Der SV Bannewitz verliert in Freital mit 1:3

Der SV Bannewitz hatte gegen Stahl Freital nach der 2:7-Pleite in der Hinrunde einiges wieder gut zu machen. Aber leider waren die Voraussetzungen hierfür nicht gerade ideal, mussten die Bannewitzer doch wegen drei Gelbsperren und einer Rotsperre auf vier wichtige Stammspieler verzichten. So saßen auf der Bannewitzer Bank nur Patrick Wolf, der monatelang verletzungsbedingt ausgefallenen Markus Walther und als Spieler der 2. Mannschaft Martin Stephan, der ältere Bruder von Markus Stephan, der dieses Mal in der Abwehr spielte. Aber auch Freital war ersatzgeschwächt, so dass hier annähernd Waffengleichheit herrschte.

Freital legte vom Anstoß weg gleich mächtig los und kam bereits in der 1. Spielminute zu einem Eckball, den Philipp Natusch mit per Faust abwehren konnte, aber Freital ließ nicht locker, und die Bannewitzer Abwehr hatte Mühe, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Dann aber waren die Bannewitzer am Zug und starteten einen guten Angriff über die linke Seite. Paul Szuppa passte auf Marc Straßberger, aber dessen Pass in die Mitte konnte gerade noch von einem Freitaler zur Ecke abgewehrt werden. Der ersten Ecke folgte eine zweite Ecke und dann setzte ein Bannewitzer einen Kopfball neben den Freitaler Kasten – ein vielversprechender Beginn. In der 7. Minute eroberten die Freitaler einen Ball in der Mitte der Bannewitzer Spielhälfte, und ein hoher Ball in die Spitze brachte Gefahr fürs Bannewitzer Tor, aber Marc Straßberger war mit dem Kopf zur Stelle und Philipp Natusch konnte den Ball sichern. Eine Balleroberung der Bannewitzer in der Mitte ihrer eigenen Spielfeldhälfte in der 11. Minute war der Auftakt zu einem Bannewitzer Angriff über die rechte Seite durch Leo Schick, der gleich einige Freitaler abschütteln konnte, sich aber den Ball etwas zu weit vorlegte, so dass der Freitaler Keeper in höchster Not vor Leo Schick retten konnte. In der 17. Minute war es erneut eine Situation in der Mitte der Bannewitzer Spielhälfte, in der die Bannewitzer Probleme bekamen. Markus Stephan wollte das Problem mit einem Absatzkick klären, aber unglücklicher Weise fand der Ball keinen Bannewitzer Abnehmer, sondern landete bei einem Freitaler. Der schaltete blitzschnell und spielte den Ball in den Lauf eines weiteren Freitalers, der dann unbedrängt auf das Bannewitzer Tor zulief und den Ball an Philipp Natusch vorbei zum 1:0 für Freital einschob. In der 21. Minute brachte ein Bannewitzer Angriff über links Gefahr für die Freitaler, aber die Bannewitzer blieben an der Strafraumgrenze an der Freitaler Abwehr hängen. Die Bannewitzer liefen häufig ins Abseits, wie in der 23. Minute, als der Pass in die Spitze etwas zu spät kam und Florian Schmieder bereits ins Abseits gelaufen war. Ein schneller Bannewitzer Angriff über die rechte Seite in der 28. Minute, bei dem sich Leo Schick erneut gut durchsetzte, den herauskommenden Freitaler Torhüter aussteigen ließ und dann in die Mitte zu Paul Szuppa passen wollte, aber ein Freitaler brachte gerade noch den Fuß dazwischen. Die Bannewitzer blieben zwar in Ballbesitz, aber der Schuss ging dann doch deutlich über den Freitaler Kasten. Nur zwei Minuten später wurde Leo Schick in der Freitaler Spielfeldhälfte angeschossen, spurtete dem Abpraller hinterher, aber der Freitaler Keeper hatte gut aufgepasst, kam aus dem Strafraum heraus und klärte kurz vor dem heranstürmenden Bannewitzer. Eine Freitaler Ecke in der 33. Minute brachte Gefahr fürs Bannewitzer Tor, aber Philipp Natusch tauchte ab und konnte den Schuss von der Strafraumgrenze parieren. In der 35. Minute war es wieder einmal Leo Schick, der auf der rechten Seite seine Gegenspieler alt aussehen ließ und hoch in den Strafraum zu Paul Szuppa flanken wollte, aber die Flanke war etwas zu kurz und ein Freitaler konnte mit dem Kopf klären. Die 37. Minute sah einen Freitaler Einwurf von rechts, etwas auf Höhe der Strafraumgrenze. Der Freitaler , bei dem der Ball im Strafraum landete, passte Richtung Fünfmeterraumlinie, wo ein Freitaler an den Ball kam und den Ball flach aufs linke Eck zog, aber der Ball verfehlte das Bannewitzer Tor um Zentimeter. In der 42. Minute kamen die Bannewitzer wieder über Links, aber die Flanke von Marc Straßberger konnte von einem Freitaler Abwehrspieler vor einem Bannewitzer per Kopf geklärt werden. So ging es mit einer 1:0-Führung für Freital in die Halbzeitpause, die die Spieler bei dem ungewöhnlich warmem Wetter auch bitter nötig hatten.

Der Bannewitzer Anschlusstreffer kommt zu spät

In der 50. Minute brachte eine hohe Flanke von links in den Freitaler Strafraum Leo Schick in eine gute Position, aber der Ball sprang ihm bei der Ballannahme zu weit von der Brust und der Freitaler Keeper konnte den Ball aufnehmen. Zwei Minuten später kam Leo Schick nach einer hohen Flanke in den Strafraum zu einem Kopfball, aber der landete genau in den Armen des Freitaler Keepers. In der 55. Minute verlängerte ein Freitaler den Ball per Kopf in die Spitze, und ein Freitaler zog in den Strafraum, aber Michael Brückner konnte den Ball gerade noch zur Ecke schlagen. Ein langer, hoher Ball in den Bannewitzer Strafraum landete in der 59. Minute auf dem Kopf eines Freitalers, der Richtung Tor köpfte, aber Philipp Natusch brachte mit einer starken Parade gerade noch die Finger dran und lenke den Ball an die Latte. Freital hatte jetzt eine Druckphase und in der 64. Minute konnten die Bannewitzer einen Kopfball nach einer Ecke gerade noch zur Ecke klären. Die Ecke kam hoch in den Fünfmeterraum, ein Freitaler ging hoch, verfehlte aber den Ball, der dann dem dahinter stehenden Philipp Natusch durchrutschte und bei einem Freitaler landete, der gar nicht verhindern konnte, dass er den Ball zum 2:0 einschob. In der 77. Minute setzte sich ein Freitaler schön durch, lief in den Strafraum und wollte den Ball ins lange Eck schieben, aber Philipp Natusch kam noch an den Ball, der dadurch langsamer wurde und dann von einem Bannewitzer Abwehrspieler kurz vor der Torlinie weggeschlagen werden konnte. Die Bannewitzer machten jetzt wieder mehr Druck, kamen aber einfach nicht durch die Freitaler Abwehr bzw. trafen das Freitaler Tor nicht. Wenn sie mal gefährlich durchstarten wollten, zogen die Freitaler noch außerhalb der Gefahrenzone ein Foul, wofür es zwar zweimal Gelb gab, aber die Bannewitzer Chancen waren vereitelt. Philipp Natusch konnte sich in der 86. Minute nochmals auszeichnen, als er das 3:0 für Freital mit einer klasse Fußabwehr im verhinderte. Die Freitaler hatten in der 89. Minute nach einer Ecke eine gute Kopfballchance, aber der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 90. Minute wurde Leo Schick auf der rechten Seite von John Rabe mit einem schönen Pass geschickt und lief Richtung Strafraum. Bevor ein heranstürmender Freitaler ihn erreichte, zog er von der Strafraumgrenze aus ab, und der Ball landete unhaltbar oben im langen Eck – ein klasse Tor. Das gab den Bannewitzern Auftrieb aber es waren nur noch drei Minuten zu spielen, aber die wollten die Bannewitzer nutzen. Das klappte allerdings nicht. Die Freitaler schlugen die Bälle nur noch weg und in der 93. Minute landete ein hoher langer Ball im freien Raum in der Bannewitzer Spielfeldhälfte, wo ein Freitaler sich gegen John Rabe durchsetzen konnte und Richtung Bannewitzer Tor lief. Philipp Natusch kam heraus und warf sich dem Ball entgegen, konnte aber nicht verhindern, dass der Freitaler den Ball über ihn hinweg zum 3:1 ins Tor beförderte. Das war’s dann.

Die Bannewitzer hatten gut gekämpft und ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf nach sicherlich gerecht gewesen, aber es hatte den Bannewitzern dafür einfach an Durchschlagskraft gefehlt. Am nächsten Sonntag kommt der Meißner SV, der nur einen Punkt Vorsprung vor den Bannewitzern hat. Da die drei Gelbgesperrten wieder dabei sein können und auch die Rotsperre für Patrick Richter abgelaufen ist, dürfen die Bannewitzer durchaus optimistisch in dieses Spiel gehen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Philipp Natusch (TW), Marc Straßberger (65. Patrick Wolf), Paul Szuppa, Michael Brückner (82. Markus Walther), Florian Schmieder, Leo Schick, Martin Neubert, John Rabe, Bruno Schneider, Maik Kretzschmar, Markus Stephan (C); Auswechselspieler: Patrick Wolf, Martin Stephan, Markus Walther

Die Videos findet Ihr unten.

Karl-Heinz van Pée

 

Der SV Bannewitz erspielt sich dank stark herausgespielter Tore und einer klasse Leistung von Schmieder, der Katze, einen 3:1-Sieg gegen Gröditz

Die Spiele zwischen dem SV Bannewitz und Gröditz waren in den letzten Jahren insbesondere für den SV Bannewitz nicht folgenlos geblieben, flogen doch Bannewitzer mit Rot oder Gelb-Rot vom Platz. Andererseits hatten die Bannewitzer in Gröditz öfters ein Unentschieden geholt und zu Hause gewonnen. Dieses Mal kam aber für die Bannewitzer noch ein ganz anderes Problem dazu: ihnen fehlte ein etatmäßiger Torhüter. Patrick Richter war in Possendorf mit Rot vom Platz geflogen und Philipp Natusch, der in Possendorf hervorragen gehalten hatte, war auf einer Hochzeit. Also musste ein Bannewitzer Feldspieler ins Tor, und der hieß Florian Schmieder. So ist es nicht verwunderlich, dass der Manager der 1. Mannschaft, Jens Hieckmann, gegenüber der SZ erklärt hatte, dass er mit einem Unentschieden zufrieden wäre, aber gleichzeitig auch sagte, dass der Trainer Heiko Beyer sicherlich auf Sieg spielen lassen würde – man durfte also gespannt sein. Nur leider reichte auch eine solche Konstellation nicht aus, um mehr als 50 zahlende Zuschauer an die Rosentitzer Straße zu locken, aber die, die kamen, sollten es nicht bereuen.

Die Bannewitzer versuchten sofort, die Gröditzer in ihrer eigenen Spielhälfte zu attackieren und unter Druck zu setzen. Gröditz versuchte, über ihre starke rechte Seite anzugreifen. Die erste gute Chance hatten aber die Bannewitzer, als Jakob Schulz den Ball im Mittelfeld eroberte, auf links in den Lauf von Paul Szuppa passte und dessen, an den langen Pfosten gezogene Flanke landete bei Leo Schick, aber der knallte den Ball übers Tor – aller Anfang ist schwer. Dies galt auch für den Bannewitzer Ersatztorhüter Florian Schmieder, der in der 6. Minute zum ersten Mal eingreifen musste und beim Abfangen einer Gröditzer Flanke von links den Ball nicht festhalten konnte, aber seine Abwehrspieler konnte klären. In der 7. Minute zeigten die Gröditzer erneut ihre Gefährlichkeit. Ein schneller Angriff über die rechte Seite, eine Flanke in die Strafraummitte und der Ball landete auf dem Kopf eines mitgelaufenen Gröditzers, der den Ball aber nicht richtig erwischte, so dass Florian Schmieder kein Problem hatte, den Ball aufzunehmen. Dann kam die 8. Minute: Jakob Schulz passte nach rechts, in den Lauf von Leo Schick, der lief bis fast zur Torauslinie, passte flach in die Strafraummitte, vorbei am Gröditzer Torhüter und Paul Szuppa lief von links an den Fünfmeterraum und versenkte zum 1:0 für die Bannewitzer – ein klasse Spielzug, der die Gröditzer Abwehr schulmäßig ausgehebelt hatte. Nur fünf Minute später konterte Gröditz schnell über die rechte Seite, eine hohe Flanke in den Bannewitzer Strafraum auf einen freien Gröditzer Angreifer, der den Ball zum 1:1-Ausgleich versenkte. Die Bannewitzer ließen sich davon nicht beeindrucken und starteten sofort wieder einen guten Angriff, den Patrick Wolf mit einem Flachschuss abschloss, aber der Gröditzer Torhüter konnte den Ball parieren. Die 15. Minute brachte eine Schrecksekunde für die Bannewitzer, als Tim Zeller allein auf Florian Schmieder zulief, aber der zeigte, dass er mehr als nur eine Notlösung im Bannewitzer Kasten war, fuhr den linke Fuß aus und lenkte den Ball zur Ecke – stark! In der 24. Minute zeigte Florian Schmieder dann, dass er auch mit hohen Bällen umgehen konnte und holte den Ball vor einem einköpfbereiten Gröditzer herunter. In der 27. Minute parierte er dann auch noch einen Schuss von Tim Zeller aufs kurze rechte Eck. Leo Schick hatte in der 28. Minute wieder eine Riesenchance nach einem Einwurf, den die Gröditzer Abwehr nicht unter Kontrolle bringen konnte, aber sein Schuss aus sechs Metern ging über den Kasten. Ein Bannewitzer Freistoß in der 36. Minute forderte dem Gröditzer Keeper alles ab, aber der konnte den Flachschuss gerade noch abwehren. Die Bannewitzer hatten jetzt das Spiel sicher im Griff und die Gröditzer taten sich in dieser Phase des Spiels recht schwer. Gefahr ging eigentlich nur von langen Bällen aus, wie in der 41. Minute, als ein langer Ball über die Bannewitzer Abwehr hinweg Florian Schmieder zum Herauslaufen zwang, der versuchte, den Ball außerhalb des Strafraums wegzuschlagen, ihn aber verfehlte. Inzwischen waren aber auch Bannewitzer Verteidiger zur Stelle und konnten den Ball wegschlagen. In der 44. Minute konnte Florian Schmieder beweisen, dass er auch fliegen kann, als er einen Gröditzer Freistoß mit einer Genussparade zur Ecke klärte. So ging es beim Stand von 1:1 in die Halbzeitpause.

 

Bannewitz war in der 2. Halbzeit die klar bessere Mannschaft

 

Florian Schmieder musste in der 52. Minute erneut eingreifen, konnte den flach geschossenen Freistoß Richtung linkes Toreck aber sicher parieren. In der 56. Minute setzte sich Leo Schick auf rechts schön durch, flankte auf die Fünfmeterraumgrenze, aber der Gröditzer Torhüter konnte sich den Ball angeln. Der Bannewitzer Druck wurde jetzt immer größer. Ein schöner Angriff in der 73. Minute brachte zwar nichts Zählbares, da die Bannewitzer immer wieder in der Gröditzer Abwehr hängen blieben, aber es wurde deutlich, wer jetzt Herr im Haus war. Trotzdem brachte ein Gröditzer Eckball in der 78. Minute Gefahr fürs Bannewitzer Tor, als die Bannewitzer Abwehr sich schwer tat, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Als dies aber gelang, landete der Ball bei dem an der Mittellinie lauernden Leo Schick, der zog von rechts in die Mitte, ließ gleich drei Gröditzer aussteigen, wobei er etwas nach rechts abgedrängt wurde, passte dann von der Fünfmeterraumgrenze flach an drei Gröditzern vorbei in den Lauf von Paul Szuppa, der sicher zum 2:1 für Bannewitz einschoss – erneut ein schulmäßiger Konter. In der 82. Minute schlug Florian Schmieder einen Abstoß in die Mitte der Gröditzer Spielhälfte, wo Paul Szuppa, wie auch ein Gröditzer Abwehrspieler, den Ball verfehlte, aber da war ja noch Leo Schick. Der holte sich den Ball vor einem Gröditzer und lief in den Strafraum, wo er nur noch den Gröditzer Keeper vor sich hatte. Als er diesen umspielen wollte und versuchte, den Ball ins Tor zu schieben, konnte der Gröditzer Torhüter gerade noch per Fußabwehr das 3:1 für die Bannewitzer verhindern. In der 85. Minute nahm Jakob Schulz Stefan Minge, der letzter Mann war, den Ball ab und lief nun völlig unbedrängt Richtung Gröditzer Tor, guckte den Torhüter aus und schob den Ball sicher zum 3:1 in den Gröditzer Kasten. Gröditz kam in der 89. Minute noch zu einem Eckball, den Florian Schmieder etwas unkonventionell im Stil eines Tennisspielers beim Volley mit einer Faust klärte. Das war’s dann und die Bannewitzer konnten sich zu recht über den verdienten 3:1-Sieg freuen.

Positiv zu vermerken ist auch, dass die Bannewitzer ein Spiel gegen Gröditz mit 11 Mann beendeten, aber leider holten sich gleich drei Spieler ihre fünfte Gelbe Karte. Somit fehlen am kommenden Samstag gegen Freital gleich drei etatmäßige Spieler; also so ganz unbeschadet kamen die Bannewitzer aus dem Spiel gegen Gröditz doch nicht heraus. Aber die Bannewitzer haben Gott sei Dank einen guten Kader, so dass der Ausfall der Gelbgesperrten zu kompensieren sein sollte.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Florian Schmieder (TW), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Leo Schick, Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe, Bruno Schneider (74. Marc Straßberger), Patrick Wolf (46. Markus Stephan), Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Markus Stephan, Marc Straßberger, Christian Rose, Nexhip Sinani

Die Videos zum Spiel findet Ihr unten.

Karl-Heinz van Pée

 

Philipp Natusch wird beim 3:1-Derby-Sieg des SV Bannewitz gegen Possendorf zum Mann des Spiels

Es war mal wieder Derby-Zeit: Empor Possendorf gegen den SV Bannewitz ist seit Jahren das Fußball-Highlight in Bannewitz. Die Ausgangslage war für die Possendorfer allerdings in dieser Saison problematisch, da Possendorf auf einem theoretischen Abstiegsplatz steht, wobei unklar ist, wie viele Mannschaften in der Landesklassenstaffel Mitte überhaupt absteigen werden: keine, eine, zwei oder mehr? Egal wie es am Ende aussieht, Possendorf brauchte unbedingt drei Punkte. Somit konnte man mit einem spannenden und kampfbetonten Orts-Derby rechnen.

Possendorf kam auch bereits in der 5. Minute zur ersten Chance. Die Bannewitzer konnten einen Possendorfer Angriff über die linke Seite nicht ordentlich klären, und der Torschuss eines Possendorfers aus spitzem Winkel ging knapp am langen Pfosten vorbei. Nur eine Minute später kamen die Bannewitzer zu ihrer ersten guten Chance. Leo Schick setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte in die Strafraum Mitte, wo William Brüggemann an den Ball kam, aber sein Schuss ging übers Tor. Nach einem Possendorfer Eckball in der 13. Minute musste Patrick Richter einen Schuss parieren. Danach spielte sich das Spiel hauptsächlich im Mittelfeld ab, und erst in der 32. Minute musste Patrick Richter nach einem langen, über die Bannewitzer Abwehr geschlagenen Ball eingreifen und vor einem heranstürmenden Possendorfer außerhalb des Strafraums klären. In der 33. Minute griff Possendorf über die rechte Seite an. Ein Flachpass durch die Bannewitzer Abwehr landete bei einem Possendorfer, der den Ball auf den Bannewitzer Kasten knallte, aber Patrick Richter reagierte stark und lenkte den Ball zur Ecke. Ein Possendorfer Freistoß in der 41. Minute von der Mittellinie landete auf dem Kopf eines Possendorfers, der zu einem Mitspieler verlängerte, der den Ball aufs Bannewitzer Tor schoss. Der Ball setzte kurz vor Patrick Richter auf und landete dann zum 1:0 für Possendorf im Bannewitzer Gehäuse. Nur eine Minute später verhinderte der Pfosten den Ausgleich für die Bannewitzer durch einen Kopfball von Leo Schick. In der 43. Minute endete ein Possendorfer Angriff im Toraus. Als Patrick Richter den Ball zum Abstoß aufnehmen wollte, trippelte ein Possendorfer mit dem Ball los und hinderte Patrick Richter damit am Ausführen des Abstoßes. Patrick Richter ließ sich dazu hinreißen, den Possendorfer in den Rücken zu stupsen, was diesen aber erstmal gar nicht störte, sondern er trippelte mit dem Ball einfach weiter. Kurz vor der Strafraumgrenze stupste Patrick Richter den Possendorfer nochmals und das war dann zu viel für den Schieri, der Patrick Richter die Rote und dem Possendorfer die Gelbe Karte zeigte. Für Patrick Richter musste nun Philipp Natusch ins Tor und William Brüggemann musste weichen. Gott sei Dank war dann gleich Halbzeit, und Philipp Natusch konnte sich ordentlich warm machen.

Philipp Natusch hält die Bannewitzer im Spiel

Die Bannewitzer zeigten in Unterzahl Moral und kamen in der 49. Minute zu einer guten Chance. Marc Straßberger setzte sich auf Links durch und zog ab, aber der Possendorfer Keeper konnte den Ball im Nachfassen festmachen. Die Bannewitzer setzten Possendorf jetzt mächtig unter Druck, taten sich aber schwer damit, durch die Possendorfer Abwehr zu kommen und als dann ein Schuss den Weg aufs Tor fand, war der Possendorfer Keeper zur Stelle. In der 59. Minute landete eine Possendorfer Flanke von rechts in den Strafraum bei einem völlig frei stehenden Possendorfer, der aus etwa 10 Metern volley abzog, aber Philipp Natusch reagierte phänomenal und lenkte den Kracher übers Tor. In der 60. Minute war Philipp Natusch erneut zur Stelle, als ein Possendorfer der Bannewitzer Abwehr entwischt war, und parierte mit Unterstützung eines Bannewitzer Abwehrspielers. Martin Neubert setzte sich in der 65. Minute auf der linken Seite durch, ging bis zur Torauslinie und wollte dann nach innen ziehen, wurde aber durch ein Foul gestoppt – Elfer für Bannewitz und Gelb-Rot für den Possendorfer. Damit war wieder zahlenmäßiger Gleichstand hergestellt. Jakob Schulz ließ sich durch die etwas längerer Wartezeit nicht irritieren und versenkte den Strafstoß souverän zum 1:1-Ausgleich. Possendorf startete vom Anstoß heraus einen starken Angriff über rechts und erneut musste Philipp Natusch mit einer Parade Schlimmeres verhindern. Ein Bannewitzer Angriff in der 69. Minute brachte größere Gefahr fürs Possendorfer Tor, aber der Possendorfer Keeper konnte den Schuss von Leo Schick zur Ecke abwehren. Die 74. Minute sah einen schulmäßigen Bannewitzer Konter über die rechte Seite, dann ein Pass in die Spitze, wo Maik Kretzschmar an den Ball kam, sich etwas sortieren musste, dann aber zur 2:1-Führung für Bannewitz einschieben konnte. Bannewitz machte weiter Druck. Paul Szuppa erkämpfte sich in der 79. Minute nach einem Bannewitzer Eckball auf der linken Seite den Ball, der knapp außerhalb des Strafraums bei Maximilian Genschmar landete, der fand eine Lücke und abzog, aber der Possendorfer Keeper konnte den Schuss erneut zur Ecke abwehren. In der zweiten Minute der Nachspielzeit wäre den Possendorfern beinahe noch der Ausgleich gelungen. Ein langer Abschlag landete im Bannewitzer Strafraum, wo er von den Bannewitzern nicht richtig geklärt werden konnte und bei einem Possendorfer landete, der aus 10 Metern abzog, aber wieder war Philipp Natusch zur Stelle und parierte den Ball und der Nachschuss ging am Tor vorbei. In der 4. Minute der Nachspielzeit versuchte sich der Possendorfer Torhüter als Feldspieler und rückte fast bis zur Mittellinie mit dem Ball vor. Seine Flanke landete bei Kai Mittag, der den Ball hoch und weit nach vorne schlug. Der verbliebene Possendorfer Abwehrspieler konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen, und Florian Schmieder erkämpfte sich den Ball, lief kurz Richtung Tor und lupfte dann den Ball über den immer noch weit aufgerückten Possendorfer Keeper gefühlvoll zum 3:1 in den Possendorfer Kasten. Das war’s dann.

Der Bannewitzer 3:1-Sieg geht voll in Ordnung. Die Bannewitzer hatten eine starke kämpferische Leistung gezeigt und sich durch die Rote Karte für Patrick Richter nicht entmutigen lassen und können sich insbesondere bei Philipp Natusch für seine klasse Leistung bedanken, der sie vor dem 0:2-Rückstand bewahrt hat.

Am kommenden Sonntag kommt Gröditz. Mit der gegen Possendorf gezeigten Leistung muss den Bannewitzern aber vor diesem Zusammentreffen nicht Bange sein, auch wenn die Gröditzer den momentanen Torschützenkönig stellen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann (44. Philipp Natusch), Marc Straßberger (52. Markus Stephan), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Leo Schick (85. Florian Schmieder), Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe, Jakob Schulz, Mail Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Michael Brückner, Florian Schmieder, Paul Müller, Bruno Schneider, Patrick Wolf, Markus Stephan

Die Videos findet ihr im Anschluss an den Spielbericht.

Karl-Heinz van Pée

 

Der SV Bannewitz schlägt sich beim 0:2 gegen den Hartmannsdorfer SV Empor selbst

Im Pokal hatten die Bannewitzer in Hartmannsdorf mit 2:0 gewonnen, dann aber in der Hinrunde der Meisterschaft ein wirklich schwaches Spiel abgeliefert und verdient mit 1:3 verloren. Das wollten die Bannewitzer jetzt natürlich besser machen und zeigten dies auch vom Anpfiff an. Bannewitz machte mächtig Druck und Hartmannsdorf war in den ersten 20 Minuten nur mit Abwehrtätigkeiten beschäftigt. Bis auf einen Angriff in der 17. Minute war von Hartmannsdorf in der Offensive nichts zu sehen. Allerdings brachte die Bannewitzer Überlegenheit nichts Zählbares ein. Den Bannewitzern fehlte die Durchschlagskraft und sie liefen sich immer wieder in der Hartmannsdorfer Abwehr fest. Ab der 20. Minute wurde Hartmannsdorf stärker und rückte etwas mehr nach vorne. In der 26. Minute passierte es dann. Kai Mittag verlor in der Vorwärtsbewegung etwa 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball an einen Hartmannsdorfer, der passte zu Norman Bendix, der in Richtung Bannewitzer Tor stürmt, noch einen Bannewitzer Abwehrspieler aussteigen ließ und ins untere rechte Eck zum überraschenden 1:0 für Hartmannsdorf einschob. Die Bannewitzer waren kurz geschockt, machten dann aber weiter Druck, mussten jetzt aber mächtig auf Hartmannsdorfer Konter aufpassen, wie in der 29. und der 31. Minute. In der 39. Minute wurde Maik Kretzschmar mit etwas Glück von Kai Mittag angespielt und konnte mittig in den Hartmannsdorfer Strafraum ziehen, verfolgt von einem Hartmannsdorfer Abwehrspieler. Kurz bevor Maik Kretzschmar, der nur noch den Torhüter vor sich hatte, einschieben konnte, spitzelte ein Hartmannsdorfer ihm den Ball von hinten vom Fuß –  und weg war die Chance. Alle weiteren Bannewitzer Bemühungen bis zur Halbzeitpause blieben ebenso erfolglos, und so ging es mit 0:1 in die Pause.

 

Schock für die Bannewitzer in der 46. Minute

 

Hartmannsdorf hatte Anstoß. Der Ball wurde zurück gespielt und dann folgte ein langer Ball auf den linken Flügel, wo ein Hartmannsdorfer außen auf Strafraumhöhe einen Bannewitzer aussteigen ließ, in den Strafraum zog und von der Strafraumbegrenzung, etwa auf Höhe des Elfmeterpunkts, den Ball zum 2:0 für Hartmannsdorf ins kurze Eck knallte – die Bannewitzer waren geschockt. In der 48. Minute hätten die Bannewitzer aber beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Leo Schick hatte sich auf der rechten Seite gut durchgesetzt und in den Strafraum geflankt. Dort kam Paul Szuppa an den Ball und zog ab. Der Hartmannsdorfer Keeper konnte den Ball nicht entscheidend abwehren, aber ein Abwehrspieler konnte den Ball kurz vor der Torlinie abwehren. Es sollte einfach nicht sein. Und so ging es weiter: Bannewitz kam einfach nicht durch die gut stehende Hartmannsdorfer Abwehr. In der 59. Minute gab es eine interessante Szene: der Hartmannsdorfer Torhüter hielt den Ball gute 12 Sekunden lang fest, tippte ihn dabei sogar einmal auf den Boden, aber der fällige Pfiff, der den Bannewitzern einen indirekten Freistoß im Hartmannsdorfer Strafraum eingebracht hätte, blieb aus. In der 60. Minute luden die Bannewitzer die Hartmannsdorfer dann auch noch zum 3:0 ein, als Martin Neubert als letzter Mann den Ball an einen Hartmannsdorfer Angreifer verlor. Der lief aufs Bannewitzer Tor zu, aber der verunglückte Torschuss konnte von Patrick Richter pariert werden. Nur zwei Minuten später brannte es im Bannewitzer Strafraum lichterloh, aber Leo Schick konnte vor einem einschussbereiten Hartmannsdorfer gerade noch zur Ecke retten. Paul Szuppa kam in der 65. Minute nach einer klasse Flanke von Marc Straßberger von der linken Seitenauslinie zum Kopfball. Er platzierte den Ball schön auf das rechte Toreck, aber der Hartmannsdorfer Torhüter konnte den Ball gerade noch an den Innenpfosten lenken, von wo er zurücksprang und er ihn sichern konnte – mehr Pech für die Bannewitzer geht nicht. Die Bannewitzer machten immer mehr auf, so dass die Hartmannsdorfer gute Konterchancen hatten, wie gleich zweimal in der 76. Minute, aber einmal ging der Ball knapp am Bannewitzer Tor vorbei und bei der zweiten Chance war Patrick Richter zur Stelle. Bannewitz rannte ein ums andere Mal an, aber sie kamen einfach nicht durch die vielbeinige Hartmannsdorfer Abwehr, für die das Ganze immer mehr zur Abwehrschlacht wurde. In der 89. Minute kam Hartmannsdorf noch einmal zu einem Entlastungsangriff, der große Gefahr fürs Bannewitzer Tor brachte, aber ein Bannewitzer Abwehrspiele konnte die Hereingabe von rechts in den Strafraum gerade noch zur Ecke abwehren.. Die letzte Chance gehörte dann wieder den Bannewitzern, aber wie sollte es anders sein: der Schuss von Kai Mittag ging knapp am linke Pfosten vorbei. So blieb es bei einer für die Bannewitzer bitteren 0:2-Niderlage. Der Hartmannsdorfer Sieg geht in Ordnung, aber vom gesamten Spielverlauf her gesehen, wäre ein Unentschieden sicherlich auch in Ordnung gegangen. Nur, Bannewitz hätte an diesem Tag noch bis zum Einbruch der Dunkelheit spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Den Bannewitzern fehlte es an diesem Tag einfach an Durchschlagskraft und das lag natürlich auch mit an den gut stehenden Hartmannsdorfern.

Hoffen wir, dass die Bannewitzer am kommenden Sonntag beim Derby gegen Possendorf mehr Glück und Durchschlagskraft haben.

Die Videos zum Spiel findet ihr unten.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann (74. Markus Stephan), Marc Straßberger (67. Patrick Wolf), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Michael Brückner, Leo Schick, Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe, Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch (TW), Florian Schmieder, Paul Müller, Patrick Wolf, Markus Stephan

Karl-Heinz van Pée

 

Der SV Bannewitz besiegt TuS Weinböhla nicht unverdient mit 2:0

Im Spiel SV Bannewitz gegen Weinböhla trafen bei herrlichem Frühlingswetter der Tabellenachte und der Tabellensiebte der Landesklasse Mitte aufeinander. Umso enttäuschender war der magere Besuch mit nur 53 zahlenden Zuschauern.

Die Mannschaft von Yves Würgau machte sofort Druck und Patrick Richter war gleich in der 2. Minute gefordert, zeigte aber, dass er hellwach war. Die erste Halbzeit sah Weinböhla mit einem leichten Übergewicht, zumindest wenn man nach den Torchancen geht. Die Weinböhlaer scheiterte aber entweder an Patrick Richter oder an sich selbst, da sie auch die besten Chancen ungenutzt ließen. Die Bannewitzer zeigten sich dagegen äußerst effektiv und nutzten einen schönen Angriff, bei dem Paul Szuppa Markus Stephan in der 32. Minute klasse anspielte, und der behielt die Nerven und versenkte zur Bannewitzer 1:0-Führung. Die Weinböhlaer kamen danach vor der. Halbzeitpause noch zu zwei guten Chancen, ließen diese aber ungenutzt und so ging es mit der 1:0-Führung der Bannewitzer in die Kabinen

Die 2. Halbzeit gehörte klar den Bannewitzern

In der 2. Halbzeit hatten die Weinböhlaer nur herzlich wenige Chancen. Die Bannewitzer dagegen kamen deutlich besser aus der Pause und zeigten eine Reihe guter Angriffe und kamen dadurch zu einigen guten Chancen. Trotzdem musste ein Elfmeter für das 2:0 durch Jakob Schulz in der 62. Minute genutzt werden, denn aus dem Spiel heraus gelang den Bannewitzern kein Tor. Entweder scheiterten sie am Weinböhlaer Keeper, der zwar einige Unsicherheiten zeigte, aber davon konnten die Bannewitzer letztendlich nicht profitieren, oder sie hatten Pech mit ihren Torschussversuchen.

Im Gegensatz zum Spiel in Copitz konnten die Bannewitzer aber verhindern, dass sie das Spiel noch aus der Hand gaben und so brachten sie das 2:0 relativ problemlos nach Hause.

Die wichtigsten Spielszenen sind in den unten zu findenden Videos zu sehen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann (88. Marc Straßberger), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider, Leo Schick, Markus Stephan (72. Florian Schmieder); Auswechselspieler: Paul Müller, Marc Straßberger, Michael Brückner, Florian Schmieder

https://youtu.be/RYPJt6AqBeA

https://youtu.be/8PR2qfvURrE

https://youtu.be/1dHuykXLIC4

https://youtu.be/ManEdYpYvXk

https://youtu.be/1tdYfXOLTO8

https://youtu.be/GxJlwonTMHM

https://youtu.be/Rtrv9VOteps

https://youtu.be/BTktnozUv-Q

https://youtu.be/W9iRlwPY_EY

https://youtu.be/OOTVqiaVzP4

https://youtu.be/9DryuLs3Yus

https://youtu.be/gowekmWN9xo

https://youtu.be/26CbS7WGynE

https://youtu.be/mF7y05vmg5U

https://youtu.be/hRHA23dVY8Q

https://youtu.be/dNCZs1sLPow

https://youtu.be/iYs8OJsZJAg

https://youtu.be/2Mu8OKc4fn8

https://youtu.be/zf51Dq3w-ek

https://youtu.be/7bSkrpnk9Fs

https://youtu.be/FIKiCkT4LLA

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz muss sich bei der zweiten Mannschaft von Pirna-Copitz mit einem 2:2 begnügen, weil die Bannewitzer innerhalb von zwei Minuten eine 2:0-Führung vergeigen

Den Bannewitzern ist das Heimspiel aus der Hinrunde gegen die 2. Mannschaft von Pirna-Copitz sicherlich noch unangenehm gut in Erinnerung. Die Bannewitzer hatten sich in diesem Spiel gleich zwei Eigentore geleistet und mussten sich mit einem 3:3 Unentschieden zufrieden geben. Nach der starken Leistung im letzten Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Wilsdruff allerdings durften die Bannewitzer aber dennoch optimistisch in das Spiel gegen den Tabellenletzten gehen.

Bei bestem Frühlingswetter begannen die Copitzer druckvoll, und ihnen gehörten die ersten 10 Minuten. Besonders über die rechte Seite trugen die Copitzer mehrere schnelle und gefährliche Angriffe vor, und die Bannewitzer konnten von Glück sagen, dass sie in dieser Phase nicht in Rückstand geraten sind. Besonders in der 9. Minute, als Martin Neubert einen flach geschlagenen Eckball von rechts falsch einschätzte und durchließ und Patrick Richter ins Leere tauchte, brannte es im Bannewitzer Strafraum, aber ein Bannewitzer Abwehrspieler konnte klären. Die Bannewitzer kamen dann aber besser ins Spiel und bauten nun ihrerseits Druck auf. In der 14. Minute brachte Bruno Schneider einen Eckball von der linken Seite punktgenau auf den einlaufenden Paul Szuppa, der den Ball unhaltbar einköpfte – das war stark gemacht. Bannewitz war jetzt überlegen und kam in der 18. Minute zu einer weiteren guten Chance, aber der Copitzer Keeper war rechtszeitig unten und konnte den Schuss gerade noch abwehren. Markus Stephan wurde in der 23. Minute von William Brüggemann schön geschickt, ging in den Strafraum und schob den Ball am Copitzer Torhüter, aber leider auch knapp am linken Pfosten vorbei. Die Copitzer kamen in der 32. Minute zu einem Angriff mit Abschluss, aber der Schuss stellte Patrick Richter vor kein Problem. In der 32. Minute wehrte der Copitzer Keeper einen Freistoß mit einer Faustabwehr ab, die Bannewitzer eroberten sich den Ball, der dann bei Patrick Wolf landete und der knallte den Ball aus 20 Metern an die Querlatte des Copitzer Kastens. Wieder holten sich die Bannewitzer den Ball, der dann zu Markus Stephan in den Strafraum gespielt wurde, doch bevor dieser abziehen konnte, wurde er gefoult und es gab Elfmeter für den SV Bannewitz. Jakob Schulz legte sich den Ball auf den Punkt und ließ dem Copitzer Keeper keine Chance – 2:0 für den SV Bannewitz. Bannewitz blieb weiter spielbestimmend, auch wenn Patrick Richter in der 38. Minute im Nachfassen Schlimmeres verhindern, sowie in der 42. Minute nochmals beherzt eingreifen musste. Patrick Richter leitete in der 43. Minute einen guten Bannewitzer Angriff ein, aber dem Schuss von Paul Szuppa aus spitzem Winkel fehlte die Power, so dass der Copitzer Keeper den Ball problemlos aufnehmen konnte.

Innerhalb von zwei Minuten brachten sich die Bannewitzer in der 2. Halbzeit um verdiente zwei Punkte

Copitz gab sich noch lange nicht geschlagen und kämpften. In der 58. Minute wären sie auch beinahe belohnt worden, aber der Schuss von der Strafraumgrenze landete nur an der Querlatte des Bannewitzer Tors. Noch in derselben Minute kam Bannewitz zu einer guten Chance. John Rabe bediente Markus Stephan in der Copitzer Spielfeldhälfte, und der spielte den Ball diagonal in den Lauf von William Brüggemann, aber der herauslaufende Copitzer Keeper war schneller und konnte den Ball wegschlagen. Zwei Minuten später kam Bannewitz erneut zu einer guten Chance. Paul Szuppa bekam den Ball in der Mitte der Copitzer Spielfeldhälfte zugespielt, zog nach links, legte den Ball in die Mitte zu William Brüggemann, der ihn wieder nach links zu Paul Szuppa in den Strafraum passte. Als Paul Szuppa dann den Ball wieder auf William Brüggemann in die Mitte an den Fünfmeterraum legen wollte, war das Bein eines Copitzer Abwehrspielers dazwischen und dann war der Copitzer Keeper da und die Chance blieb ungenutzt – da war mehr drin .In der 67. Minute verwirrten die Bannewitzer die Copitzer Abwehr mit einem kurz ausgeführten Eckball. Als der Ball dann doch hoch in den Strafraum geschlagen wurde, kam Jakob Schulz zum Kopfball, aber der ging knapp drüber. Die Bannewitzer hatten in der 72. Minute erneut eine gute Chance. Bruno Schneider schicke Paul Szuppa auf der rechten Seite, der zog in den Strafraum und passte zum durchgelaufenen Bruno Schneider in die Mitte. Dessen Schuss wurde aber abgeblockt. In der 73. Minute brachte ein Copitzer Angriff über rechts die Bannewitzer Abwehr in größere Schwierigkeiten, die sich schwer tat, den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen, aber das Ganze ging nochmal gut. John Rabe schickte in der 76. Minute den inzwischen eingewechselten Leo Schick, der auf der rechten Seite in den Strafraum zog, aber seinen Flachpass in die Mitte konnte sich der Copitzer Keeper angeln. In der 79. Minute trugen die Bannewitzer einen Angriff über links bis in den Copitzer Strafraum vor, aber der Pass in die Mitte blieb am Bein eines Copitzer Abwehrspielers hängen. Ein Copitzer Angriff in der 80. Minute wirkte erst einmal recht harmlos, bis dann zentral an der Strafraumgrenze ein Copitzer sich durchzuspielen versuchte, gefoult wurde und es Elfer für Copitz gab. Patrick Richter hatte gegen den Schuss hoch auf die rechte Seite keine Chance und es stand nur noch 1:2. Leo Schick wurde in der 81. Minute von Paul Szuppa angespielt, zog einem Copitzer Abwehrspieler davon, scheiterte dann aber an einem herangelaufenen zweiten Abwehrspieler, der zur Ecke klärte, die aber nichts einbrachte. Dann passierte es: ein langer Pass aus der Mitte der Copitzer Spielhälfte über die gesamte Bannewitzer Abwehr hinweg in den Lauf eines Copitzer Angreifers zwang Patrick Richter zum Herauslaufen, aber der Copitzer spitzelte den Ball über Patrick Richter hinweg, und der Ball drudelte rechts neben dem Pfosten zum 2:2 ins Bannewitzer Tor: Bannewitz versuchte dann zwar noch, das Spiel für sich zu entscheiden, aber es wollte einfach nicht klappen und so blieb es beim 2:2-Unentschieden, das sich für die Bannewitzer wie eine Niederlage anfühlte.

Am kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen Weinböhla an, die durch einen Sieg gegen Wesenitztal an den Bannewitzern vorbeigezogen sind, so dass sich am Sonntag zwei Tabellennachbarn treffen. Es bleibt zu hoffen, dass die Bannewitzer die gefühlte Niederlage bis zum Sonntag gut verdaut haben und an die Leistung des Hinspiels in Weinböhla, bei dem sie sich einen souveränen 4:1-Sieg erspielten, anknüpfen könne.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann, Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Kai Mittag (C), Martin Neuber, John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider (73. Leo Schick), Patrick Wolf, Markus Stephan (73. Marc Straßberger); Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Marc Straßberger, Michael Brückner, Leo Schick

Karl-Heinz van Pée

Hier die Videos auf YouTube:

Wünsche viel Spass

Charlie

Der SV Bannewitz holt durch ein 0:0 gegen Wilsdruff einen hochverdienten Punkt

Patrick Richter, der Elfmeterkiller

In der Montagsausgabe der Sächsischen Zeitung wird das Spiel gerade einmal mit einem Satz erwähnt. Kein Wort darüber, dass der Bannewitzer Keeper, Patrick Richter, einen Elfmeter gehalten hat. So sieht die Berichterstattung über den Lokalsport, insbesondere über Sonntagspiele, seit Wochen in der SZ aus – einfach nur traurig. Auf diesem Niveau kann man auch gleich ganz darauf verzichten. Leider ist es generell um die Lokalnachrichten der SZ nicht sehr viel besser bestellt – sieht ganz so aus, als ob eine Zeitung sich aufgibt und sich überflüssig macht.

Damit die Bannewitzer Fans in Zukunft trotzdem über die SVB-Spiele in Wort und Bild gut informiert werden, hat sich der SVB entschlossen, zukünftig, zusätzlich zu den Spielberichten auf der Vereinshomepage und die Videoclips unter fussball.de, längere Videoclips von den Spielen auf YouTube zu zeigen. Begonnen wird damit voraussichtlich mit dem Auswärtsspiel bei Pirna-Copitz 2 am 30.3.

So, nun aber zum Spiel gegen Wilsdruff. Das schöne Wetter vor Spielbeginn und während der 1. Halbzeit hatte doch eine ordentliche Zuschauerzahl an die Rosentitzer Straße gelockt und diese bekamen ein spannendes Spiel geboten. Wilsdruff stand laut fussball.de vor einer Pflichtangelegenheit beim SV Bannewitz, was auch immer diese dämliche Aussage bedeuten soll. Es doch völlig klar, dass Wilsdruff beim SVB antreten muss; das ist die einzige Pflicht, die es hier gibt, aber ich befürchte, dass das der Autor nicht gemeint hatte – also das nächste Mal besser gar nichts schreiben, als so einen Quatsch.

Die Bannewitzer wollten nach der deutlich zu hoch ausgefallenen 0:4-Niederlage in Hainsberg gegen Wilsdruff zeigen, dass sie auch einem Tabellenzweiten Paroli bieten können. Wilsdruff wollte natürlich zumindest an Freiberg dran bleiben und so durfte man gespannt sein, wie sich das Spiel gestalten würde.

Beide Mannschaften machten sofort deutlich, dass sie aufs Toreschießen aus waren. Bannewitz kam bereits in der 1. Minute zu einem guten Angriff, aber den Schuss von Paul Szuppa von der Strafraumgrenze aus konnte der Wilsdruffer Torhüter im Nachfassen sichern. In der 8. Minute gab es einen Schock für den SV Bannewitz. Der Schiedsrichter hatte das Einsteigen von Jakob Schulz im Strafraum, der zwar den Ball spielte, aber dabei einem Wilsdruffer Spieler mit Schwung in den Rücken gesprungen war, mit einem Elfmeterpfiff geahndet. Nun lag es an Patrick Richter, der extra mit dem Zug für dieses Spiel aus dem Urlaub gekommen war, den Bannewitzer Rückstand zu verhindern. Patrick Richter wartete mal wieder sehr lange und wehrte den Schuss mit einer tollen Parade ab – Rückstand verhindert. Ein Bannewitzer Angriff über die linke Seite brachte in der 10. Minute Gefahr fürs Wilsdruffer Tor, aber die Flanke kam zu dicht ans Tor, so dass der Wilsdruffer Keeper den Ball problemlos herunterfischen konnte. Das Spiel ging hin und her und zwei Minuten später waren es dann die Wilsdruffer, die über die linke Seite kamen, aber da kein potentieller Wilsdruffer Abnehmer für den Pass in die Mitte mitgelaufen war, konnte Patrick Richter den Ball unbedrängt unter Kontrolle bringen. Die 22. Minute sah einen guten Bannewitzer Angriff, der den Bannewitzer Kampfeswillen verdeutlichte, aber der abschließende Schuss ging doch deutlich übers Tor. Bei dem Bannewitzer Angriff in der 23. Minute wurde Paul Szuppa gefoult, aber der Schiedsrichter ließ Vorteil erstmal laufen. Als aber der Torhüter im Strafraum den Ball Paul Szuppa vom Fuß fischte, kam der Pfiff. William Brückemann schoss den Ball aus etwa 20 Metern rechts an der Mauer vorbei, aber der Ball kam dann genau auf den Torhüter, der sicher parierte. Patrick Wolf brachte in der 37. Minute einen Einwurf von der linken Seite hoch in den Wilsdruffer Strafraum, wo ein Bannewitzer mit dem Kopf an den Ball kam und diesen auf das rechte untere Toreck köpfte, aber der Wilsdruffer Torhüter brachte gerade noch eine Hand an den Ball und verhinderte so die Bannewitzer Führung. Noch in derselben Minute brachte ein wohl eher als Flanke gedachter Ball von John Rabe Gefahr fürs Wilsdruffer Tor, aber der Keeper konnte den Ball sicher herunter fischen. Patrick Wolf setzte in der 43. Minute einen Freistoß von der rechten Seite knapp am linken oberen Toreck vorbei. Ein langer Ball über die Wilsdruffer Abwehr hinweg brachte in der 44. Minute nochmals eine gute Chance für die Bannewitzer, aber der Wilsdruffer Keeper hatte aufgepasst und kam vor dem heranlaufenden Markus Stephan an den Ball und klärte per Faustabwehr. In der 45. Minute waren dann mal die Wilsdruffer dran. Ausgehend von einem Angriff über die linke Seite kam der Ball in den Strafraum der Bannewitzer, aber Patrick Richter brachte gerade noch im Spagat einen Fuß an den Ball und verhinderte so, dass der Ball im linken unteren Eck einschlug. Der resultierende flach von der linken Seite hereingeschlagene Eckball brachte noch einmal höchste Gefahr für das Bannewitzer Tor. Der Ball landete im Fünfmeterraum bei einem Wilsdruffer Spieler, aber von diesem sprang er genau in die Arme des stark reagierenden Patrick Richters.

In der 2.Halbzeit machte das Wetter den Spielern das Leben schwer

Die Wilsdruffer versuchten, die Bannewitzer sofort nach Wiederanpfiff zu überrollen, aber die Bannewitzer Jungs ließen sich nicht ins Bockshorn jagen und hielten gut dagegen. Patrick Richter musste in der 53. Minute weit aus seinem Strafraum heraus, um nach einem langen Ball über die aufgerückte Bannewitzer Abwehr hinweg, zu klären, hatte dann auch noch das Glück des Tüchtigen, als der Wilsdruffer Spieler, bei dem der Ball landete, es mit einem Weitschuss auf das leere Tor versuchte, dieses aber verfehlte. In der 55. Minute brachte Patrick Wolf einen Freistoß von der linken Seite schön in den Wilsdruffer Strafraum, Jakob Schulz lief in den Ball und köpfte scharf aufs Wilsdruffer Gehäuse. Der Wilsdruffer Keeper reagierte aber hervorragend und konnte den Ball mit einer starken Parade gerade noch über die Querlatte lenken. Was danach kam wurde dann eine Beute des katastrophalen Wetters und deshalb endet die Berichterstattung hier. Da keine der beiden Mannschaften mehr zu echten Torchancen kam, blieb es bei einem im Endeffekt gerechten torlosen Unentschieden.

Für die Wilsdruffer waren es wohl eher zwei verlorene Punkte, war es doch eine „Pflichtangelegenheit“, die sie nicht pflichtgemäß erledigen konnten. Für die Bannewitzer war es ein hochverdienter Punktgewinn. Man kann den Bannewitzern, angefangen beim Trainerteam, das die Mannschaft taktisch sehr gut eingestellt hatten, bis zu den Spielern, die die taktischen Vorgaben hochkonzentriert und motiviert umgesetzt haben, nur ein großes Lob zollen. Jeder kämpfte für den anderen, und wenn mal etwas schief ging, gab es kein Gemeckere, sondern es wurde versucht, den Fehler auszubügeln, was auch sehr gut gelang.

Am nächsten Wochenende haben die Bannewitzer spielfrei. Am Samstag, den 30.3,. steht dann das Auswärtsspiel gegen Pirna Copitz 2 an. Hier sollten sich die Bannewitzer daran erinnern, dass die Copitzer ihnen in der Hinrunde ein Unentschieden abgetrotzt hatten.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann, Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe (71. Bruno Schneider) , Jakob Schulz, Patrick Wolf, Maik Kretzschmar, Markus Stephan (90. Paul Müller); Auswechselspieler: Philipp Natusch, Marc Straßberger, Paul Müller, Bruno Schneider

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz unterliegt dem Hainsberger SV zum Rückrundenstart mit 0:4

Nach einer alles andere als gelungenen Vorbereitung durfte man gespannt sein, wie sich die Bannewitzer beim Tabellendritten Hainsberg präsentieren würden. Allerdings mussten die Bannewitzer aufgrund von Verletzungen gleich auf vier wichtige Spieler verzichten. Ein Lichtblick war immerhin die Rückkehr von Markus Stephan.

Vor einer sehr bescheidenen Zuschauerkulisse machten die Hainsberger von Anfang an Druck und kamen in der 8. Minute zum ersten gefährlichen Angriff über die rechte Seite, der aber abgewehrt werden konnte und mit einem Fallrückzieher, der deutlich über den Bannewitzer Kasten flog, endete. In der 14. Minute gab es eine unschöne Szene, als nach einem Bannewitzer Foulspiel vor Freigabe des Spiels, vor den Augen des Schiedsrichters ein Hainsberger Spieler Markus Stephan den Ball mit voller Wucht in den Rücken knallte. Der den Hainsbergern gegenüber sehr gnädig gestimmte Schiedsrichter verzichtete auf eine Sanktion gegenüber dem Hainsberger Spieler. Die 29. Minute sah dann erneut einen schönen Hainsberger Angriff über die rechte Seite, aber der Pass in den Strafraum landete bei Leo Schick, der ihn ins Seitenaus beförderte. In der 30. Minute wurde es dann wieder mehr als ruppig. Hainsberg griff über rechts an. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel wegen eines Bannewitzer Foulspiels und dann senste ein Hainsberger Markus Stephan an der Außenlinie um. Linienrichter und Schiedsrichter standen direkt daneben, aber wieder keine Sanktion für den Übeltäter. Vor der Ausführung des Freistoßes kam von der Bannewitzer Bank noch die Warnung, darauf aufzupassen, dass der Ball auf die Außenbahn gespielt werden könnte, aber das kam auf dem Feld wohl nicht an. So konnte Kevin Schur auf rechts durchmarschieren, in den Strafraum ziehen und den Ball aus recht spitzem Winkel zum 1:0 in den in den Bannewitzer Kasten hämmern. Da hatten die Bannewitzer ganz schön gepennt. Markus Stephan hatte in der 41. Minute nach einem von Patrick Wolf in den Hainsberger Strafraum geschlagenen Freistoß den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber aus fünf Metern am Hainsberger Keeper, der mit dem Fuß gerade noch abwehren konnte. Markus Stephan verlor dann das nachfolgende Kopfballduell und der Schussversuch von Leo Schick konnte abgeblockt werden. So ging es mit 1:0 für Hainsberg in die Halbzeitpause.

Hainsberg machte in der 2. Halbzeit alles klar

In der 46. Minute fingen die Hainsberger einen Bannewitzer Angriffsversuch an der Mittellinie ab und konterten schnell über links. Der Pass in den Strafraum landete bei Kevin Schur, der aber von der rechten Fünfmeterraumbegrenzung über das leere Tor schoss – viel Dusel für Bannewitz. Die Bannewitzer starteten in der 53. Minute einen Angriff von der rechten Seite, aber noch in der Bannewitzer Hälfte griff sich ein Hainsberger das Trikot des ballführenden Bannewitzers, aber wieder blieb es nur bei einem Freistoß – Trikotziehen und taktisches Foul wollte der Schiedsrichter nicht mit Gelb bestrafen – unverständlich. Die Bannewitzer kamen jetzt trotz Wolkenbruch immer besser ins Spiel, und in der 55. Minute setzte sich Martin Neubert auf der linken Seite schön durch, zog in den Strafraum, passte in den Fünfmeterraum, aber ein heranstürmender Bannewitzer scheiterte am Hainsberger Keeper, der zuerst abwehren und dann den Ball mit Mühe sichern konnte. In der 58. Minute hätte es einen Elfmeter für Bannewitz geben müssen. Patrick Wolf schlug einen Freistoß hoch in den Hainsberger Strafraum, der genau auf dem Kopf eines Bannewitzers gelandet wäre, aber dieser wurde von einem Hainsberger umgerissen. Der eigentlich gut postierte Schiedsrichter hatte aber nichts gegen diese Griechisch-Römisch-Einlage des Hainsbergers einzuwenden und versagte den Bannewitzern den eigentlich fälligen Elfer-man kann hier nur verständnislos mit dem Kopf schütteln. Bis zur 69. Minute war das Spiel dann eher ein Opfer des Wetters, aber dann gab es eine Szene, die die Bannewitzer Seele zum Kochen brachte. Ein Hainsberger spielte in der Bannewitzer Spielhälfte den Ball von der rechten Seite in die Mitte zu einem Hainsberger, der nach Ansicht der Bannewitzer Spieler und Bank im Abseits stand. Der berührte den Ball nur leicht und überließ ihn dann einem von hinten heranlaufenden Mitspieler. Der lief durch und schob unbedrängt zum 2:0 für Hainsberg ein. Der Bannewitzer Protest brachte erwartungsgemäß nichts. Die Bannewitzer kämpften weiter und stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage, waren dabei aber anfällig für Konter. In der 72. Minute wäre es dann auch fast schief gegangen. Ein schneller Hainsberger Angriff über links riss die Bannewitzer Abwehr auf, aber der Hainsberger Angreifer übersah seine mitgelaufenen Mitspieler und setzte den Ball ans Außennetz. Patrick Richter konnte sich in der 76. Minute mit einer Fußabwehr auszeichnen, als er den Schuss eines auf links durchgebrochenen Hainbergers abwehrte. Nur zwei Minuten später verhinderte Patrick Richter erneut per Fußabwehr ein Hainsberger Tor, allerdings hatte er sich diese Situation selbst eingebrockt, als er einen Ball auf die rechte Seite zu Patrick Wolf spielen wollte, in den ein Hainsberger hineinlief, der dann in die Strafraummitte passte. Die 81. Minute brachte dann aber die Entscheidung. Patrick Richter rutschte ein Rückpass unter der Sohle durch, und ein heraneilender Hainsberger bedankte sich mit dem 3:0. Statt sich jetzt etwas zurück fallen zu lassen, stürmten die Bannewitzer weiter und luden die Hainsberger zu weiteren Konter ein. Die Hainsberger klärten in der 86. Minute einen Bannewitzer Angriff aus dem Strafraum heraus mit einem langen Ball auf die Mittellinie. Von dort ging‘s nach rechts außen und Patrick Richter stand mutterseelenalleine gleich zwei Hainsbergern gegenüber. Ein Pass nach links und der Hainberger konnte ungehindert zum 4:0 einschieben. Fast wäre noch das 5:0 gefallen, als die Bannewitzer Abwehr erneut überspielt wurde und der herauseilende Patrick Richter weit außerhalb des Strafraus am Ball vorbeirutschte, aber inzwischen war Jakob Schulz zur Stelle und konnte per Grätsche den Ball ins Aus befördern. In der letzten Spielminute wäre den Bannewitzer beinahe noch der Ehrentreffer gelungen, aber Martin Neubert rutsche vor dem leeren Hainsberger Tor knapp an dem von rechts hereingeschlagenen Flachpass vorbei. So blieb es bei der deutlich zu hoch ausgefallenen 4:0-Niederlage. Zurück blieb das Gefühl, durch eine ganze Reihe unverständlicher Schiedsrichterentscheidungen bzw. Nichtentscheidungen deutlich benachteiligt worden zu sein.

Dennoch kann man den Bannewitzern bescheinigen, ein um einiges besseres Spiel als in der Vorbereitung abgeliefert zu haben, und auch die kämpferische Einstellung hat gestimmt. Wenn diese Tendenz auch beim Spiel gegen den Tabellenzweite Wilsdruff am kommenden Sonntag fortgesetzt werden kann, wird das bestimmt ein spannendes Spiel mit durchaus offenem Ausgang.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann, Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Kai Mittag (C), Martin Neubert, Leo Schick, Jakob Schulz, Patrick Wolf, Maik Kretzschmar (67. Marc Straßberger), Markus Stephan (72. Bruno Schneider); Auswechselspieler: Marc Straßberger, Christian Rose, Paul Müller, Bruno Schneider

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz gewinnt in Wesenitztal verdient deutlich mit 3:0

Nach dem enttäuschenden 3:3 gegen den Heidenauer SV waren die Bannewitzer in Wesenitztal in Zugzwang. Nach sechs Spielen ohne Sieg war der Abstand nach hinten gewaltig geschrumpft. Allerdings musste man ausgerechnet jetzt zu einem Gegner reisen, bei dem es in den letzten Jahren wenig zu holen gab.

Bannewitz begann, wie auch in den vergangenen Spielen, schwungvoll und bereits in der 5. Minute stand es 1:0 für den SVB. Ein Wesenitztaler Ballverlust im Mittelfeld, Florian Schmieder passte in die Mitte zu Maximilian Baldus, der den Ball sofort wieder nach außen zu Florian Schmieder zurück spielte, der lief auf der linken Seite in den Strafraum, passte nach innen, wo Maximilian Baldus zur Stelle war und zum 1:0 für den SVB einschob – stark gespielt. Wesenitztal kam in der 9. Minute zu einem gefährlichen Angriff über die linke Site, aber der Schuss aus 8 Metern ging übers Tor. Einen Schuss von Michal Musil in der 14. Minute aus gut 25 Metern Richtung rechtes oberes Eck konnte der Wesenitztaler Keeper in Richtung rechte Außenlinie abwehren und die hohe Hereingabe von Leo Schick war dann eine sichere Beute des Wesenitztaler Torhüters. Den satten Schuss von Jakob Schulz in der 21. Minute konnte der Wesenitztaler Keeper gerade noch per Faustabwehr entschärfen. In der 22. Minute kamen die Bannewitzer nach einem abgefangenen Angriff durch einen Wesenitztaler Konter über die rechte Seite in Bedrängnis. Patrick Richter konnte den Ball mit dem Fuß abwehren, aber der Ball landete bei Kai Mittag und prallte von ihm Richtung Bannewitzer Kasten, verfehlte diesen aber knapp – das war ganz schön gefährlich. Der Gegenangriff über Jakob Schulz und Florian Schmieder, der den Ball nach innen passte, konnte vom Wesenitztaler Keeper gerade noch gestoppt werden, als der sich den Ball in letzter Sekunde vor dem heranstürmenden Leo Schick sicherte. Den Schlusspunkt der 1. Halbzeit setzten die Wesenitztaler in der 2. Minute der Nachspielzeit. Ein Wesenitztaler schloss seinen schnellen Angriff durch einen Schuss aus zentraler Position aus etwa 17 Metern ab. Patrick Richter konnte den Ball zwar abwehren, aber nicht festmachen, so dass er bei Robert Knöfel landete, aber der knallte den Ball aus fünf Metern über die Latte. So ging es mit 1:0 für die Bannewitzer in die Halbzeitpause.

Die Bannewitzer machen in der 2. Halbzeit den Sack dank zweier weiterer Tore zu

Bereits in der 50 Minute hätte Florian Schmieder eigentlich auf 2:0 erhöhen müssen. Maximilian Baldus bediente ihn mit einem Heber über die Wesenitztaler Abwehr hinweg. Florian Schmieder lief etwas nach links versetzt frei auf den Wesenitztaler Torhüter zu, verzog aber den Schuss aus fünf Metern, so dass der Ball harmlos am Tor vorbei ging. Nur eine Minute später kam Wesenitztal zu einem Freistoß, aber Jakob Schulz konnte per Kopfball klären. Dann war wieder Bannewitz dran. Florian Schmieder brachte einen Eckball von rechts genau auf den Kopf von Jakob Schulz, und der köpfte zum 2:0 für die Bannewitzer ein. In der 61. Minute steckte Leo Schick den Ball aus der eigenen Spielhälfte durch die hoch aufgerückte Wesenitztaler Abwehr hindurch. Maximilian Baldus wäre im Abseits gewesen, aber nicht er, sondern der von hinten durchstoßende Florian Schmieder lief zum Ball und hatte freie Bahn Richtung Tor, aber der Linienrichter hob die Fahne – eine krasse Fehlentscheidung. Wesenitztal gab sich noch nicht geschlagen und kam in der 67. und 68. Minute gleich zweimal zu guten Chancen, aber Zählbares kam dabei nicht heraus. In der 69. Minute musste Patrick Richter in höchster Not retten. Bei einem Bannewitzer Angriff in der 70. Minute musste auf der anderen Seite der Wesenitztaler Keeper Kopf und Kragen riskieren, als er vor dem heranstürmenden Leo Schick rettete. Die Glanztat von Patrick Richter in der 73. Minute, als er den Kopfball eines Wesenitztalers mit einer phänomenalen Parade von der Linie kratzte, bewahrte die Bannewitzer vor dem Wesenitztaler Anschlusstreffer. In der 80. Minute wurde es noch einmal gefährlich für die Bannewitzer, als ein Wesenitztaler sich auf Rechts durchsetzte, aber der Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck stellte Patrick Richter vor kein Problem. Patrick Richter war in der 81. Minute gleich zweimal gefordert, als er zuerst einen hohen Ball per Faust abwehrt und dann noch einen Schuss zur Ecke entschärfte. Dann setzten die Bannewitzer aber den Schlusspunkt. Jakob Schulz schlug einen Freistoß aus der Bannewitzer Spielhälfte hoch auf die Grenze des Wesenitztaler Strafraums. Marc Straßberger verlängerte mit dem Kopf Richtung Tor auf Maximilian Baldus und der traf per Kopfball zu seinem zweiten Treffer und dem 3:0 für die Bannewitzer. Die Bannewitzer hatten an diesem Tag eine starke kämpferische Leistung gezeigt und verdient gewonnen. Am nächsten Samstag geht es nun zum Spitzenreiter nach Freiberg. Wenn es den Bannewitzern gelingt, an die in Wesenitztal gezeigte Leistung anzuknüpfen, müssen sie sich vor den Freibergern keineswegs fürchten.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Michael Brückner, Florian Schmieder, Leo Schick(74. Marc Straßberger), Michal Musil (79. Kevin Moraweck), Kai Mittag, (C) Martin Neubert (82. Patrick Wolf), Jakob Schulz, Maximilian Baldus, Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), William Brüggemann, Marc Straßberger, Paul Müller, Nico Barnasiow, Patrick Wolf, Kevin Moraweck

Karl-Heinz van Pée

Der SV Bannewitz kommt gegen Heidenau über ein 3:3 nicht hinaus

Mit dem Heidenauer SV kam ein Tabellennachbar mit der gleichen Punktzahl und der gleichen Tordifferenz; Bannewitz hatte aber dank der mehr geschossenen Tore die Nase vorn. Heidenau hatte bisher auswärts kaum gepunktet und die Bannewitzer hatten sich gegen Meißen von der Schlappe gegen Freital ganz gut erholt gezeigt.

Die Bannewitzer legten gleich richtig los und kamen bereits in der 2. Minute zu einer ersten Chance. In der 4. Minute schoss Florian Schmieder nach einem klasse Spielzug über die rechte Seite und einem straffen flachen Ball nach innen, den der Heidenauer Keeper verfehlte, das 1:0 für den SVB: ein Start nach Maß. Bannewitz drückte weiter und Heidenau musste sich erstmal sammeln, kam dann aber mit der Zeit immer besser ins Spiel. In der 16. Minute bekam Heidenau eine Ecke von der linken Seite, die halbhoch hereingeschlagen wurde. Der Ball landete bei einem völlig frei stehenden Heidenauer und der verlängerte mit dem Kopf zum 1:1 Ausgleich ins lange Eck. Der Heidenauer Ausgleich brachte die Bannewitzer sichtlich aus dem Konzept und Heidenau übernahm die Regie und machte die Räume eng. Prompt reichte ein versprungener Ball, in den ein Heidenauer in der 22. Minute kurz vor dem Bannewitzer Strafraum hineinlief, querpasste und ein heranlaufender Heidenauer musste nur noch zur 2:1 Führung für Heidenau einschieben. Es dauerte einige Zeit, bis die Bannewitzer sich wieder gefangen hatten und einige Male Gefahr fürs Heidenauer Tor heraufbeschwören konnten, aber so richtig zwingend war keine der Bannewitzer Chancen. In der 42. Minute war es dann, ähnlich wie beim 1:0. Ein schneller Angriff über rechts außen, ein Pass nach innen auf den kurzen Pfosten, von wo der Ball von einem Bannewitzer weiter in Richtung langer Pfosten geleitet wurde und dann war Leo Schick zur Stelle und schob zum 2:2-Ausgleich ein. Mit diesem Spielstand ging es dann in die Halbzeitpause.

Bannewitz schafft nach 2:3 Rückstand noch den 3:3 Ausgleich

Die Heidenauer zeigten auch in der 2. Halbzeit mehr Kampfgeist und drückten sofort. Sie hatten Morgenluft gewittert und wollten unbedingt auswärts punkten. So kam es nicht völlig überraschend, dass Heidenau erneut in Führung ging. Ein Eckball in der 50. Minute landete bei einem Heidenauer, der völlig unbedrängt von der 5-Meterlinie aus einköpfen konnte; eine ungewöhnliche Schwäche der Bannewitzer an diesem Tag bei Standards. In der 54. Minute lupfte Michael Brückner den Ball gefühlvoll von der Mittellinie aus über die Heidenauer Abwehr hinweg in den Lauf von Leo Schick, der ließ dem Heidenauer Keeper keine Chance und markierte den 3:3 Ausgleichstreffer. Im Weiteren ging es hin und her, ohne dass aber eine der beiden Mannschaften zu wirklich guten Chancen gekommen wäre. Marc Straßberger setzte sich in der 84. Minute auf der linken Seite schön durch, zog von der linken Strafraumgrenze aus ab, aber der Heidenauer Keeper konnte den Ball, wenn auch mit viel Mühe, unschädlich machen. In der ersten Minute der Nachspielzeit hatte Heidenau noch eine Chance, aber der Schuss ging knapp über den Bannewitzer Kasten. So blieb es beim für die Bannewitzer sicherlich enttäuschenden, aber insgesamt durchaus gerechten 3:3 Unentschieden.

Am kommenden Samstag müssen die Bannewitzer nach Wesenitztal, wo sie sich in den letzten Jahren immer schwer getan hatten. Man darf also gespannt sein, ob es den Bannewitzern ausgerechnet dort gelingen würde, mal wieder einen Dreier einzufahren.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Michael Brückner, Florian Schmieder, Leo Schick (C, 83. Patrick Wolf), Michal Musil, Martin Neubert, John Rabe, Jakob Schulz, Maximilian Baldus (76. Marc Straßberger), Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch, William Brüggemann, Marc Straßberger, Nico Barnasiow, Patrick Wolf

Karl-Heinz van Pée