Dank einer saustarken 2. Halbzeit erspielt sich der SV Bannewitz einen 8:1-Kantersieg gegen Meißen

Bestes Fußballwetter, der Tabellensiebte Meißen gegen den Tabellenachten Bannewitz und nur 45 zahlende Zuschauer – das verstehe wer will. Aber wer nicht dabei war, hat echt viel verpasst. Bei den Bannewitzern konnten drei Gelbgesperrten, Maximilian Genschmar, Kai Mittag und Jakob Schulz wieder mitmachen und auch der Rotgesperrte Torhüter Patrick Richter durfte wieder dabei sein. Auf der Bank Platz nehmen mussten dagegen Paul Szuppa und Markus Stephan, da sie die Woche über nicht am Training teilnehmen konnten. Das Hinspiel war 2:2 ausgegangen, da den Bannewitzern in diesem Spiel gleich zwei Elfmeter versagt worden waren. Man konnte also von einem engen Spiel ausgehen, und bei den Bannewitzern stellt sich die Frage, wie sie die Niederlage in Freital verarbeitet hatten.

In der SZ wurde das Spiel mir den mageren Worten: „Einen 8:1 (1:0) Kantersieg feierten die Bannewitzer am Sonntag gegen den Meißner SV. Florian Schmieder (3), William Brüggemann (2), Martin Neubert, Jakob Schulz und Paul Szuppa sorgten für das Torfestival der Schützlinge von Trainer Heiko Beyer.“ Diese äußerst dürftige Berichterstattung der SZ liegt nicht am SV Bannewitz und auch nicht an Jürgen Schwarz, der die Berichte in der SZ schreibt, sondern an den Verantwortlichen bei der SZ, die die Berichterstattung über den Lokalsport extrem eingeschränkt und auf die Montagsausgabe reduziert haben. Bei der SZ hat man, im Gegensatz zu anderen Tageszeitungen, nicht begriffen, dass gerade die Berichterstattung über Lokales eine Nische und ein Alleinstellungsmerkmal der Tageszeitungen sind – den Rest kennen die Leute ja schon längst aus dem Internet oder Fernsehen. Man kann nur hoffen, dass das mal wieder besser wird.

So, nun aber zum Spiel, und darüber gibt es aus Sicht der Bannewitzer viel Erfreuliches zu berichten. Die erste Chance hatten die Bannewitzer in der 6. Minute, als sich Martin Neubert auf links gut gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte, von der Torauslinie in die Mitte flankte, aber seine Hereingabe fand keinen Bannewitzer Abnehmer, so dass die Chance ungenutzt blieb. In der darauffolgenden Minute waren es die Meißner, die zu einer guten Chance kamen. Kai Mittag fing einen Meißner Pass kurz hinter der Mittellinie ab, aber der Ball landete in den Füßen des zurücklaufenden William Brüggemann und ging von dort Richtung Bannewitzer Tor, wo gleich zwei Meißner hinter der Bannewitzer Abwehr standen. Ein Meißner schnappte sich den Ball und lief auf der rechten Seite Richtung Strafraum, wurde aber etwas angedrängt und verlor dann den Zweikampf im Strafraum gegen Patrick Wolf – das hätte böse ins Auge gehen können. In der 9. Minute landete eine schöne Hereingabe von rechts bei Florian Schmieder, der den Ball trotz Bedrängnis unter Kontrolle bringen konnte und abzog, aber der Meißner Torhüter konnte den Ball mit einer Parade abwehren. Der Ball kam zu Martin Neubert, der von der Strafraumgrenze schoss, aber der Ball wurde von einem Meißner abgefälscht und abgebremst und war dadurch eine einfache Beute des Meißner Keepers. In der 10. Minute entwischte ein Meißner auf der rechten Seite seinem Gegenspieler, flankte hoch in den Strafraum, wo ein Bannewitzer mit dem Kopf an den Ball kam, aber der landete an der linken Strafraumecke bei einem Meißner, der sich den Ball aber zu weit vorlegte, so dass ein Bannewitzer klären konnte. So ging das Spiel eine Zeitlang hin und her, ohne dass viel passierte. Bannewitz hatte zwar die größeren Spielanteile, aber so richtig zwingende Chancen kamen dabei nicht heraus. In der 28. Minute wurde dann Bruno Schneider auf rechts geschickt, passte in die Strafraummitte auf Florian Schmieder, der sich gleich gegen zwei Meißner durchsetzen konnte und dann aus fünf Metern abzog, aber sein Schuss ging am bereits am Boden liegenden Meißner Torhüter und am Tor vorbei. William Brüggemann schlug einen Freistoß in der 31. Minute aus etwa 30 Metern hoch in den Meißner Strafraum. Der Ball tickte am Elfmeterpunkt auf, der herangelaufene Florian Schmieder legte sich den Ball selbst zum Kopfball auf und köpfte die Kugel an den linken Innenpfosten, von wo sie hinter dem Meißner Keeper ins Tor ging – 1:0 für Bannewitz. Nur eine Minute später kamen die Bannewitzer über die linke Seite. Die Flanke von Martin Neubert ging über Freund und Feind hinweg und es schien schon alles geklärt, aber die Bannewitzer fingen den Meißner Konterversuch noch in deren Hälfte ab und kamen jetzt über die rechte Seite. Der Pass in den Strafraum fand Florian Schmieder am Elfmeterpunkt, aber dessen Schuss ging knapp über die Querlatte. In der 39. Minute waren dann mal wieder die Meißner dran. Ein Pass auf die rechten Seite in den Lauf eines Meißner Angreifers, den sein Gegenspieler nicht daran hindern konnte, Richtung Elfmeterpunkt zu passen, eröffnete eine gute Meißner Chance. Der Meißner Angreifer konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen, so dass ein Bannewitzer Abwehrspieler klären konnte. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit kam Meißen nochmals zu einer guten Chance. Eine Kopfballweiterleitung hinter die Bannewitzer Abwehr ermöglichte es einem Meißner, dem Ball nachzugehen, aber Patrick Richter war zur Stelle, konnte den Ball aber nur abwehren, so dass der Meißner im Strafraum erneut an den Ball kam, auf einen mitgelaufenen Mitspieler zurücklegte, aber der wurde von einem Bannewitzer gestört und die Gefahr war vorbei.

In der fulminanten 2. Halbzeit erzielen die Bannewitzer gleich sieben Tore

Es war die 48. Minute, als Martin Neubert seinen großen Austritt hatte. Nach einem Einwurf von der rechten Seite wurde der Ball aus dem Mittelfeld nach links zu Martin Neubert gespielt. Der ging in den Strafraum, narrte gleich drei Meißner, spielte in die Strafraum Mitte, wo ein Bannewitzer mit dem langen Bein den Ball Richtung Tor beförderte, aber der Meißner Keeper konnte den Ball gerade noch abwehren. Ein Meißner Abwehrspieler versucht zu klären, aber der Ball landete wieder bei Martin Neubert, der einen Meißner aussteigen ließ und die Kugel dann unhaltbar unter die Latte drosch – 2:0 für Bannewitz. In der 50. Minute kam Meißen nach einem hohen Ball in den Bannewitzer Strafraum zu einer guten Chance. Ein Bannewitzer konnte den Ball per Kopf abwehren, der landete aber bei einem Meißner, der Richtung langes Eck schoss, aber der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Was dann kam, war mehr als sehenswert und wird einen Meißner noch länger im Schlaf verfolgen. Einen hohen Pass von der Mittellinie aus auf die rechte Seite in den Lauf von Bruno Schneider nahm dieser mit und lief, verfolgt von einem Meißner Abwehrspieler, Richtung Eckfahne. Bruno Schneider ließ seinen Gegenspieler, ein-, zwei-, dreimal aussteigen, passte zu Maik Kretzschmar, der unbedrängt auf den Elfmeterpunkt flanken konnte. Ein Meißner versuchte, den Ball abzuwehren, brachte ihn aber nur zu William Brüggemann, der nicht lange fackelte, sondern sofort abzog und den Ball mit dem Außenrist zum 3:0 Für Bannewitz im Meißner Kasten versenkte. Eine Balleroberung der Bannewitzer in ihrer eigenen Spielfeldhälfte in der 53. Minute war der Ausgangspunkt für einen Konter. Jakob Schulz lief mit dem Ball in die Meißner Spielfeldhälfte, zog gleich drei Meißner auf sich und passte dann nach rechts in den Lauf von Bruno Schneider, der den Ball flach aufs kurze Eck zog. Der Meißner Torhüter hechtete nach dem Ball, konnte ihn aber nicht festhalten und William Brüggemann bedankte sich mit dem 4:0 für Bannewitz. Zwei Minuten später wäre fast das 5:0 gefallen. Jakob Schult spielte den Ball über die Meißner Abwehr hinweg in den Lauf von William Brüggemann, der versuchte, den Ball am herauslaufenden Meißner Keeper vorbei ins Tor zu schieben, aber der konnte den Ball abwehren, so dass er Richtung rechter Pfosten ging. Florian Schmieder versuchte, im Spurt den Ball noch zu erreichen, schaffte es aber nicht mehr, so dass er knapp am Pfosten vorbei ins Aus ging. In der 58. Minute klatschte ein Bannewitzer Freistoß an die Querlatte des Meißner Kasten und landete von dort auf dem Kopf des am Elfmeterpunkt völlig freistehenden Florian Schmieders, aber der köpfte den Ball übers Tor. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld durch die Schnittstelle der Bannewitzer Abwehr kam ein Meißner Angreifer an den Ball, lief in den Strafraum hinein und schoss aus halblinker Position zum 1:4 ein. Einen Bannewitzer Eckball von rechts in der 68. Minute, den Florian Schmieder schlitzohrig direkt aufs Tor gezogen hatte, konnte der Meißner Keeper zwar gerade noch abwehren, aber der Ball landete an der Fünfmeterraumgrenze genau auf dem Kopf von Jakob Schulz, der es besser machte als kurz zuvor Florian Schmieder, und zum 5:1 für Bannewitz einköpfte. Ein Meißner Angriff vom Anstoß weg über die rechte Seite brachte eine gute Meißner Chance, aber der Schuss aus halbrechter Position aus etwa 10 Metern ging erneut knapp am langen Pfosten vorbei. In der 73. Minute schlug Maik Kretzschmar aus der eigenen Spielfeldhälfte einen langen Ball nach rechts auf den inzwischen eingewechselten Paul Szuppa, der passte flach in den Strafraum zu Florian Schmieder, der problemlos zum 6:1 einschoss. Florian Schmieder lief in der 80. Minute in einen abgewehrten Ball, lupfte ihn über die Meißner Abwehr in den Lauf von Paul Szuppa, der den Meißner Keeper herauskommen sah und dann den Ball gefühlvoll über diesen zum 7:1 lupfte – cool gemacht. Paul Szuppa bedankte sich in der 82. Minute bei Florian Schmieder, indem er den Ball durch die Meißner Abwehr in den Lauf von Florian Schmieder steckte, der dem herauslaufenden Meißner Torhüter keine Chance ließ und den Ball an diesem vorbei zum 8:1 für Bannewitz einschob. In der 87. Minute wäre fast noch das 9:1 gefallen, als Florian Schmieder und Paul Szuppa die Meißner Abwehr narrten, Paul Szuppa dann im Strafraum auf Mail Kretzschmar spielte, der zog ab, aber der Meißner Keeper konnte mit einer guten Parade den Ball gerade noch über die Latte lenken. So blieb es beim eigentlich auch in der Höhe verdienten Bannewitzer 8:1-Sieg, der die Bannewitzer in der Tabelle an den Meißnern und auch an den Heidenauern vorbei brachte, so dass Bannewitz jetzt punktgleich hinter Freital auf Platz 6 steht.

Am kommenden Samstag geht es in Heidenau nun darum, den 6. Platz gegen Heidenau zu verteidigen, was wenn man an das Hinspiel denkt, sicherlich keine leichte Aufgabe wird. Die Heidenauer dürften es den Bannewitzern wohl kaum so einfach machen, wie die Meißner und die Bannewitzer dürfen sich durch den 8:1-Sieg nicht zu sehr auf Wolke 7 fühlen.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann (79. Markus Stephan), Maximilian Genschmar, Florian Schmieder, Kai Mittag (C, 75. Michael Brückner), Martin Neubert, John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider (72. Paul Szuppa), Patrick Wolf, Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch(ETW), Paul Szuppa, Michael Brückner, Markus Stephan

Die Videos zum Spiel findet Ihr unten und auf dem YouTube-Kanal des SV Bannewitz.

Karl-Heinz van Pée

 

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