Der SV Bannewitz stürzt sensationell mit einem 2:1-Sieg den Tabellenführer Freiberg

Nach dem schwachen Auftritt bei IFA Chemnitz war klar, dass die Bannewitzer gegen den Tabellenführer aus Freiberg eine gewaltige Schippe drauflegen mussten, um gegen diesen Gegner zu bestehen. Die äußeren Bedingungen hätten nicht besser sein können. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ließen sich beachtliche 115 Zuschauer an die Rosentitzer Straße locken, und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen.

Freiberg versuchte von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, aber die Bannewitzer hielten gut dagegen und so neutralisierten sich die beiden Teams bis zur 14. Minuten, wobei aber deutlich wurde, dass sich die Bannewitzer viel vorgenommen hatten. In der 14. Minute dann schlug Robin Glanz einen Freistoß von der Mittellinie halbhoch Richtung Freiberger Strafraum. Der Ball wurde per Kopf abgewehrt, landete aber bei einem Bannewitzer, der ihn hoch an den Freiberger Strafraum köpfte. Markus Stephan lief in den Strafraum, versuchte an den Ball zu kommen, wurde aber von einem Freiberger gefoult und es gab Elfmeter für Bannewitz. Da der etatmäßige Elfmeterschütze des SVB, Jakob Schulz, verletzt war und Florian Schmieder noch auf der Bank saß, schnappte sich Bruno Schneider den Ball und legte ihn auf den Punkt. Der Freiberger Keeper flog zwar in die richtige Ecke, aber der Schuss war hart und platziert, so dass er links untern einschlug und es stand 1:0 für den SVB. Die Freude der Bannewitzer dauerte aber nicht sehr lange. In der 20. Minute kam Freiberg über die rechte Seite, aber dort stellten gleich mehrere Bannewitzer den Angreifer. Der sah aber, dass auf der linken Seite im Strafraum ein Mitspieler völlig frei stand, und er passte den Ball zu diesem. Ein Bannewitzer versuchte zwar noch, ihn zu stören, kam aber zu spät und so musste der Freiberger den Ball nur noch an Steve Schurzky vorbei ins lange Eck schieben, und es stand 1:1. Freiberg bekam nun etwas Oberwasser, und in der 26. Minute musste Steve Schurzky einen Schuss von der Strafraumgrenze parieren. Der abgewehrte Ball landete kurz vor dem Fünfmeterraum auf dem Kopf eine Freibergs, der ihn aber zum Glück für den SVB neben das Tor köpfte. In der 33. Minute landete ein langer Abschlag des Freiberger Keepers in die Bannewitzer Spielfeldhälfte bei einem Bannewitzer, der zurück zu Steve Schurzky spielte. Allerdings war der Ball etwas langsam unterwegs, so dass ein Freiberg gute Chancen hatte, ihn zu erlaufen, aber Steve Schurzky hatte aufgepasst und konnte den Ball noch knapp vor dem Freiberger erreichen und wegschlagen – das hätte böse ins Auge gehen können. Nun kamen die Bannewitzer wieder besser ins Spiel und machten mehr Druck. Ein Eckball in der 34. Minute zwang den Freiberger Keeper zum Herauslaufen. Er kam aber nur mit einer Faust an den Ball und boxte ihn etwas unkonventionell aus der Gefahrenzone. Nach einem Freistoß von Alexander Hildebrandt von der linken Seite in den Freiberger Strafraum musste der Freiberger Torhüter wieder herauslaufen und dieses Mal faustete er den Ball mit Hechtsprung aus dem Strafraum. Der Nachschussversuch wurde dann von einem Freiberger abgeblockt. In der 38. Minute startete Alexander Preißiger einen Angriff über die linke Seite, blieb gegen einen Freiberger Zweikampfsieger und flankte in den Strafraum, wo ein Freiberger gerade noch vor dem gut postierten Markus Stephan mit dem Fuß abwehren konnte. Ein langer Freistoß segelte in der 42. Minute hoch an die Bannewitzer Strafraumgrenze, wo er aufsprang und hoch Richtung Bannewitzer Tor ging. Steve Schurzky wollte herauslaufen, rutschte aber aus und so wäre ein Freiberger beinahe frei an den Ball gekommen, aber Steve Schurzky war schnell wieder auf den Beinen und griff sich den Ball vor dem heranlaufenden Freiberger. So ging es mit 1:1 in die Halbzeitpause.

Steve Kunze entscheidet das Spiel mit einem klasse Kopfball

Bei einem Eckball von der linken Seite zeigte der Freiberger Keeper eine Schwäche, als er den Ball nicht festhalten konnte, aber leider war kein Bannewitzer zur Stelle, um diese Schwäche auszunutzen. In der 51. Minute schlug Robin Glanz einen Ball hoch in den Freiberger Strafraum, an dem Alexander Preißiger knapp vorbeirauschte und so konnte der Freiberger Keeper den Ball festmachen. Bannewitz hatte jetzt mehr vom Spiel und kam auch in der 58. Minute zu einem guten Angriff über links. Ein Einwurf auf der linken Seite wurde in den Lauf eines Bannewitzers verlängerte, der in den Freiberger Strafraum zog, wo er an der Grundlinie von zwei Freibergern bedrängte wurde. Der Ball kam am Fünfmeterraum zu einem heranlaufenden Bannewitzer, aber dessen Schuss wurde eine Beute des Freiberger Torhüters. Dass die Freiberger immer mehr unter Druck kamen, merkte man auch daran, dass sie jetzt auch zu unfairen Mitteln griffen. In Erwartung eines Freiberger Freistoßes in der 73. Minute lief ein Freiberger in den Rücken von Alexander Preißiger und rammte ihm seinen Ellbogen in die Nierengegend; so etwas will man nicht sehen. Nur eine Minute später gab es erneut ein unschönes Freiberger Foul. Der Ball ging in der Freiberger Spielfeldhälfte Richtung Alexander Preißiger. Noch während der Ball in der Luft war, kam der Tritt desselben Freibergers, der ihm vorher den Ellbogen in die Nierengegend gerammt hatte, gegen den Knöchel von Alexander Preißiger; das war kein Foul im Kampf um den Ball. Ein Freiberger Eckball in der 76. Minute brachte keine Gefahr fürs Bannewitzer Tor. In der 77. Minute köpfte Maik Kretzschmar an der Mittellinie einen Ball nach rechts hinaus zu Florian Schmieder, der ihn schnell nach vorne in den Lauf von Steve Kunz spielte. Der wurde auf der rechten Seite im Strafraum von einem Freiberger bedrängt und hatte den herausgelaufenen Freiberger Keeper vor sich. Er erkannte die Chance und überspielte den Freiberger Torhüter mit einem Heber. So manch ein Bannewitzer Fan jubelte schon, aber ein Freiberger, bedrängt von Markus Stephan, konnte den Ball kurz vor der Torlinie erreichen und hoch nach oben schlagen, so dass der Freiberger Keeper ihn herunterpflücken konnte. So zappelte nicht der Ball im Netzt, sondern Markus Stephan, der sich unglücklicherweise bei diese Aktion verletzte und ausgewechselt werden musste. Eine Freiberger Ecke in der 79. Minute verpuffte erneut harmlos. In der 80. Minute kamen die Freiberger über die linke Seite, und eine hohe Flanke auf die rechte Seite in den Bannewitzer Strafraum bescherte einem Freiberger eine Kopfballchance, aber der Ball ging deutlich am rechten Pfosten vorbei. In der 83. Minute landete ein Ball von der rechten Seite bei Alexander Preißiger, der aus zentraler Position aus etwa 20 Metern abzog, aber der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Maik Kretzschmar schob in der 84. Minute den Ball zum zentral in der Mitte der Freiberger Spielfeldhälfte lauernden Florian Schmieder. Der wurde zwar gleich von zwei Freibergern bedrängt, konnte sich aber durchsetzen und rechts in den Strafraum ziehen, von wo er aus spitzem Winkel aufs lange Eck schoss, aber der Freiberger Keeper brachte dank einer Parade gerade noch die Fingerspitzen an den Ball, und ein Freiberger konnte vor Adrian Seelig zur Ecke klären. Der Bannewitzer Trainer, Heiko Beyer, bemängelte lautstark, dass Steve Kunze nicht zur Stelle war. Dies stachelte diesen an, so dass er sich für die Verwertung des Eckballs einiges vornahm. Er startete an die Fünfmeterraumgrenze Richtung kurzer Pfosten, schraubte sich gefühlte drei Meter in die Luft, und der von Robin Glanz geschlagene Eckball landete genau auf seinem Kopf, und er wuchtete ihn unhaltbar ins lange Eck – 2:1 für den SVB! Ein Heber von Florian Schmieder in der 91. Minute von der Strafraumgrenze aus über den herausgelaufenen Freiberger Keeper landete nur auf dem Tornetz. Florian Schmieder zog einen Freistoß in der 92. Minute hoch in den Strafraum, wo Alexander Preißiger zum Kopfball kam, aber der Freiberger Keeper tauchte ab und konnte den Ball gerade noch abwehren. Die letzte Minute gehörte den Freibergern, die sich nach einem Eckball am Bannewitzer Strafraum festsetzten, aber die Bannewitzer standen gut, und nach einigen Versuchen kam ein Freiberger zwar zum Schuss, aber der ging doch deutlich über die Querlatte, und das war es dann. So blieb es bei dem sensationellen und verdienten Bannewitzer 2:1-Sieg. Die Bannewitzer hatten eine geschlossene und starke Mannschaftsleistung gezeigt und ihre Fans voll und ganz zufrieden gestellt.

Am 18.10. geht es nach Langenau, wo die Bannewitzer erneut ein unbekannter Gegner erwartet. Mit der gegen Freiberg gezeigten Leistung und der notwendigen Konzentration sollte den Bannewitzern aber auch dort etwas gelingen.

Die Videos zum Spiel gibt es wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal des SV Bannewitz zu sehen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Steve Schurzky (TW), Georg Balatka, Maximilian Genschmar (72. Leon Heymann), Alexander Preißiger, Robin Glanz, Kai Mittag, Bruno Schneider (57. Florian Schmieder), Alexander Hildebrandt, Maik Kretzschmar, Markus Stephan (80. Adrian Seelig), Steve Kunze; Auswechselspieler: Hannes Thiele (ETW), Adrian Seelig, Florian Schmieder, Paul Müller, Martin Neubert, Leon Heymann

Karl-Heinz van Pée

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