Der SV Bannewitz schlägt sich beim 0:2 gegen den Hartmannsdorfer SV Empor selbst

Im Pokal hatten die Bannewitzer in Hartmannsdorf mit 2:0 gewonnen, dann aber in der Hinrunde der Meisterschaft ein wirklich schwaches Spiel abgeliefert und verdient mit 1:3 verloren. Das wollten die Bannewitzer jetzt natürlich besser machen und zeigten dies auch vom Anpfiff an. Bannewitz machte mächtig Druck und Hartmannsdorf war in den ersten 20 Minuten nur mit Abwehrtätigkeiten beschäftigt. Bis auf einen Angriff in der 17. Minute war von Hartmannsdorf in der Offensive nichts zu sehen. Allerdings brachte die Bannewitzer Überlegenheit nichts Zählbares ein. Den Bannewitzern fehlte die Durchschlagskraft und sie liefen sich immer wieder in der Hartmannsdorfer Abwehr fest. Ab der 20. Minute wurde Hartmannsdorf stärker und rückte etwas mehr nach vorne. In der 26. Minute passierte es dann. Kai Mittag verlor in der Vorwärtsbewegung etwa 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball an einen Hartmannsdorfer, der passte zu Norman Bendix, der in Richtung Bannewitzer Tor stürmt, noch einen Bannewitzer Abwehrspieler aussteigen ließ und ins untere rechte Eck zum überraschenden 1:0 für Hartmannsdorf einschob. Die Bannewitzer waren kurz geschockt, machten dann aber weiter Druck, mussten jetzt aber mächtig auf Hartmannsdorfer Konter aufpassen, wie in der 29. und der 31. Minute. In der 39. Minute wurde Maik Kretzschmar mit etwas Glück von Kai Mittag angespielt und konnte mittig in den Hartmannsdorfer Strafraum ziehen, verfolgt von einem Hartmannsdorfer Abwehrspieler. Kurz bevor Maik Kretzschmar, der nur noch den Torhüter vor sich hatte, einschieben konnte, spitzelte ein Hartmannsdorfer ihm den Ball von hinten vom Fuß –  und weg war die Chance. Alle weiteren Bannewitzer Bemühungen bis zur Halbzeitpause blieben ebenso erfolglos, und so ging es mit 0:1 in die Pause.

 

Schock für die Bannewitzer in der 46. Minute

 

Hartmannsdorf hatte Anstoß. Der Ball wurde zurück gespielt und dann folgte ein langer Ball auf den linken Flügel, wo ein Hartmannsdorfer außen auf Strafraumhöhe einen Bannewitzer aussteigen ließ, in den Strafraum zog und von der Strafraumbegrenzung, etwa auf Höhe des Elfmeterpunkts, den Ball zum 2:0 für Hartmannsdorf ins kurze Eck knallte – die Bannewitzer waren geschockt. In der 48. Minute hätten die Bannewitzer aber beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Leo Schick hatte sich auf der rechten Seite gut durchgesetzt und in den Strafraum geflankt. Dort kam Paul Szuppa an den Ball und zog ab. Der Hartmannsdorfer Keeper konnte den Ball nicht entscheidend abwehren, aber ein Abwehrspieler konnte den Ball kurz vor der Torlinie abwehren. Es sollte einfach nicht sein. Und so ging es weiter: Bannewitz kam einfach nicht durch die gut stehende Hartmannsdorfer Abwehr. In der 59. Minute gab es eine interessante Szene: der Hartmannsdorfer Torhüter hielt den Ball gute 12 Sekunden lang fest, tippte ihn dabei sogar einmal auf den Boden, aber der fällige Pfiff, der den Bannewitzern einen indirekten Freistoß im Hartmannsdorfer Strafraum eingebracht hätte, blieb aus. In der 60. Minute luden die Bannewitzer die Hartmannsdorfer dann auch noch zum 3:0 ein, als Martin Neubert als letzter Mann den Ball an einen Hartmannsdorfer Angreifer verlor. Der lief aufs Bannewitzer Tor zu, aber der verunglückte Torschuss konnte von Patrick Richter pariert werden. Nur zwei Minuten später brannte es im Bannewitzer Strafraum lichterloh, aber Leo Schick konnte vor einem einschussbereiten Hartmannsdorfer gerade noch zur Ecke retten. Paul Szuppa kam in der 65. Minute nach einer klasse Flanke von Marc Straßberger von der linken Seitenauslinie zum Kopfball. Er platzierte den Ball schön auf das rechte Toreck, aber der Hartmannsdorfer Torhüter konnte den Ball gerade noch an den Innenpfosten lenken, von wo er zurücksprang und er ihn sichern konnte – mehr Pech für die Bannewitzer geht nicht. Die Bannewitzer machten immer mehr auf, so dass die Hartmannsdorfer gute Konterchancen hatten, wie gleich zweimal in der 76. Minute, aber einmal ging der Ball knapp am Bannewitzer Tor vorbei und bei der zweiten Chance war Patrick Richter zur Stelle. Bannewitz rannte ein ums andere Mal an, aber sie kamen einfach nicht durch die vielbeinige Hartmannsdorfer Abwehr, für die das Ganze immer mehr zur Abwehrschlacht wurde. In der 89. Minute kam Hartmannsdorf noch einmal zu einem Entlastungsangriff, der große Gefahr fürs Bannewitzer Tor brachte, aber ein Bannewitzer Abwehrspiele konnte die Hereingabe von rechts in den Strafraum gerade noch zur Ecke abwehren.. Die letzte Chance gehörte dann wieder den Bannewitzern, aber wie sollte es anders sein: der Schuss von Kai Mittag ging knapp am linke Pfosten vorbei. So blieb es bei einer für die Bannewitzer bitteren 0:2-Niderlage. Der Hartmannsdorfer Sieg geht in Ordnung, aber vom gesamten Spielverlauf her gesehen, wäre ein Unentschieden sicherlich auch in Ordnung gegangen. Nur, Bannewitz hätte an diesem Tag noch bis zum Einbruch der Dunkelheit spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Den Bannewitzern fehlte es an diesem Tag einfach an Durchschlagskraft und das lag natürlich auch mit an den gut stehenden Hartmannsdorfern.

Hoffen wir, dass die Bannewitzer am kommenden Sonntag beim Derby gegen Possendorf mehr Glück und Durchschlagskraft haben.

Die Videos zum Spiel findet ihr unten.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann (74. Markus Stephan), Marc Straßberger (67. Patrick Wolf), Maximilian Genschmar, Paul Szuppa, Michael Brückner, Leo Schick, Kai Mittag (C), Martin Neubert, John Rabe, Maik Kretzschmar; Auswechselspieler: Philipp Natusch (TW), Florian Schmieder, Paul Müller, Patrick Wolf, Markus Stephan

Karl-Heinz van Pée

 

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