Schwache Bannewitzer verlieren in Hartmannsdorf mit 1:3

In der ersten Runde des Landespokals hatte Bannewitz durch zwei Tore von Paul Szuppa in Hartmannsdorf 2:0 gewonnen. Nur, Paul Szuppa hatte nach längerer Verletzungspause gerade erst wieder mit dem Training begonnen und stand daher nicht in der Startelf, wie auch Markus Stephan, der in dieser Saison nur einen Kurzeinsatz in der 1 Mannschaft zu verzeichnen hatte. Florian Schmieder, Michael Brückner waren noch verletzt und Maximilian Genschmar fehlte ebenfalls. Allerdings hatten die Bannewitzer in den letzten Spielen die verletzungsbedingten Ausfälle sehr gut kompensiert und so fuhr man schon mit der Erwartung eines Punktgewinns nach Hartmannsdorf. Allerdings zeigte sich bereit beim Auswärmen, dass den Bannewitzer Jungs an diesem Tag die Konzentration und die notwendige Spannung fehlten.

Da sah es bei den Hartmannsdorfern ganz anders aus. Sie machten sofort Druck und störten die Bannewitzer bereits bei der Ballannahme, was den Bannewitzern gar nicht schmeckte. Die Folge waren Probleme bei der Ballannahme, Abspielfehler und Ballverluste im Mittelfeld. Die Hartmannsdorfer kamen  bereits in der 2. und 3. Minute zu zwei Eckbällen, die aber zu keiner echten Gefahr fürs Bannewitzer Tor führten. Hartmannsdorf beherrschte zwar den Spielverlauf, aber so richtig torgefährlich war das Ganze nicht. Ein Fernschuss in der 11. Minute ging knapp übers Bannewitzer Tor. In der 21. Minute kam Hartmannsdorf erneut zu zwei Ecken hintereinander, nachdem die Bannewitzer bei der ersten kurz ausgeführten Ecke etwas geschlafen hatten. Die erste echte Bannewitzer Chance hatte Michel Böhme in der 27. Minute, aber sein Schuss von der Strafraumgrenze aus landete an der Querlatte. Bannewitz kam nun ein klein wenig besser ins Spiel, aber Chancen blieben Mangelware. Ein Kopfball von Jakob Schulz in der 31. Minute landete in den Armen des Hartmannsdorfer Keepers. In derselben Minute zeigte ein Bannewitzer Angriff exemplarisch das Problem der Bannewitzer: in Strafraumnähe wurden die Bälle immer wieder verloren und man kam einfach nicht durch die Hartmannsdorfer Abwehr und mit Schüssen war Fehlanzeige. Ein unnötiger Bannewitzer Abspielfehler von der Bannewitzer Grundlinie aus führte in der 32. Minute zu einer Flanke in die Mitte des Bannewitzer Strafraums. Sowohl ein Hartmannsdorfer Angreifer, als auch ein Bannewitzer Verteidiger verfehlten den Ball, so dass er auf der linken Strafraumseite bei einem völlig frei stehenden Hartmannsdorfer landete. Der hatte keine Mühe, den Ball am herauslaufenden Patrick Richter vorbei zum 1:0 einzuschieben. Leo Schick scheiterte in der 37. Minute nach einem guten Bannewitzer Angriff am Hartmannsdorfer Torhüter und am Abseits. So ging es mit 1:0 für Hartmannsdorf in die Halbzeitpause und man konnte nur hoffen, dass es dem Bannewitzer Trainerteam gelingen würde, die Bannewitzer aufzuwecken und sie dazu zu bringen, endlich wieder an den Leistungen der vergangenen Spiele anzuknüpfen.

Bannewitz wurde nicht wirklich besser und Hartmannsdorf machte alles klar

Die Hartmannsdorfer machten da weiter, wo sie in der 1. Halbzeit aufgehört hatten und kamen nach einem Bannewitzer Ballverlust kurz vor dem eigenen Strafraum zu einer guten Chance, aber der Kopfball landete harmlos in den Händen von Patrick Richter. Ein flach auf das kurze Eck geschossener Hartmannsdorfer Freistoß zwang Patrick Richter in der 53. Minute zum Eingreifen. In der 56. Minute war es erneut ein unnötiger Bannewitzer Ballverlust kurz hinter der Mittellinie in der eigenen Platzhälfte, der zu einem gefährlichen Hartmannsdorfer Angriff führte. Der Ball wurde diagonal nach rechts in den Strafraum geschlagen, wo ihn ein Hartmannsdorfer erlief, aber sein Schuss ging am langen Pfosten vorbei. In der 59. Minute konnte ein Hartmannsdorfer ungehindert mit dem Ball von rechts in den Bannewitzer Strafraum eindringen, den Ball nach links auf einen Mitspieler zurücklegen und der erzielte mühelos das 2:0 – einfach schlecht bzw. gar nicht verteidigt. Die Bannewitzer kamen in der 65. Minute durch einen Freistoß von Kevin Moraweck zu einer guten Chance. Der Hartmannsdorfer Keeper war wohl durch zwei vor ihm nach dem Ball gehende Spieler irritiert, konnte ihn aber gerade noch über die Latte boxen. Patrick Richter war in der 67. Minute gefordert. Ein Bannewitzer Abwehrversuch kurz vor dem Bannewitzer Strafraum landete mal wieder bei einem Hartmannsdorfer, der bediente einen Mitspieler, der aus spitzem Winkel von links Richtung Tor zog, aber Patrick Richter konnte den Flachschuss per Fußabwehr parieren. Der inzwischen eingewechselte Paul Szuppa wurde in der 84. Minute im Strafraum gefoult und Jakob Schulz versenke den Elfer souverän zum 1:2-Anschlusstreffer. Wer gedacht hatte, dass das die Bannewitzern anspornen würde, sah sich schnell getäuscht; es änderte sich nichts an den Abspielfehlern. Ein langer Ball auf die rechte Angriffsseite der Hartmannsdorfer landete dank schlechter Abwehrarbeit bei einem Hartmannsdorfer. Der ging in den Strafraum, und ein Bannewitzer Abwehrspieler schoss den Ball einem heraneilenden Mitspieler aus zwei Metern an den Arm – Elfmeter für Hartmannsdorf, der souverän zum 3:1 verwandelt wurde. Nach einem Bannewitzer Freistoß in der 90. Minute, bei dem ein Bannewitzer im Strafraum zu Boden ging, zog Hartmannsdorf einen Konter durch, der beinahe das 4:1 gebracht hätte, aber Paul Szuppa konnte den Ball für den ausgespielten Patrick Richter gerade noch mit der Fußspitze klären. So blieb es bei 3:1. Allerdings wird Bannewitz nach dieser Aktion wohl nie wieder den Ball ins Aus spielen, wenn ein Gegenspieler am Boden liegt.

Am kommenden Sonntag (21.10., 15:00 Uhr) kommt Possendorf zum Ortsderby an die Rosentitzer Straße. Die Bannewitzer müssen gegenüber dem Spiel gegen Hartmannsdorf aber eine gewaltige Schippe drauflegen, wenn sie dieses Spiel gewinnen wollen. Hoffnung macht aber, dass Paul Szuppa, Markus Stephan und Florian Schmieder bei dieser Partie wieder dabei sein dürften.

Das Vorspiel bestreiten die 2. Mannschaften von Bannewitz und Possendorf um 12:30 Uhr.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), William Brüggemann, Marc Straßberger (62. John Rabe), Michel Böhme (74. Paul Szuppa), Kai Mittag, Martin Neubert, Nico Barnasiow, Jakob Schulz, Leo Schick (74. Markus Stephan), Maik Kretzschmar, Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Philipp Natusch, Paul Szuppa, Christian Rose, John Rabe, Markus Stephan

Karl-Heinz van Pée

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