraumlinie, wo ein Bannewitzer knapp vor einem Hainberger den Ball wegschlagen konnte. Kevin Schur entwischte in der 28. Minute seinem Gegenspieler, passte von rechts flach in den Strafraum zu einem Mitspieler, der schoss sofort, aber Patrick Richter konnte in höchster Not noch mit dem Fuß abwehren. Hainsberg drückte nun immer stärker und in der 33. Minute zog ein Hainsberger aus 20 Metern ab, aber der Ball ging übers Tor. Ein langer Abschlag von Patrick Richter in die Spielfeldmitte wurde zuerst von einem Hainsberger abgewehrt, landete aber bei Maik Kretzschmar, der den Ball sofort hoch zentral in den Lauf von Michel Böhme schlug. Der Hainsberger Torhüter kam aus dem Strafraum heraus und wollte den Ball mit dem Oberschenkel abwehren; aber der Ball sprang nach links weg, genau in die Füße von Michel Böhme, und der bedankte sich in der 35. Minute mit dem 1:0 für Bannewitz. Michel Böhme spielte in der 41. Minute einen Pass nach halblinks in den Lauf von Bruno Schneider. Der zog in den Strafraum, der Hainsberger Keeper kam herausgelaufen und verkürzte den Winkel. Bruno Schneider wollte den Ball rechts an ihm vorbei ins Tor schnipsen, aber der Ball verfehlte sein Ziel. Maximilian Genschmar startete in der 44. Minute ein sehenswertes Solo von kurz hinter dem eigenen bis kurz vor den Hainsberger Strafraum, passte dann flach in den Lauf von Michel Böhme, aber der Hainsberger Torhüter konnte gerade noch vor dem einschussbereiten Bannewitzer parieren. So ging es mit einer Bannewitzer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Hainsberg drückt, aber Bannewitz ist einfach effektiver

Die 2. Halbzeit begann mit einem guten Hainsberger Angriff in der 48. Minute über die rechte Seite, aber ein Bannewitzer konnte den vom Hainsberger Stürmer etwas zu weit vorgelegten Ball wegschlagen. Kevin Moraweck zirkelte in der 52. Minute einen Freistoß hoch in den Strafraum, aber der Hainsberger Keeper konnte den Ball sicher vor zwei heranstürmenden Bannewitzern herunterpflücken. In der 53. Minute zog ein Hainsberger einen Freistoß aus halblinker Position aus etwa 18 Metern links an der Mauer vorbei, aber der Schuss stellte Patrick Richter vor kein Problem. Den Hainsbergern schienen die Ideen auszugehen und sie versuchten es verstärkt mit Distanzschüssen, die aber das Tor verfehlten, wie z. B. in der 57. Minute. Wenn sich die Hainsberger, wie in der 59. Minute, in den Bannewitzer Strafraum spielen konnten, blieben ihre Schussversuche in den Beinen der Bannewitzer hängen und dann endeten die Angriff mit einem Distanzschuss, der weit übers Tor ging. Aber in der 68. Minute klappte es dann doch. Ein hoher Ball über Michael Brückner hinweg auf Marian Weinhold, der den Ball gekonnt mit der Brust annahm, sich links um seinen Gegenspieler herum drehte und unhaltbar links unten im Kasten von Patrick Richter zum 1:1-Ausgleich versenkte. Jetzt witterten die Hainsberger natürlich Morgenluft, und ihr Druck wurde noch stärker, allerdings mangelte es ihnen an Präzision und sie suchten immer wieder Zuflucht bei ungenauen Distanzschüssen. In der 79. Minute brillierten die Bannewitzer mit gekonntem Kurzpassspiel in der Mitte der Hainsberger Spielhälfte, bis dann Kai Mittag die Lücke sah und den Ball herrlich zwischen den Hainsberger Abwehrspielern in den Lauf von Maik Kretzschmar durchsteckte. Der umkurvte im Strafraum den heranstürzenden Hainsberger Keeper und schob unter dem Jubel der Bannewitzer Zuschauer zum 2:1 für die Bannewitzer ein. Hainsberg gab sich aber keineswegs geschlagen, doch es fehlte einfach an Durchschlagskraft, auch weil die Bannewitzer aufopferungsvoll kämpften und an ihre konditionellen Grenzen gingen. Dies war auch notwendig, da Hainsberg mit Macht auf den Ausgleich drückte und eine Zeit lang sah es etwas nach Abwehrschlacht der Bannewitzer aus, die die Bälle nur noch konsequent aus der Gefahrenzone herausdroschen. An Spielaufbau war da phasenweise nicht mehr zu denken. Aber der Bannewitzer Einsatz war erfolgreich, wie in der 86. Minute, als Patrick Richter einen gefährlich in den Strafraum geschlagenen Freistoß per Faustabwehr parierte oder in der 89. Minute, als ein Bannewitzer einen gut in den Strafraum gezirkelten Freistoß gerade noch vor einem Hainsberger über das Tor köpfen konnte. Die nachfolgende Ecke brachte nochmals Gefahr fürs Bannewitzer Tor, aber der Kopfball von Kevin Schur ging knapp über die Querlatte. So blieb es beim nicht unverdienten Bannewitzer 2:1-Sieg und man darf nun gespannt sein, wie sich die Bannewitzer am kommenden Samstag, 15:00 Uhr, bei den ebenfalls hochgehandelten Wilsdruffern schlagen werden.

Danach hat Bannewitz im Landespokal am 9.9., 15:00 Uhr, Stahl Freital an der Rosentitzer Straße zu Gast.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Michael Brückner, Michel Böhme, Kai Mittag (C), Martin Neubert (90. Patrick Wolf), John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider (74. Marc Straßberger), Maik Kretzschmar (82. Nico Barnasiow), Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Marc Straßberger, Nico Barnasiow, Paul Müller, Markus Walther, Patrick Wolf

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz erreicht mit einem 2:0-Sieg bei Hartmannsdorf SV Empor die 2. Runde des Landespokals

Endlich geht’s wieder los! Zum Saisonauftakt war am Wochenende erstmal der Pokal dran und der SV Bannewitz musste beim Hartmannsdorfer SV antreten. Voraussagen waren schwierig, da die Vorbereitungsspiele beim SV Bannewitz äußerst durchwachsen waren; mal hui, mal pfui. Der Trainer, Jens Hieckmann, hat seine Mannschaft daher als „Wundertüte“ bezeichnet – man weiß nicht, was raus kommt. Andererseits gewannen die Bannewitzer das Heimspiel der vergangenen Saison klar mit 4:0, allerdings tat man sich in Hartmannsdorf in der Hinrunde ziemlich schwer, und die Bannewitzer kassierten nach einer 1:0-Führung kurz vor dem Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich. Man durfte also gespannt sein, zumal bei den Bannewitzern auch noch einige Stammspieler nicht mit dabei sein konnten; dafür waren aber ein paar Neuzugänge mit dabei.

Bannewitz entwickelte gleich zu Anfang Druck und bekam das Spiel gut in den Griff. Der Hartmannsdorfer Spielaufbau wurde bereits im Mittelfeld unterbunden, und Hartmannsdorf kam lange Zeit überhaupt nicht in die Nähe des Bannewitzer Strafraums. Trotz der Feldüberlegenheit kamen die Bannewitzer erst in der 10. Minute zu ihrem ersten ausgespielten Angriff über die linke Seite, aber der in den Strafraum geschlagene Ball ging ins Leere. Die Hartmannsdorfer benötigten sieben Minuten länger, bis sie ihren ersten echten Angriff abschlossen, aber der Schuss ging weit übers Tor. Danach befreiten sich die Hartmannsdorfer etwas vom Bannewitzer Druck und in der 26. Minute musste Patrick Richter einen Schuss aus 20 Metern parieren und gleich danach musste die Bannewitzer Abwehr bei einem Konter auf der Hut sein. In der 33. Minute startete Bannewitz einen Angriff über links. Mit schnellen Pässen wurden die Hartmannsdorfer in Bedrängnis gebracht. Der Ball landete bei Paul Szuppa, der zog Richtung Mitte und schoss aus etwa 20 Metern flach aufs Tor. Der Schuss war alles andere als ein Knaller, der Hartmannsdorfer Torhüter kam nicht ran, und dann waren fast alle überrascht, als der Ball plötzlich im Netz zappelt – 1:0 für Bannewitz. Hartmannsdorf zeigte sich aber keineswegs geschockt sondern versuchte mit aller Macht, den Ausgleich zu erzielen. In der 35. Minute wurde es gleich zweimal gefährlich für den SV Bannewitz. Zuerst musste Patrick Richter bei einer Ecke zupacken und dann hatte Hartmannsdorf eine Riesenchance, als eine Diagonalflanke Richtung Bannewitzer Strafraum bei einem Hartmannsdorfer landete und Maximilian Genschmar im Strafraum an diesem vorbeirutschte. Maximilian Genschmar war aber schnell wieder auf den Beinen und bedrängte zusammen mit dem herauskommenden Patrick Richter den Hartmannsdorfer, so dass dieser den Ball nur parallel zur Torlinie am leeren Tor vorbei durch den Fünfmeterraum schlagen konnte – Glück für die Bannewitzer. So ging es mit der Bannewitzer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Hartmannsdorf drückt, aber Bannewitz macht mit dem 2. Tor alles klar

Bannewitz kam in der 47. Minute zu einer Ecke, bei der der Ball auf Kevin Moraweck zurückgelegt wurde, aber dessen Knaller aus 15 Metern ging übers Tor. Hartmannsdorf wurde stärker und bei den Bannewitzern gingen die Sicherheit und die Linie etwas verloren. So kam Hartmannsdorf in der 55. Minute zu einem Freistoß, der gefährlich knapp über die Querlatte des Bannewitzer Tors zischte. Nur vier Minuten später brachte erneut ein Freistoß Gefahr, aber Patrick Richter lenkte den Schuss übers Tor. Maximilian Genschmar verfehlte in der 67. Minute eine gut geschlagene Bannewitzer Ecke nur knapp mit dem Kopf. Ein von Kevin Moraweck in den Strafraum geschlagener Freistoß konnte gerade noch von einem Hartmannsdorfer Abwehrspieler vor Martin Neubert per Kopf abgewehrt werden. Eine Flanke von rechts in den Strafraum landete in der 76. Minute bei einem Hartmannsdorfer, aber dessen Seitfallzieher ging deutlich über den Bannewitzer Kasten. Ein langer Abschlag von Patrick Richter diagonal auf die linke Seite wurde von Martin Neubert auf Höhe des Fünfmeterraums erlaufen. Martin Neubert hatte wohl den Ruf „flach“ gehört und passte scharf nach innen, wo Paul Szuppa zur Stelle war und zum 2:0 einschoss. Das war’s eigentlich, denn Hartmannsdorf kam in der 1. Minute der Nachspielzeit nur noch zu einer halben Kopfballchance, bevor der gute Schiedsrichter abpfiff.

Die Freude der Bannewitzer war groß, denn Hartmannsdorf war alles andere als ein leichter Gegner gewesen, aber insgesamt war der Sieg hoch verdient. Man darf nun gespannt sein, wie sich die Bannewitzer am kommenden Sonntag gegen die hochgehandelten Hainsberger präsentieren.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW),  William Brüggemann (77. Bruno Schneider), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa (90. Paul Müller), Michael Brückner, Michel Böhme, Kai Mittag (C), Martin Neubert, Leo Schick, Maik Kretzschmar, Kevin Moraweck (87. Nico Barnasiow); Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Paul Müller, Maximilian Elske, Nico Barnasiow, Bruno Schneider

Karl-Heinz van Pée