Der SV Bannewitz verliert in einem schwachen Spiel gegen Hainsberg mit 0:2

Nach der guten Vorstellung im Pokalspiel gegen Neugersdorf waren die Bannewitzer vor dem Spiel gegen den Tabellenführer Hainsberg optimistisch, punkten zu können. Das Wetter stimmte und auch die Zuschauerzahl war mit 110 zahlenden Zuschauern im Vergleich zu dem, was auf anderen Plätzen los war, ganz ordentlich.

Die Bannewitzer begannen druckvoll und kamen in der 7. Minute zu einer sehr guten Chance. Nachdem die Bannewitzer sich im Mittelfeld durchsetzen konnten, passte Florian Schmieder in den Strafraum, wo ein Hainsberger den Ball wegschlagen wollte, dabei Robin Glanz anschoss, so dass der Abpraller aufs Hainsberger Tor ging, aber der Ball landete in den Armen des Hainsberger Keepers. Das war es dann aber auch schon mit Bannewitzer Chancen in der 1. Halbzeit. Hainsberg kam immer besser ins Spiel, ohne aber wirklich zu überzeugen. Steve Schurzky musste zum ersten Mal in der 12. Minute eingreifen, um einen schwachen Hainsberger Schuss aufzunehmen. Sehr viel gefährdeter als das Bannewitzer Tor waren die Fenster der Wohnungen hinter dem Bannewitzer Tor, da die Hainsberger Schüsse sogar über das Ballfangnetz hinter dem Bannewitzer Kasten knallten. Damit es richtig gefährlich wurde, musste schon der 1. Linienrichter mithelfen, der in der 29. Minute eine meterweite Abseitsstellung eines Hainsbergers übersah, so dass dieser bis fast an die Grundlinie des Bannewitzer Strafraums laufen konnte, von da den Ball aufs Tor zog, aber der Winkel war zu spitz und ein Bannewitzer konnte für seinen herausgelaufenen Keeper klären. In der 34. Minute war Steve Schurzky zur Stelle, als er gerade noch vor Kevin Schur den Ball sichern konnte. Nach einem Foul an Kai Mittag, als ein Hainsberger ihm fast die Hose auszog, pfiff der Schiedsrichter Foul für Hainsberg, eine krasse Fehlentscheidung, die die Hainsberger zu nutzen wussten, denn sie führten den unberechtigten Freistoß schnell aus, aber zum Glück für die Bannewitzer ging der Schuss am Bannewitzer Gehäuse vorbei. Das war’s dann aber auch schon in der 1. Halbzeit, in der beide Teams enttäuschten und man konnte nur hoffen, dass das Spiel in der 2. Halbzeit besser werden würde.

Ein direkt verwandelter Freistoß besiegelt das Schicksal der Bannewitzer

Die 2. Halbzeit begann mit einer guten Chance für die Bannewitzer, die einen Hainsberger Angriff in ihrer eigenen Spielfeldhälfte abfingen. Maximilian Genschmar passte nach links zu Markus Stephan, der spielte den Ball in den Hainsberger Strafraum, wo Martin Neubert, bedrängt von zwei Hainsberger Abwehrspielern in Richtung Ball spurtete, diesen aber knapp verpasste. Die 51. Minute sah einen guten Hainsberger Angriff über die rechte Seite, aber die Bannewitzer konnten die Flanke in den Strafraum abwehren, aber der Ball landete im Rückraum bei einem Hainsberger, und der zog ab, aber, wie auch in der 1. Spielhälfte, verfehlte der Ball den Bannewitzer Kasten weit. Ein Bannewitzer Freistoß von Florian Schmieder in der 54. Minute, der hoch in den Hainsberger Strafraum kam, wurde von einem Hainsberger an seinem Torwart vorbei ganz knapp neben das Tor geköpft. Ein Hainsberger Treffer aus klarer Abseitsposition in der 59. Minute wurde völlig zu Recht nicht gegeben. Nach einem Bannewitzer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung in der 62. Minute konterte Hainsberg über die linke Seite, aber wieder ging der Hainsberger Schuss aus dem Rückraum weit übers Ziel hinweg. Der Hainsberger Keeper musste in der 67. Minute mal wieder eingreifen und einen Bannewitzer Freistoß per Faust klären. In der 68. Minute bekam Hainsberg einen Freistoß auf der rechten Mittelfeldseite zugesprochen. Der Ball kam hoch in den Bannewitzer Strafraum und landete auf dem Kopf eines Hainsbergers, der den Ball ins Bannewitzer Tor köpfte, aber der Torschütze war zu früh losgelaufen und daher wurde das Tor erneut völlig zurecht wegen Abseitsstellung nicht gegeben. Martin Neubert setzte sich in der 69. Minute auf der linken Seite durch, flankte in den Hainsberger Strafraum, aber Florian Schmieder kam nicht richtig an den Ball, so dass sein Kopfball das Tor deutlich verfehlte. Die Hainsberger kamen in der 70. Minute zwar in den Bannewitzer Strafraum, aber die Bannewitzer verhinderten einen Abschluss. In der 71. Minute bekamen die Hainsberger einen höchst zweifelhaften Freistoß etwa 27 Meter zentral vor dem Bannewitzer Tor zugesprochen. Der Schiedsrichter stellte die Mauer etwa 12 Meter vom Ball weg auf die Strafraumlinie. Der Freistoß ging rechts an der Mauer vorbei und Steve Schurzky machte eine sehr unglückliche Figur, als der Aufsetzer an ihm vorbei zum 1:0 für Hainsberg im Bannewitzer Kasten einschlug. Die Bannewitzer machten jetzt mehr Druck, taten sich aber mit dem Abschluss äußerst schwer, wie in der 82., 86. und 87. Minute. Ein Bannewitzer Ballverlust in der eigenen Spielfeldhälfte in der 88. Minute bescherte den Hainsbergern einen Konter über die rechte Seite. Ein Rückpass an die Strafraumlinie zu einem freistehenden Hainsberger brachte diesen in eine ausgezeichnete Schussposition, die dieser auch nutzte und den Ball an den linken Innenpfosten des Bannewitzer Gehäuses knallte, von wo er zum 2:0 für Hainsberg in die Maschen prallte. Die Bannewitzer versuchten zwar noch, das Ergebnis zu verbessern, aber wie schon vorher war auch der Schuss von Robert Knöfel in der 89. Minute kein Problem für den Hainsberger Keeper. So blieb es bei einer unnötigen Bannewitzer 0:2-Niederlage.

Die Bannewitzer konnten bei Weitem nicht an die Leistung des Pokalspiels gegen Neugersdorf anknüpfen und haben es sich durch häufige Probleme bei der Ballannahme in einem insgesamt, auch von Hainsberg, schwachen Spiel selbst zuzuschreiben, dass es nicht bei einem Unentschieden geblieben ist. Am kommenden Sonntag im Lokal-Derby gegen Possendorf muss eine deutliche Steigerung her, um den überraschend stark gestarteten Possendorfern Paroli bieten zu können.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Steve Schurzky (TW), William Brüggemann (79. Patrick Wolf), Maximilian Genschmar, Florian Schmieder, Kai Mittag, Martin Neubert, John Rabe, Markus Walther (75. Robert Knöfel), Jakob Schulz, Robin Glanz (68. Bruno Schneider), Markus Stephan; Auswechselspieler: Hannes Thiele (ETW), Paul Szuppa, Robert Knöfel, Bruno Schneider, Patrick Wolf, Maik Kretzschmar

Karl-Heinz van Pée

 

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