Gelungener Start in die Meisterschaft – der SV Bannewitz bezwingt den Hainsberger SV mit 2:1

Am Sonntag begann für den SV Bannewitz mit dem Heimspiel gegen den Hainsberger SV die Meisterschaftssaison 2018/19. Mit Hainsberg kam gleich einer der hoch gehandelten Teams. Hainsberg wird von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt, wobei man mit diesem Begriff inzwischen sehr vorsichtig sein muss, denn die Frage, wer überhaupt aufsteigen will oder darauf verzichtet, muss ja bekanntlich bis zum 30.4.2019 beantwortet werden.

Die Bannewitzer hatten den verletzungsbedingten Ausfall ihrer etatmäßigen Torschützen zu beklagen und man durfte gespannt sein, wie die Bannewitzer dies kompensieren wollten. Die Bannewitzer überraschten dann auch mit der Aufstellung von Michel Böhme als zentralen Stürmer, der normalerweise ja in der Abwehr spielt.

Bannewitz legte auch gleich richtig los und kam bereits in der 2. Minute zu einem vielversprechenden Angriff. Michel Böhme wurde auf der linken Seite von Patrick Richter mit einem langen Abschlag geschickt, ging bis zur Torauslinie durch, passte flach nach innen, aber der Ball blieb in der Hainsberger Abwehr hängen. Dann war Hainsberg dran. Eine Bannewitzer Kopfballabwehr landete zentral bei einem Hainsberger, der fackelte nicht lang und zog aus gut 25 Metern ab, aber der Ball ging am Tor vorbei. In der 16. Minute setzte sich der Hainsberger  Kevin Schur auf rechts durch, flankte hoch in den Strafraum, aber ein Bannewitzer Abwehrspieler kam gerade noch vor einem Hainsberger Stürmer an den Ball. Zwei Minuten später stürmte Michael Brückner auf der linken Seite los, passte kurz auf Höhe des Elfmeterpunkts auf Martin Neubert, der spielte auf Bruno Schneider in den Strafraum, der ließ den Ball auf den heranlaufenden Maik Kretzschmar durch, der freie Schussbahn hatte und aus 14 Metern abzog, aber der Ball ging doch deutlich übers Tor. Da war mehr drin! Ein Hainsberger Einwurf in den Strafraum brachte in der 23. Minute höchste Gefahr für den Bannewitzer Kasten. Der Einwurf landete am Fünfmeterraum bei einem Hainsberger, der zog sofort ab, aber der Ball ging knapp rechts am Tor vorbei – Glück für Bannewitz. In der 26. Minute war es ein Bannewitzer Angriff über rechts, der Gefahr für den Hainsberger Kasten brachte. Ein langer, hoher Ball in den Lauf von Maik Kretzschmar zwang den Hainsberger Torwart zum Herauslaufen und der kam gerade noch vor Maik Kretzschmar an den Ball. Die Bannewitzer Abwehr klärte in der 28. Minute nicht konsequent, so dass die Hainsberger von rechts in den Strafraum flanken konnten, ein Hainsberger verfehlte den Ball im Strafraum, konnte ihn dann aber doch noch erreichen und flankte von links zentral auf die Fünfmeterraumlinie, wo ein Bannewitzer knapp vor einem Hainberger den Ball wegschlagen konnte. Kevin Schur entwischte in der 28. Minute seinem Gegenspieler, passte von rechts flach in den Strafraum zu einem Mitspieler, der schoss sofort, aber Patrick Richter konnte in höchster Not noch mit dem Fuß abwehren. Hainsberg drückte nun immer stärker und in der 33. Minute zog ein Hainsberger aus 20 Metern ab, aber der Ball ging übers Tor. Ein langer Abschlag von Patrick Richter in die Spielfeldmitte wurde zuerst von einem Hainsberger abgewehrt, landete aber bei Maik Kretzschmar, der den Ball sofort hoch zentral in den Lauf von Michel Böhme schlug. Der Hainsberger Torhüter kam aus dem Strafraum heraus und wollte den Ball mit dem Oberschenkel abwehren; aber der Ball sprang nach links weg, genau in die Füße von Michel Böhme, und der bedankte sich in der 35. Minute mit dem 1:0 für Bannewitz. Michel Böhme spielte in der 41. Minute einen Pass nach halblinks in den Lauf von Bruno Schneider. Der zog in den Strafraum, der Hainsberger Keeper kam herausgelaufen und verkürzte den Winkel. Bruno Schneider wollte den Ball rechts an ihm vorbei ins Tor schnipsen, aber der Ball verfehlte sein Ziel. Maximilian Genschmar startete in der 44. Minute ein sehenswertes Solo von kurz hinter dem eigenen bis kurz vor den Hainsberger Strafraum, passte dann flach in den Lauf von Michel Böhme, aber der Hainsberger Torhüter konnte gerade noch vor dem einschussbereiten Bannewitzer parieren. So ging es mit einer Bannewitzer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Hainsberg drückt, aber Bannewitz ist einfach effektiver

Die 2. Halbzeit begann mit einem guten Hainsberger Angriff in der 48. Minute über die rechte Seite, aber ein Bannewitzer konnte den vom Hainsberger Stürmer etwas zu weit vorgelegten Ball wegschlagen. Kevin Moraweck zirkelte in der 52. Minute einen Freistoß hoch in den Strafraum, aber der Hainsberger Keeper konnte den Ball sicher vor zwei heranstürmenden Bannewitzern herunterpflücken. In der 53. Minute zog ein Hainsberger einen Freistoß aus halblinker Position aus etwa 18 Metern links an der Mauer vorbei, aber der Schuss stellte Patrick Richter vor kein Problem. Den Hainsbergern schienen die Ideen auszugehen und sie versuchten es verstärkt mit Distanzschüssen, die aber das Tor verfehlten, wie z. B. in der 57. Minute. Wenn sich die Hainsberger, wie in der 59. Minute, in den Bannewitzer Strafraum spielen konnten, blieben ihre Schussversuche in den Beinen der Bannewitzer hängen und dann endeten die Angriff mit einem Distanzschuss, der weit übers Tor ging. Aber in der 68. Minute klappte es dann doch. Ein hoher Ball über Michael Brückner hinweg auf Marian Weinhold, der den Ball gekonnt mit der Brust annahm, sich links um seinen Gegenspieler herum drehte und unhaltbar links unten im Kasten von Patrick Richter zum 1:1-Ausgleich versenkte. Jetzt witterten die Hainsberger natürlich Morgenluft, und ihr Druck wurde noch stärker, allerdings mangelte es ihnen an Präzision und sie suchten immer wieder Zuflucht bei ungenauen Distanzschüssen. In der 79. Minute brillierten die Bannewitzer mit gekonntem Kurzpassspiel in der Mitte der Hainsberger Spielhälfte, bis dann Kai Mittag die Lücke sah und den Ball herrlich zwischen den Hainsberger Abwehrspielern in den Lauf von Maik Kretzschmar durchsteckte. Der umkurvte im Strafraum den heranstürzenden Hainsberger Keeper und schob unter dem Jubel der Bannewitzer Zuschauer zum 2:1 für die Bannewitzer ein. Hainsberg gab sich aber keineswegs geschlagen, doch es fehlte einfach an Durchschlagskraft, auch weil die Bannewitzer aufopferungsvoll kämpften und an ihre konditionellen Grenzen gingen. Dies war auch notwendig, da Hainsberg mit Macht auf den Ausgleich drückte und eine Zeit lang sah es etwas nach Abwehrschlacht der Bannewitzer aus, die die Bälle nur noch konsequent aus der Gefahrenzone herausdroschen. An Spielaufbau war da phasenweise nicht mehr zu denken. Aber der Bannewitzer Einsatz war erfolgreich, wie in der 86. Minute, als Patrick Richter einen gefährlich in den Strafraum geschlagenen Freistoß per Faustabwehr parierte oder in der 89. Minute, als ein Bannewitzer einen gut in den Strafraum gezirkelten Freistoß gerade noch vor einem Hainsberger über das Tor köpfen konnte. Die nachfolgende Ecke brachte nochmals Gefahr fürs Bannewitzer Tor, aber der Kopfball von Kevin Schur ging knapp über die Querlatte. So blieb es beim nicht unverdienten Bannewitzer 2:1-Sieg und man darf nun gespannt sein, wie sich die Bannewitzer am kommenden Samstag, 15:00 Uhr, bei den ebenfalls hochgehandelten Wilsdruffern schlagen werden.

Danach hat Bannewitz im Landespokal am 9.9., 15:00 Uhr, Stahl Freital an der Rosentitzer Straße zu Gast.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar, Michael Brückner, Michel Böhme, Kai Mittag (C), Martin Neubert (90. Patrick Wolf), John Rabe, Jakob Schulz, Bruno Schneider (74. Marc Straßberger), Maik Kretzschmar (82. Nico Barnasiow), Kevin Moraweck; Auswechselspieler: Philipp Natusch (ETW), Marc Straßberger, Nico Barnasiow, Paul Müller, Markus Walther, Patrick Wolf

Karl-Heinz van Pée

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